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Wenn du nach Frisco gehst, vergiss die Blumen nicht

Montag 23 Mai 2016 at 1:32 pm.

Vorab mein kleiner Beitrag zur Reise auf der "Route 1" von Los Angeles nach San Francisco für PANKE-SPIEGEL 04/2016:

Wenn du nach Frisco gehst, vergiss die Blumen nicht

Die Gipfel an der „Route 1“ in Kalifornien sind noch wolkenverhangen. Nach links fällt die Traumstraße in atemberaubender Steilheit extrem ab und scheint sich mitunter direkt auf die Wogen des Pezifiks zu stützen. Die Hänge und kleinen Nischen entlang dieser als schönste Panoramastrecke Amerikas geltenden Serpentinenstraße sind mit Blumen und blühenden Pflanzen aller Art übersät. Plötzlich reißen die Wolken auf und geben den Blick frei auf die schroffen Felsspitzen. Die Sonne bricht durch und schenkt der einzigartigen Natur wärmende Strahlen.
Wir sind auf dem Weg von Los Angeles nach San Francisco. Auf einmal schießt es mir wie ein Blitz durchs Hirn: Du kannst nicht zum allersten Mal in die Stadt der Hippies einreiten, ohne Blumen im Haar zu tragen! Schließlich heißt es schon im Superhit „San Francisco“ von Scott McKenzie:

„If you're going to San Francisco
Be sure to wear some flowers in your hair
If you're going to San Francisco
You're gonna meet some gentle people there...“

So stoppe ich meinen Wagen an einem der zahlreichen mit Blüten überwucherten Aussichtsplätze und fange an zu pflücken. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und so bin ich gewappnet für die Stadt meiner Träume. Kurz vor der „Golden Gate Bridge“ stoppe ich erneut, um ein paar Lebensmittel in einem Supermarkt zu kaufen. Neben Brot und Käse, Weintrauben und Paprika gönne ich mir ein Six-Pack der irischen Biermarke „Guinness“. Ich lege alles auf das Kassenband und warte ab. Plötzlich sagt die blutjunge Kassiererin in vollem Ernst und mit Nachdruck: „Schow me your ID please!“ Ich denke, ich höre nicht richtig. Vollkommen erstaunt gebe ich ihr zurück: „You want to see my passport?“ „For sure“, lächelt sie. Ich krame in meinen Papieren und ziehe den Pass heraus, um ihn ihr zu zeigen. Das Mädchen prüft mein Geburtsdatum sehr sorgfältig, klappt den Pass zu und gibt ihn mir lächelnd zurück: „Everything is okay, Sir!“ Ich stecke meinen Pass wieder ein und frage sie: „Do I look realy as young?“ Der Mann hinter mir an der Kasse lacht auf und meint: „So now you are realy happy!“ Da fällt es mir wie Schuppen von den Augen! Ja, ich bin in San Francisco und trage Blumen im Haar. Und ganz plötzlich wird mir klar, was Nietzsche im „Zarathustra“ eigentlich sagen wollte: Wenn du nach Frisco gehst, vergiss die Blumen nicht!

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