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Einer gegen 1.027

Freitag 06 Januar 2012 at 5:20 pm.

Zum Austausch von Gilad Shalit - Welchen Wert hat ein Leben?

Von Olaf S. Ossmann

Der jüngste Gefangenenaustausch in Israel stellte eine schwere Prüfung für die israelische Gesellschaft dar. Darf man um eines Lebens willen tatsächlich über 1.000 Verbrecher, unter ihnen Attentäter schlimmster Ausprägung, freilassen? Dass diese Frage so neu nicht ist, zeigen die Statistiken zu den letzten Austauschvereinbarungen. 1983: 6 Israelis für 4.765 Palästinenser und Libanesen; 1985: 3 Israelis für 1.150 Palästinenser; 2004: 1 Israeli und drei Leichen für 450 Hisbollah-Aktivisten und nun also ein Israeli gegen 1.027 gefangene Attentäter.

Es handelt sich um eine emotionsgeladene Diskussion. Verständlich, denn auf der einen Seite stehen die Hinterbliebenen der Attentate, auf der anderen die Eltern Gilads. Auch hier offenbart sich ein mediales Ungleichgewicht, da es natürlich deutlich mehr Hinterbliebene der Attentate gibt als Familienangehörige und Freunde von Gilad. Und dennoch kam es zu dem „Deal“. Was kann eine Regierung dazu bringen, es sich mit derart vielen potentiellen Wählern zu verderben? Steckt tatsächlich das Versprechen dahinter, dass jeder, der für Israel kämpft, auch um jeden Preis aus der Gefangenschaft  befreit werden wird? Klingt dieses Versprechen der israelischen Regierung nicht wie eine Einladung an die Hamas, weiterhin Israelis zu entführen?  Muss man dann dieses Versprechen im Angesicht der jetzigen Zahlen und auch der Bilder nach der Freilassung der Attentäter überdenken?  Gerade dieser Tage sagte Machmud Abbas im ägyptischen Fernsehen: „Die Entführung Schalits war eine gute Sache.“ Die „Siegesfeiern“ der Palästinenser und Interviews freigelassener Attentäter und Attentäterinnen schüren die Ablehnung und Ängste vor derartigen Austauschvereinbarungen.

Stimmen, die eine Abkehr von der jetzigen Politik fordern, sind in Israel unüberhörbar. Trotzdem zweifelt niemand ernsthaft daran, dass auch für den nächsten entführten Soldaten der israelischen Armee alles unternommen wird, um ihn wieder nach Hause zu bringen. Warum ist das so?

Um dies zu beantworten, muss man tief in die jüdische Literatur, tief in die jüdische Seele eintauchen. Ist der Einzelne ein „Ziegelstein einer Mauer oder das Herzstück der Gesellschaft?“, fragte unlängst die Juristin Fania Oz-Salzberger oder anders: Kann ich die konkrete Gefahr eines Einzelnen gegen die abstrakte zukünftige Gefahr für Viele abwägen und falls ja, mit welchem Ergebnis?

Die heutigen Philosophen tun sich sehr schwer mit dieser Frage und oft hört man, es gäbe auf diese Fragen keine „nur eine“, keine „richtige“ Antwort. Wie ist also der Satz von Zeèv Jabotinsky zu verstehen: „Im Anfang war die Nation, und im Anfang war der Einzelne.“?

Den gesamten Essay lesen Sie in der Ausgabe 01/2012

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