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PANKE-SPEGEL 04/2012

Montag 25 Juni 2012 at 09:54 am

Dirk Zöllner feiert 50. Geburtstag

Montag 25 Juni 2012 at 09:50 am

Henryk M. Broder: "Vergesst Auschwitz!"

Montag 25 Juni 2012 at 09:41 am
Von Thomas Steierhoffer 
 
Der jüdische Journalist Henryk M. Broder war gut in Form, kürzlich im Jüdischen Museum Berlin. Allerdings, kennt man einen seiner Essays, kennt man alle! Aber er steht zu seiner Eitelkeit und betont: „Ich stehe auch zu dem banalen Zeug, das ich mache!“ Sehr gut hat mir natürlich gefallen, dass er in seinen Einschätzungen genau auf der Linie liegt, die der PANKE-SPIEGEL in Sachen Günter Grass, Sigmar Gabriel, Wolfgang Thierse etc. in seiner Ausgabe 03/2012 vorgegeben hatte. Sehr schön auch sein Seitenhieb gegen die ewig gestrigen DDR-Bürger, SED-Linken, Stasi-Typen, die unaufhörlich darüber klagen, der Kapitalist würde ihnen ihre „DDR-Identität“ rauben. Broder dazu: „Wer will sie denn haben, diese Ossi-Mentalität und DDR-Identität?“
Nun, ich möchte nicht erneut auf mein von einer hungrigen Füchsin fast ausgerottetes Hühnervolk eingehen. Mit der Psychotherapie an ihnen bin ich nämlich auch in meiner Freizeit voll ausgelastet. Dafür aber noch die eine oder andere Erkenntnis aus dem Abend mit Broder: Juden seien durchaus hassenswert, meinte der begnadete Polemiker. Schließlich hätten sie den Herrn Jesus Christus ans Kreuz gebracht und dann auch noch gefordert, Pilatus solle nicht „I.N.R.I.“ schreiben lassen, sondern Jesus habe von sich behauptet, der König der Juden zu sein. Dann haben sie den Marxismus erfunden und die Psychoanalyse - das Ding mit dem Ich, dem Es und dem Überich -, und dann
auch noch den Kapitalismus! Also, laut Broder gebe es ausreichend Gründe für den Antisemitismus, der in Deutschland derzeit vornehmlich und damit ernstzunehmend aus den Reihen linker Parteien und Strömungen komme. Plötzlich rief ihn sein „Es“ an, und er öffnete sich ganz dem mucksmäuschenstillen und schockierten Publikum. Bei der Lektüre und der Beschäftigung mit Beiträgen aus der „Emanzen-Szene“ habe es in ihm gebrüllt: „Was für eine blöde F...!“ Das böse F-Wort hätte er nicht benutzen dürfen, jedenfalls nicht öffentlich ... Schade, Herr Kollege!
 
Die ganze Kritik lesen Sie in der Ausgabe 04/2012 

Bob Marley im Kino

Montag 25 Juni 2012 at 09:35 am

Mitt Romney: Erster Mormone im Weißen Haus?

Montag 25 Juni 2012 at 09:31 am

"Macht. Macht. Macht." oder Drittklassige Spielarten der Dekadenz

Montag 25 Juni 2012 at 09:29 am

Nottaufe für Winnetou?

Montag 25 Juni 2012 at 09:26 am

Der christliche Missionseifer im Werk von Karl May

Von Christian Knoche

Meine Erinnerung an die Werke Karl Mays ist schwach, aber präsent. Gelesen habe ich sie alle mindestens ein mal, seine Abenteuerromane. Die Karl-May-Bibliothek  meiner Familie besteht aus den gesammelten Werken, teilweise noch gedruckt zu Lebzeiten des Autors und in altdeutscher Schrift. Meine Oma hatte diese Bücher, die alle bereits durch die Hände ihrer drei Kinder gegangen waren, irgendwann neu einbinden lassen und seit dem harrten sie im Bücherregal auf die Enkelkinder. Nach dem ich lesen gelernt hatte, stöberte ich oft in diesem Bücherregal umher und las alles was mir in die Hände fiel. Mein Vater befand jedoch das „Der IKS-Haken“ von Joseph Heller nicht unbedingt geeignet für einen zehnjährigen ist und machte mir Karl May schmackhaft. Davon konnte ich schon bald nicht mehr lassen.

Ich las seine Bücher an ständig und überall, im Bus auf dem Weg zur Schule, heimlich im Unterricht unter Bank oder zu Hause im Garten. Dort draussen im Liegestuhl unter dem Kirschbaum, den Schäferhund auf der einen und den Dackel auf der anderen Seite, so konnte ich den ganzen Tag verbringen. So oft und lang las ich, das ich irgendwann aus dem Zimmer ausquartiert wurde, das ich damals noch mit meinem Bruder teilte. Meine Mutter bezog mir das alte Klappbett in der Dachkammer die als Gästezimmer genutzt wurde, mein Vater besorgte mir eine Leselampe und ich hatte Ruhe und wurde auch in Ruhe gelassen, ungeachtet der Uhrzeit. Karl May ist daher für mich nicht nur verknüpft mit den Helden seiner Romane sondern auch mit dem leicht muffigen Geruch der Dachkammer und dem leisen Summen der alten Lampe, aber vor allem auch mit der persönlichen Freiheit, die mir zugestanden wurde. Ich durfte wach bleiben solange ich wollte wenn ich im Bett war las.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 04/2012

Vor 50 Jahren wurde Adolf Eichmann gehängt

Montag 25 Juni 2012 at 09:24 am
Von Attila Teri
 
Kennen Sie Eichmann? Das war dieser unscheinbare, untersetzte, unauffällige Mann, der auf den ersten Blick keine Fliege was antun könnte. Im Gesicht grau, wie eine Leiche, die vor ihrem Ableben nie die Sonne gesehen hatte, natürlich Brillenträger, leise, höflich, mit allen Attributen „gesegnet“, was einen ordentlichen, deutschen Beamten auszeichnet. Und vermutlich hat Eichmann in seinem ganzen Leben auch nie eine Fliege was angetan – er hat „nur“ den Massenmord an sechs Millionen Juden organisiert, Amtswegen, frei nach dem Motto: „Bitte glauben Sie mir, es ist wirklich nicht persönlich, ich muss Sie halt in die Gaskammer schicken! Vorschrift ist Vorschrift, das verstehen Sie doch, oder? Wo kommen wir denn hin, wenn jeder macht, was er will!“ Eichmann endete bekanntlich trotzdem am Galgen.
Als ich die Vollstreckungsstelle des Finanzamtes betrete, falle ich fast aus den Schuhen, Eichmann sitzt vor mir an seinem Schreibtisch. Na Servus, sagt man wohl in Bayern. Der Klischeejude und der deutsche Klischeebeamte sind wieder vereint. Muss ich jetzt auch völlig unpersönlich in die Gaskammer? – frag ich mich. Es wäre auf jeden Fall die adäquate Lösung aller Probleme, mit denen ich mich herum schlagen muss. Denn der Anlass meines Besuches ist, dass ich, wieder Mal, völlig pleite bin und dermaßen mit dem Rücken zu Wand stehe, wie vor einem Erschießungskommando.
 
Den ganzen Essay lesen Sie in der Ausgabe 04/2012 

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