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Streusalz verboten!

Mittwoch 25 Januar 2017 at 09:51 am.
NACHGEFRAGT:

PANKE-SPIEGEL: Steffen Langnickel ist der Fachdienstleiter „Öffentliche Ordnung“ in der Gemeinde Panketal. Von ihm wollten wir wissen, was er Hauseigentümern sagt, die zum Abstumpfen
der Gehwege vor ihren Grundstücken sogenanntes Streusalz verwenden?

Langnickel: Bei der Wahl der Streumittel erlangen umweltpolitische Aspekte eine immer größere Bedeutung. Die Verwendung von Streusalz und anderen umweltbelastenden Materialien sollte daher nur dort eingesetzt werden, wo sie zur Sicherung unbedingt erforderlich sind.
Die „Satzung über die Reinigung öffentlicher Straßen in der Gemeinde Panketal“ hat den Einsatz von auftauenden Mitteln genau reguliert. Generell ist nur mit abstumpfenden Stoffen wie Sand, Kies oder feinem Split zu streuen. Die Verwendung von Salz und sonstigen auftauenden Stoffen ist verboten. Dieses ist nur in klimatischen Ausnahmefällen wie Eisregen oder an besonders gefährlichen Stellen wie Treppen, Rampen, Brücken oder starkem Gefälle zulässig, an denen durch Einsatz von abstumpfenden Mitteln keine hinreichende Wirkung erzielt werden kann.
Die aktuelle Wetterlage um den Gefrierpunkt bei wechselnden Bedingungen stellt viele Anwohner vor die Entscheidung, welches Streumittel am effektivsten und sinnvollsten ist. Der Einsatz von Tausalzen sollte auf ein Minimum reduziert werden. Selbst bei vereisten Gehwegen sollte das auftauende Mittel mit Sand/Kies vermischt werden. Ein Salz-Sand-Gemisch mit einem Mischverhältnis von 1:9 ist ausreichend. Übrigens kann die unsachgemäße Verwendung von auftauenden Mitteln seitens des Ordnungsamtes mit einem Verwarngeld geahndet werden.
Leider ist ein Phänomen zu erkennen, welches nicht nur in Panketal einsetzt. Die Gewohnheiten ändern sich. Ein immer stärkeres Bedürfnis von Sicherheit prägt sich aus. Das allgemeine Lebensrisiko, welches wetterbedingt im Winter gegeben ist, soll auf null reduziert werden. Eine Erwartungshaltung von Straßenzuständen wie zur Sommerzeit wird eingenommen. Hinzu kommt die Angst, dass Grundstückseigentümer haftungsrechtlich belangt werden, wenn es zu einem Unfall vor ihrem Grundstück kommen sollte. Auch das vielseitige Angebot von Streusalz in den Baumärkten und im Internet verführt zur Anwendung.
Eine Beeinträchtigung während der Winterzeit ist nicht vermeidbar. Die schädlichen Nebenwirkungen von auftauenden Mitteln jedoch schon. Das Salz reichert sich im Boden an und anschließend in den Baumwurzeln. Dies führt zum langsamen Baumsterben. Des Weiteren gelangt das Salz mit dem Tauwasser in das nächste Gewässer. Selbst im Klärwerk wird es nicht vollständig abgebaut und der Salzgehalt erhöht sich. Zuletzt schädigt es auch unsere „geliebten Vierbeiner“. Das Salz frisst sich in ihren empfindlichen Pfoten und kann in den Magen- und Darmbereich beim lecken dieser Wunden gelangen.
Wir alle hoffen möglichst überall auf sichere Wege und Straßen. Bitte kommen Sie diesen Anliegerpflichten im eigenen, aber auch im Interesse der Allgemeinheit möglichst umweltfreundlich nach.

(Vorab aus PANKE-SPIEGEL 02/2017)

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