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West-Kippen aus dem Ost-Laden

Montag 23 April 2012 at 10:05 am.

Vor 50 Jahren eröffnete die DDR ihre "intershops"

Von Peter Krause

Bei allem Jubel über die Wende 1989 brachen ab 1990 für den „sparsamen“ West-Berliner Welten zusammen: Seit „zusammenwuchs, was zusammen gehört“, kippte mit der Wiedervereinigung auch der zollfreie Verkauf von Tabakwaren und Spirituosen in den vom DDR-Regime seit dem 14. Dezember 1962 betriebenen „intershops“. Hier konnte sich der West-Berliner nach kurzer Anreise mit der S-Bahn auf dem Bahnhof Friedrichstraße recht ungehindert mit seinem französischen Lieblingscognac oder seiner favorisierten  West-Zigarettenmarke zu erheblich günstigeren Preisen eindecken, als es ihm wegen der Steuerbelastung im Westteil der Stadt möglich war. Bereits im Gründungsjahr erwirtschafteten die Kommunisten hier 1 Million D-Mark an „Valuta“, wie die begehrten und existenziellen Devisen im Ost-Jargon genannt wurden. Vage Schätzungen ergaben, dass die Umsätze im Laufe der Jahre des Bestehens der „intershops“ bis auf zwei Milliarden D-Mark anwuchsen. Und einen weiteren Nebeneffekt hatte die Einrichtung der „intershops“ auf dem S-Bahnhof Friedrichstraße: Jetzt wurde die von den West-Berlinern größtenteils boykottierte und von der Deutschen Reichsbahn auch im Westteil betriebene S-Bahn genutzt. Zumindest für den Einkauf zollfreier Waren. 

Ausgehend vom S-Bahnhof Friedrichstraße weitete sich das Netz der „intershops“ immer weiter über das gesamte Territorium der DDR aus. Ab 1974 wurden sie auch für DDR-Bürger geöffnet – sofern sie denn im Besitz westlicher „Valuta“ waren. Angesichts der Vielfalt der westlichen Konsumwaren, die mittlerweile unmittelbar wahrnehmbar wurden, entwickelte sich der Druck der Bürger auf die DDR-Administration so stark, dass schließlich nachgegeben werden musste. Fortan gab es von den West-Besuchern statt West-Kaffee oder West-Spirituosen vorrangig Bares in „Valuta“. Nur damit konnte in den „intershops“ eingekauft werden. Man munkelt, dass auf diesem Weg jeder DDR-Bürger von den Bürgern der Bundesrepublik mit etwa 120 D-Mark per anno „subventioniert“ wurde.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 03/2012

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