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Editorial zur Ausgabe 04/2015

Mittwoch 24 Juni 2015 at 1:36 pm

Liebe Leserinnen und Leser,

es fällt schwer, das kürzlich erschienene Buch „Kassensturz“ von Michael Wetterhahn zu lesen. Nicht wegen seiner ungezählten Rechtschreibfehler, sondern wegen seiner unerträglichen Sprache, die geprägt ist von der Ideologie und den hohlen Phrasen der kleinen, mittleren und großen Funktionäre der SED-Diktatur. Hier berichtet ein konfirmierter FDJ- und SED-Bonze über sein „glückliches Leben“ in der DDR. Das stramme Mitglied der SED-PDS-LINKE und der heutige Vorsitzende des Panketaler Petitionsausschusses (sic!) hatte mit dem militärischen Geheimdienst der NVA sowie mit dem MfS zusammengearbeitet. Das gibt er auch unumwunden zu. Jedoch, die Ergebnisse der zweimaligen Überprüfung der Panketaler Gemeindevertreter auf ihre Stasi-Mitarbeit wollen ihm nicht wirklich gefallen. Schließlich habe er niemanden denunziert oder verraten. Alle seine Aktivitäten für die Spitzel-Brigaden der DDR seien von „Misserfolg“ geprägt gewesen. Wie dem auch sei, warum Wetterhahn ausgerechnet in unserer freien und demokratischen Gesellschaft nicht den Mund hält und über seiner Vorgeschichte den Deckel schließt, bleibt sein Geheimnis. Ob er sich bewusst ist, dass die Publikation eben und gerade den Unterschied ausmacht zwischen dem von ihm weinerlich und nostalgisch bejubelten SED-Kommunismus und der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft seit dem Fall der Mauer 1989, sei dahingestellt. Fest steht jedoch, für Wetterhahn ist Lenin der „Gute“ und Adenauer der „Böse“. Für diesen ewig Gestrigen steht der korrupte Führer der russischen Revolution für den hellen Schein vom Kommunismus, der Millionen das Leben kostete. Der erste Kanzler der Bundesrepublik ist ihm hingegen Pseudonym für „amerikanische Agressionspolitik“ und alle Unbilden eines entfesselten Kapitalismus, die er ausgemacht zu haben glaubt. Wetterhahns „Erinnerungen“ sind so überflüssig wie ein Kropf, weil sie keinerlei neue Erkenntnisse liefern. Wahrscheinlich hat er sie für sich selbst aufgeschrieben, aus therapeutischen Gründen? Aber der Seelsorger, der ihm die Absolution spendet, ist noch nicht auf der Bildfläche des Klassenkampfes erschienen.
Kennen Sie das Gefühl auch, so richtig stolz zu sein? So richtig stolz bin ich gerade auf meine Tochter. „Summa cum laude“ ist das höchste akademische Prädikat überhaupt. An der Universität von Haifa (IL) erreichte sie es jetzt für ihre Masterarbeit an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät im Fachbereich „Englische Sprache und Literatur“. Der Titel ihrer 90-seitigen „Thesis“ lautet: „Literature with a big L - Advertising (and) the Novel Form in Victorian Fiction“. Vor 5.000 geladenen Gästen durfte Franziska gerade die Dankesrede der Absolventen auf Hebräisch halten. Nun geht sie mit ihrer Familie nach Kalifornien, um dort die Doktorstudien aufzunehmen. Als stolzer Vater wünsche ich Ihnen allen einen sonnigen und entspannten Sommer.

Thomas Steierhoffer

Chefredakteur

Ab 1. Juli im Einzelverkauf in Panketal

Mittwoch 24 Juni 2015 at 1:31 pm

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