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PANKE-SPEGEL 04/2012

Montag 25 Juni 2012 at 09:54 am

Dirk Zöllner feiert 50. Geburtstag

Montag 25 Juni 2012 at 09:50 am

Von Thomas Steierhoffer

Seit Mitte der 1980er Jahre ist Dirk Zöllner fester Bestandteil der deutschen Musikszene. Mit einer Mischung aus Funk & Soul amerikanischer Herkunft und der Schwermut osteuropäischer Balladen hat er längst einen eigenen Stil geschaffen. Als Person, mit seiner Musik und seinen Texten ist er ein Original und Pate für eine nachrückende deutschsprachige Künstlergeneration. Unbeeindruckt von Modetrends und trotzdem immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten seiner selbst, befindet sich Zöllner mit einer Gefolgschaft erstklassiger Musiker seit über 23 Jahren auf Dauertournee.

Dik Zöllner wird 1962 in Berlin geboren. Über seine Mutter lernt er die Musik von Otis Redding kennen, sein Vater bringt ihm die DDR-Combo Renft nahe. Zwischen 1980 und 1983 tritt er in Kirchen und bei Kulturwettbewerben auf, ehe er 1984 die Band CHICORÉE ins Leben ruft, der 1987 das Projekt DIE ZöLLNER folgt. Diese bringen es unter anderem zur Vorband von James Brown und kommen an die Spitze der nationalen Hitlisten, bleiben auch nach dem politischen Umbruch gefragt. Sechs Alben folgen, ehe Dirk Zöllner 1998 sein erstes Soloprojekt startet. Am 15. Juni feierte Zöllner den Spirit des Rock’n’Roll im Berliner „Postbahnhof“ mit einem Feuerwerk aus Klang und Licht. Und alle, alle waren gekommen, um dem Meister zu huldigen - von André Herzberg bis Sonny Thet von „Bayon“.

Ein großes Interview mit Dirk Zöllner lesen Sie in der Ausgabe 04/2012 

Henryk M. Broder: "Vergesst Auschwitz!"

Montag 25 Juni 2012 at 09:41 am
Von Thomas Steierhoffer 
 
Der jüdische Journalist Henryk M. Broder war gut in Form, kürzlich im Jüdischen Museum Berlin. Allerdings, kennt man einen seiner Essays, kennt man alle! Aber er steht zu seiner Eitelkeit und betont: „Ich stehe auch zu dem banalen Zeug, das ich mache!“ Sehr gut hat mir natürlich gefallen, dass er in seinen Einschätzungen genau auf der Linie liegt, die der PANKE-SPIEGEL in Sachen Günter Grass, Sigmar Gabriel, Wolfgang Thierse etc. in seiner Ausgabe 03/2012 vorgegeben hatte. Sehr schön auch sein Seitenhieb gegen die ewig gestrigen DDR-Bürger, SED-Linken, Stasi-Typen, die unaufhörlich darüber klagen, der Kapitalist würde ihnen ihre „DDR-Identität“ rauben. Broder dazu: „Wer will sie denn haben, diese Ossi-Mentalität und DDR-Identität?“
Nun, ich möchte nicht erneut auf mein von einer hungrigen Füchsin fast ausgerottetes Hühnervolk eingehen. Mit der Psychotherapie an ihnen bin ich nämlich auch in meiner Freizeit voll ausgelastet. Dafür aber noch die eine oder andere Erkenntnis aus dem Abend mit Broder: Juden seien durchaus hassenswert, meinte der begnadete Polemiker. Schließlich hätten sie den Herrn Jesus Christus ans Kreuz gebracht und dann auch noch gefordert, Pilatus solle nicht „I.N.R.I.“ schreiben lassen, sondern Jesus habe von sich behauptet, der König der Juden zu sein. Dann haben sie den Marxismus erfunden und die Psychoanalyse - das Ding mit dem Ich, dem Es und dem Überich -, und dann
auch noch den Kapitalismus! Also, laut Broder gebe es ausreichend Gründe für den Antisemitismus, der in Deutschland derzeit vornehmlich und damit ernstzunehmend aus den Reihen linker Parteien und Strömungen komme. Plötzlich rief ihn sein „Es“ an, und er öffnete sich ganz dem mucksmäuschenstillen und schockierten Publikum. Bei der Lektüre und der Beschäftigung mit Beiträgen aus der „Emanzen-Szene“ habe es in ihm gebrüllt: „Was für eine blöde F...!“ Das böse F-Wort hätte er nicht benutzen dürfen, jedenfalls nicht öffentlich ... Schade, Herr Kollege!
 
Die ganze Kritik lesen Sie in der Ausgabe 04/2012 

Bob Marley im Kino

Montag 25 Juni 2012 at 09:35 am
Spiritualität – Ganja - Pulverdampf
 
Von Peter Krause
 
Er war der unbestrittene König des Reggae: Bob Marley. Seit Mitte Mai läuft in den Programmkinos unserer Republik der Film „Marley“; eine Dokumentation über das Leben des 1981 an Krebs verstorbenen jamaikanischen Ausnahme-Künstlers. 
Erinnerungen kamen hoch im Kinosessel. Erinnerungen an Lebensfreude, tropische Temperaturen, lecker karibisch Mittagessen, Musik, Musik, Musik, Mento, Ska, Reggae und Schüsse, Blut, Tod. Alles das gibt diese Doku her. Extrem laut waren dann auch die Schüsse auf Bob Marley aus den Kinolautsprechern bei der dramatischen Schilderung des Attentats auf ihn am 3. Dezember 1976. Zwei Tage vor dem „Smile-Jamaica“-Konzert im National Heroes Park in der Hauptstadt Kingston.  Wie durch ein Wunder wurde bei diesem „Ambush in the night“ (späterer Titel eines Songs von Marley) niemand tödlich verletzt. Bob kam mit einem Streifschuss über Brust und Arm davon, seine Frau Rita traf ebenfalls ein Streifschuss am Hals. Manager Don Taylor, der sich mit Marley im Haus befand,  wurde ebenfalls von einem Schuss getroffen. Alle Drei haben diesen feigen Überfall ohne nachhaltige Folgen überstanden. Wie es auf einer kleinen Insel mit damals 2,5 Millionen Einwohnern nicht ausblieb, griffen die verschwörungstheoretischen Spekulationen schnell um sich. Für die Einen sollten es Anhänger der konservativen Jamaica Labour Party (JLP) gewesen sein, die im Wahlkampf gegen die sozialistische People’s National Party (PNP) antrat und der man Marley eine gewisse Nähe andichtete. Für andere war es gar die CIA, die die liberalen Botschaften in den Songtexten Marleys damit unterdrücken wollte. Die Täter wurden nie gefasst, und es hat auch nie eine Aufklärung der Hintergründe gegeben. Ähnlich sollten elf Jahre danach die Bandmitglieder Carlton „Carly“ Barrett und Peter Tosh durch Hinterhalte ermordet werden. Dazu später mehr. 
Die Ironie des Überfalls war allerdings, dass – wie erwähnt – zwei Tage später das „Smile-Jamaica“-Konzert stattfinden sollte. Ein Konzert, das ausgerechnet konzipiert war, Frieden zwischen den beiden bis zum Stehkragen bewaffneten politischen Parteien zu schaffen. Marley trat trotz Verletzung auf, und die Band „Bob Marley & The Wailers“ stand plötzlich vor überwältigenden 80.000 Menschen. Die Überraschung darüber stand der Background-Sängerin Judy Mowatt selbst fast 40 Jahre später bei ihrer Darstellung im Marley-Film noch auf der Stirn.
 
Die ganze Rezension (Teil 1) lesen Sie in der Ausgabe 04/2012 

Mitt Romney: Erster Mormone im Weißen Haus?

Montag 25 Juni 2012 at 09:31 am
Von Christian Rogler 
 
Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf befindet sich längst in seiner heißen Phase und es ist davon auszugehen, dass es zu einer sehr knappen Entscheidung zwischen dem Amtsinhaber Barack Obama und seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney kommen wird. 
Mitt Romney, der sich, bevor er die erforderlichen 1144 Delegiertenstimmen für seine Nominierung erlangen konnte, in einem wechselvollen und turbulenten Vorwahlkampf behaupten musste, kann nicht nur auf langjährige Erfahrungen in der Privatwirtschaft, auf Regierungspraxis als Gouverneur von Massachusetts und als Vater des Erfolgs der Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City verweisen. Er wäre im Falle eines Sieges im November auch der erste US-Präsident, der prominentes Mitglied der Kirche Jesu der Heiligen der Letzten Tage wäre - einer Religionsgemeinschaft, die in unseren Breiten vor allem unter der Bezeichnung "Mormonen" bekannt ist. 
Die Mormonen sind eine der ersten Glaubensgemeinschaften, die nicht aus Europa in die Neue Welt gekommen waren, sondern in den USA selbst, namentlich in Manchester, NY, durch den Prediger Joseph Smith, jr. entstand. Dieser hatte eine "Church of Christ" gegründet, die auf der Vorstellung der Existenz verlorener Stämme nach dem Turmbau zu Babel aufbaute, die bereits lange vor Kolumbus den Weg nach Amerika gefunden hätten und denen Jesus Christus vor seiner Auffahrt in den Himmel noch persönlich einen Kern des Evangeliums vermittelt habe. Ihr letzter überlebender Angehöriger sei der nephitische Prophet Moroni gewesen, der Joseph Smith als Engel erschienen sei, um diesem die Übersetzung dieser Offenbarungen in die englische Sprache zu ermöglichen.
Während die Mormonen auf dem Standpunkt stehen, sie selbst würden eine am Urchristentum orientierte Wiederherstellungsbewegung darstellen und originäre Glaubensinhalte vertreten, lehnen andere christliche Gemeinschaften ihre Lehren als "Sonderlehren" bzw. nach dem Neuen Testament ausgeschlossene "Neuoffenbarungen" ab. Darüber hinaus gibt es Differenzen in Fragen wie dem Trinitätsverständnis und der Gesetzlichkeit im Lichte der Erlösung durch Gnade Gottes. 52% der US-Amerikaner ordnen die Mormonen jedoch eindeutig als christliche Denomination ein.
 
Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 04/2012 

"Macht. Macht. Macht." oder Drittklassige Spielarten der Dekadenz

Montag 25 Juni 2012 at 09:29 am
Von Heike Geilen
 
Nur noch wenige Monate trennen die Handlung dieses Buches von einem der folgenreichsten Börsencrashs der Geschichte: dem allgemein als "Schwarzen Donnerstag" bezeichneten 24. Oktober 1929, der in Folge als Auslöser der "Great Depression" in den USA und einer weltweiten Wirtschaftskrise gilt. Der zuvor jahrelang stark gestiegene Dow-Jones-Index verzeichnete auf einmal einen deutlichen Rückgang und löste bei den Anlegern Panik aus. Auch wenn nur dieser eine Tag sprichwörtlich wurde, zog sich der eigentliche Crash über Tage, und die folgende Baisse erreichte erst 1932 ihren endgültigen Tiefpunkt.
Thomas Wolfe, der 1938 leider viel zu früh, mit erst 38 Jahren an Tuberkulose verstorbene, "beschreibungswütige", vielversprechende amerikanische Autor hat das Manuskript zu "The Party at Jack's", für ihn übrigens seine "am dichtesten verwobene Arbeit", gleichfalls an einem einzigen Tag im Mai 1928 angesiedelt. Der Plot, der auf wahren Ereignissen basiert, kann durchaus als Gleichnis zum "Black Thursday" gelesen werden. Die unterschiedlich langen, substanziellen und signifikanten, vielfach aufeinander bezogenen Kapitel, laufen in der Mitte des Textes auf einen Wendepunkt zu, um hernach in den Bereich der roten Zahlen zu rutschen. 
Als Hauptaktionäre agieren die Jacks, eine im New York der Roaring Twenties zu enormen Vermögen gekommene jüdische Familie: urban, mit distinguierten Umgangsformen, einer herausragenden Stellung in der Welt, mit Macht und stiller Autorität. Er, Mr. Frederick Jack, ein liberaler, lebenskluger und Ordnung liebender Wall-Street-Broker, "fest verankert auf seinem Fels aus Luxus und Stille im dichtesten, zentralsten Geflecht des Menschengewimmels, der Prinz der Atome, umgeben von Chaos, diesem Luxus von Raum und Stille und Licht und eisenumgürteter Sicherheit". Sie, eine Frohnatur, Bühnen- und Kostümbildnerin: praktisch veranlagt, energisch und mit einer "heimlichen" Affäre, hinter der sich der Autor höchstpersönlich verbirgt. 
 
Die ganze Rezension lesen Sie in der Ausgabe 04/2012 

Nottaufe für Winnetou?

Montag 25 Juni 2012 at 09:26 am

Der christliche Missionseifer im Werk von Karl May

Von Christian Knoche

Meine Erinnerung an die Werke Karl Mays ist schwach, aber präsent. Gelesen habe ich sie alle mindestens ein mal, seine Abenteuerromane. Die Karl-May-Bibliothek  meiner Familie besteht aus den gesammelten Werken, teilweise noch gedruckt zu Lebzeiten des Autors und in altdeutscher Schrift. Meine Oma hatte diese Bücher, die alle bereits durch die Hände ihrer drei Kinder gegangen waren, irgendwann neu einbinden lassen und seit dem harrten sie im Bücherregal auf die Enkelkinder. Nach dem ich lesen gelernt hatte, stöberte ich oft in diesem Bücherregal umher und las alles was mir in die Hände fiel. Mein Vater befand jedoch das „Der IKS-Haken“ von Joseph Heller nicht unbedingt geeignet für einen zehnjährigen ist und machte mir Karl May schmackhaft. Davon konnte ich schon bald nicht mehr lassen.

Ich las seine Bücher an ständig und überall, im Bus auf dem Weg zur Schule, heimlich im Unterricht unter Bank oder zu Hause im Garten. Dort draussen im Liegestuhl unter dem Kirschbaum, den Schäferhund auf der einen und den Dackel auf der anderen Seite, so konnte ich den ganzen Tag verbringen. So oft und lang las ich, das ich irgendwann aus dem Zimmer ausquartiert wurde, das ich damals noch mit meinem Bruder teilte. Meine Mutter bezog mir das alte Klappbett in der Dachkammer die als Gästezimmer genutzt wurde, mein Vater besorgte mir eine Leselampe und ich hatte Ruhe und wurde auch in Ruhe gelassen, ungeachtet der Uhrzeit. Karl May ist daher für mich nicht nur verknüpft mit den Helden seiner Romane sondern auch mit dem leicht muffigen Geruch der Dachkammer und dem leisen Summen der alten Lampe, aber vor allem auch mit der persönlichen Freiheit, die mir zugestanden wurde. Ich durfte wach bleiben solange ich wollte wenn ich im Bett war las.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 04/2012

Vor 50 Jahren wurde Adolf Eichmann gehängt

Montag 25 Juni 2012 at 09:24 am
Von Attila Teri
 
Kennen Sie Eichmann? Das war dieser unscheinbare, untersetzte, unauffällige Mann, der auf den ersten Blick keine Fliege was antun könnte. Im Gesicht grau, wie eine Leiche, die vor ihrem Ableben nie die Sonne gesehen hatte, natürlich Brillenträger, leise, höflich, mit allen Attributen „gesegnet“, was einen ordentlichen, deutschen Beamten auszeichnet. Und vermutlich hat Eichmann in seinem ganzen Leben auch nie eine Fliege was angetan – er hat „nur“ den Massenmord an sechs Millionen Juden organisiert, Amtswegen, frei nach dem Motto: „Bitte glauben Sie mir, es ist wirklich nicht persönlich, ich muss Sie halt in die Gaskammer schicken! Vorschrift ist Vorschrift, das verstehen Sie doch, oder? Wo kommen wir denn hin, wenn jeder macht, was er will!“ Eichmann endete bekanntlich trotzdem am Galgen.
Als ich die Vollstreckungsstelle des Finanzamtes betrete, falle ich fast aus den Schuhen, Eichmann sitzt vor mir an seinem Schreibtisch. Na Servus, sagt man wohl in Bayern. Der Klischeejude und der deutsche Klischeebeamte sind wieder vereint. Muss ich jetzt auch völlig unpersönlich in die Gaskammer? – frag ich mich. Es wäre auf jeden Fall die adäquate Lösung aller Probleme, mit denen ich mich herum schlagen muss. Denn der Anlass meines Besuches ist, dass ich, wieder Mal, völlig pleite bin und dermaßen mit dem Rücken zu Wand stehe, wie vor einem Erschießungskommando.
 
Den ganzen Essay lesen Sie in der Ausgabe 04/2012 

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