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Letzte Printausgabe

Sonntag 13 Mai 2018 at 08:38 am.

Liebe Leser,

nach mehr als zehn Jahren halten Sie nunmehr die letzte Ausgabe des PANKE-SPIEGELs in den Händen. Mit Wehmut müssen wir uns den Gesetzen des Marktes beugen und das Blatt aus wirtschaftlichen Gründen einstellen. Somit reiht sich der PANKE-SPIEGEL ein in die Gemeinde der kleinen Zeitschriften in Deutschland, die die Produktions- und Druckkosten nicht länger aufbringen können. Immerhin, wir haben es versucht mit einer gerade in den letzten Jahrgängen klar geschärften politischen und kulturellen Ausrichtung. Unser besonderes Profil zeigte sich im Kampf für guten Geschmack und gegen jede Form von Rassismus und Antisemitismus. Und so liegt es nahe, die letzte Ausgabe schwerpunktmäßig dem 70. Jubiläum der Staatsgründung Israels zu widmen. Es war uns immer ein tiefes Anliegen, das Leben und die Kultur der Juden in der einzigen und so bedrohten Demokratie im Nahen Osten zu zeigen in Reportagen, Dokumentationen, Kommentaren, Interviews und natürlich auf Fotos. Dabei war es uns stets wichtig, die Dinge im Sinne der journalistischen Sorgfaltspflicht von beiden Seiten wohlwollend und kritisch zu beleuchten.
Als Herausgeber und Chefredakteur ist es mir ein beonderes Anliegen, allen meinen herzlichen Dank zu sagen, die über zehn Jahre lang voller Leidenschaft, Selbstlosigkeit, Kompetenz und mit sehr viel Herzblut dazu beigetragen haben, dieses besondere Blatt zu gestalten und zu prägen. Neben den langjährigen Anzeigenkunden und Sponsoren sind dies neben den treuen Abonnenten und Lesern natürlich in erster Linie die Autorinnen und Autoren, die ich über die Jahre in mein Herz schließen durfte. Ein letztes Mal darf ich allen zurufen: WEITERMACHEN! Vielleicht kommen wir irgendwann mit einem neuen Format wieder zusammen, die Zeiten des Printmediums scheinen jedoch besiegelt zu sein. Anyway, mein Dank geht an meinen Kollegen, Freund und Bruder Attila Teri, den ewigen Wochenendhobbyjuden in München, an Gabriele Heuze in Berlin, Matthias Horwath in Dresden, Martin Jehle in Hamburg, an Achim Schregle in München, Verena Bachmann in Köln, an Peter Lachnit in Klosterneuburg (A), Olaf S. Ossmann in Winterthur (CH), an Norbert West in Lindow, Michael Guttmann in Börnicke, Lutz Nehk in Berlin sowie an Georg von Glowczewski in Teltow und Christian Knoche in Mainz. Ich hoffe sehr, niemanden vergessen zu haben. Falls doch, fühle sich der/die von mir fahrlässig Übergangene ganz tief mit meinem Dank verbunden und möge mir diese lässliche Sünde vergeben. Ich wünsche mir zum Schluss, dass das über Jahre gewachsene Netzwerk etwa via Facebook bestehen bleibt. Denn schließlich ändert sich nicht unsere Weltsicht, sondern allein die Form ihrer Präsentation. SHALOM  

Das letzte Wort hat ...

... Verena Bachmann
(Köln)

Es hat mir Freude gemacht, zum PANKE-SPIEGEL ein paar wenige Beiträge geleistet zu haben. Sehr wertvoll bleiben für mich auch für die Zukunft die Begegnungen mit Thomas, Gabriele, Peter und den vielen anderen. Ich habe euch immer gerne gelesen, und wir bleiben uns verbunden.

... Christian Knoche
(Mainz)

Bruder, ich denke es ist die richtige Entscheidung! Nach allem was ich weiß und recherchiert habe, ist es derzeit für kleinere Printmedien so gut wie unmöglich, wirtschaftlich zu arbeiten, für reine Online-Magazine bestenfalls sehr schwierig. Das, was man dort publizieren muss, um Geld zu verdienen, verdient unsere Beachtung nicht.
Ein geregeltes Einkommen, die Sicherheit und der Seelenfrieden, die sich nun hoffentlich einstellen, sind glaube ich für Dich mehr wert, als man im Moment ahnen kann.
Allerdings muss ich auch sagen, eine gewisse Wehmut befällt mich doch. Nicht nur um den PANKE-SPIEGEL, sondern auch um ein einmaliges Netzwerk an Autoren, das Du über diese Zeit aufgebaut hast. Vielleicht, nach einer künstlerischen Pause, ließe sich daraus doch wieder etwas aufbauen? In einer anderen Form, auf einer anderen Basis, aber doch so, wie wir es kennen: frei, kritisch, streitbar und der Wahrheit verpflichtet.

... Achim Schregle
(München)

Der Mainstream mag manchmal gut und richtig sein - im Kampf gegen Wirrköpfe von rechts und links. Aber er ist nicht unfehlbar. Darum habe ich es immer genossen, für den PANKE-SPIEGEL zu schreiben. Weil ich immer wusste, dass ich für meine Meinung hier nicht angezählt werde. Und weil ich immer der Meinung war und bin, dass Ross und Reiter benannt werden müssen. Selbst, wenn es den Israel-Bashern dieser Welt nicht passt.

... Peter Lachnit
(Klosterneuburg, A)

„Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise…“. Wer kennt sie nicht, diese Intro zu jeder Folge der legendären Science-Fiction-Serie?
Wir schrieben das Jahr 2012, und etwas weniger spektakulär präsentierte ich meinen ersten Artikel für den PANKE-SPIEGEL (Ausgabe 5 - September/Oktober) mit dem Titel „Bezeichnung Zigeuner ist politisch korrekt“. Ich weiß zwar nicht mehr genau, warum ich gerade diesen leicht provokanten Artikel als Einstand platzieren wollte. Wie ich mich kenne, wahrscheinlich, um zu testen, ob ich zum P-S passe. Weil ich bereits beim „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ von Sokrates angekommen bin, weiß ich auch nicht mehr , warum ich beim P-S gelandet bin. Denn normalerweise arbeite ich nicht um Gottes Lohn, wie ich es nun doch ab September 2012 für fast jede Ausgabe getan habe. Möglicherweise durch eine Social-Media Bekanntschaft.
So, daher steht vielleicht die Frage im Raum – „Kein Geld für eine Arbeit bekommen und trotzdem rund fünf Jahre für ein Magazin etwas abliefern? Wo liegt der Schmäh beziehungsweise dein Profit?“ Ich gebe diese Antwort hier und jetzt gerne. Erstens – ja es stimmt. Geld ist nicht alles, auch wenn man es gut brauchen kann. Und Zweitens – ich habe in den letzten fünf Jahren meines Engagements für den P-S natürlich Profit gezogen. Welcher Profit soll gleich erklärt werden. Wenn die neueste Ausgabe druckfrisch in meinem Postkasten im kleinen Österreich ankam, stürzte ich mich vorerst selbstverliebt auf meinen Artikel. Jeder Autor beziehungsweise Journalist, der anderes von sich behauptet, ist ein Lügner oder journalistischer Scharlatan – believe me. Aber dann, ja dann kam und kommt der erwähnte Profit. Denn ich las in Folge auch die Artikel der Kollegen des P-S. Und diese Beiträge waren sehr oft zutiefst bereichernd und auch horizonterweiternd. Deshalb war es mir über die Jahre eine Ehre und mein Profit, in diesem Kreis meine Artikel dem unermüdlichen Herausgeber Thomas Beatopa Steierhoffer zur Verfügung zu stellen. Den stetigen Ruf des Herausgebers und Chefredakteurs „WEITERMACHEN!“ möchte ich mit dem wienerischen Satz „Sag beim Abschied leise SERVUS!“ unterstreichen.

... Lutz Nehk
(Berlin)

Es war für mich immer eine Ehre und eine Herausforderung, für den PANKE-SPIEGEL schreiben zu dürfen. Immer wieder war es auch ein Kampf mit den Themen, der stark gemacht hat.

... Barbara Barckhausen
(Sydney, AUS)

Jüdische Stimmen sollten vor allem in Deutschland nie wieder verstummen. Umso trauriger ist es, dass der PANKE-SPIEGEL dem zum Opfer fällt, was Printmedien landesweit bedrückt – mangelnde Abonnenten und damit Finanzen.

... Matthias Horwath
(Dresden)

Die Zeichen der Zeit erkennen... Etwas zu beenden ist ehrenhaft, gleich wenn das Ende selbst und bar einer Einladung in der Türe steht: „Guten Tag, ich bin das Ende“, Schweigen. „Hö, hö, hö“, denkt sich der zu Beendende im Angesicht des Beenders. Dieser sitzt schon im warmen Sessel und nimmt sich einen Kaffee, schwarz und ohne Zucker. „Was soll das?“, fragt der Beendete den Beender. Beide schweigen. Zum Fenster schaut die Ahnung herein. Sie gibt sich leise, freundlich und gewiss. „Mensch Meyer“, denkt sich der Beendete und alle Drei sagen nichts. Die Ahnung schwirrt nun etwas nervös durch den Raum und raunzt: „Mein Gott, du hast es doch schon lange gewusst!“ „Ja, ja, ja, wir alle wussten es!“ Der Beendete schaltet nun mit ruhiger Hand die Monitore ab und steckt das glänzende Logo in die Tasche. Zur letzten Nummer des Magazins sind die Zeilen gehackt, gewürzt und angerichtet. Alle wissen Bescheid. Es braucht keine weiteren Worte mehr. Mit einem sanften Lächeln verlässt der Beendete die Zentrale. Der Beender schaut nun etwas blöd aus dem okkupierten Sessel. Die Ahnung macht große Augen. Der Beendete tritt ins Freie, lässt die Tür ins Schloss fallen, sanft wie immer. Ein Lächeln zeichnet sich hinein in sein trauriges Angesicht. Der bittersüße Geschmack der Freiheit benötigt keinen Verstärker. Nur die Ahnung schaut ins Weite, dreht ein Licht an und spricht mit fester Stimme: „Willkommen an Bord, my Lord, wohin wollen Sie?“

... Martin Jehle
(Hamburg)

Der PANKE-SPIEGEL war nie auf Panketal oder die Gegend entlang der Panke beschränkt, sondern eine Zeitschrift mit lokalen Wurzeln, aber globalem thematischen Anspruch und einer entsprechenden Verbreitung. Ich hoffe, dass ihr Gründer und Chefredakteur in diesem Sinne in einer anderen Form publizistisch aktiv bleiben wird. Seine Kreativität und das Internet bieten dafür alle Chancen - vielleicht sogar dafür, Anspruch und Wirkung eines zukünftigen Projekts noch zu steigern.

... Andrea Steierhoffer
(Panketal)

Über 10 Jahre PANKE-SPIEGEL - und nun ist es „Time to say Goodbye“. Schmerzhaft, traurig, aber auch mit Stolz erfüllt, über so viele Jahre hochwertigen Journalismus publiziert zu haben; eine wichtige Stimme in der Region und vor allem auch weit über sie hinaus.
Ein besonderer Verdienst des Herausgebers war die Schaffung eines einzigartigen Netzwerkes von Autoren bundes- und weltweit, die alle honorarfrei zum Gelingen des PANKE-SPIEGELs beitrugen und ihn somit so besonders machten. Dieses Netzwerk wird bestehen bleiben. Und wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann in neuer Form eine Auferstehung?!
P.S. Mir persönlich wird das Korrekturlesen sehr fehlen...

... Attila Teri
(München)

Schluss mit lustig?

Wer mich kennt, weiß, ich falle oft und gerne aus dem Rahmen und schwimme meistens grundsätzlich schon gegen den Strom. Mainstream oder lauwarmes Wasser waren noch nie mein Ding. Kein Wunder, dass uns das Schicksal oder „g-ttliche Fügung“ zusammengeführt hat, lieber Thomas. In Zeiten, in denen Facebook als „Fleisch gewordener Teufel“ und Reinkarnation des Bösen betrachtet wird, mag es ketzerisch klingen, aber ich bin Mark Zuckerberg dankbar! Warum? Ganz einfach! Ohne sein Netzwerk hätten wir uns vermutlich nie kennengelernt, lieber „beatOpa“! Unser Querulantentum, unsere Neugier, unser Kampfgeist, aber vor allem unsere uneingeschränkte Liebe zu Israel, um nur einige Eigenschaften zu nennen, machten uns schnell zu ECHTEN Freunden und geistigen Brüdern.
Es war mir eine Freude, Ehre und ein großes Vergnügen, für DEIN Blatt zu schreiben! So sehe ich sie jetzt natürlich mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge, die letzte Ausgabe des PANKE-SPIEGELs. Weinend, da es solche Zeitschriften in unseren Breitengraden kaum noch gibt und mit ihm wieder eine Stimme der Wahrhaftigkeit verstummt. Lachend, da ich mir sicher bin, das letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen oder gar geschrieben worden. Weder von Dir, noch von mir! In diesem Sinne wirst Du mit einer neuen Idee wie der jüdische Phönix aus der Asche wieder auferstehen und weiter dafür sorgen, dass die Welt es nicht vergisst, worum es im Leben geht! Um Liebe, Menschlichkeit und ehrlichen Journalismus. Denn für all das stand der PANKE-SPIEGEL! Ich danke Dir dafür! Sei umarmt, Brother! Und nicht vergessen: WEITERMACHEN!

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