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PANKE-SPIEGEL 03/2012

Montag 23 April 2012 at 10:28 am

Der große Meister und die Angst

Montag 23 April 2012 at 10:08 am

Warum Gábor Presser keine Interviews mehr gibt

Von Attila Teri

Ich bin anscheinend eingenickt bei den wohltuenden Klängen der gleichmäßig ratternden Räder und träume von „Perlen im Haar“. Der Schlag reißt mich förmlich aus dem Sitz. Was ist passiert? Ist der Musikzug entgleist und gegen eine Wand gefahren? Mir tut plötzlich alles weh, und ich weiß nicht einmal, ob ich wach bin, träume oder gerade starb. Ich fühle mich so, wie wenn ich mit rasender Geschwindigkeit eine Zeitreise angetreten hätte, die anscheinend in einer Endlosschleife mündet! 

Plötzlich höre ich ganz weit weg, kaum wahrnehmbar, Bruchstücke des ersten richtigen ungarischen Rock und Popmusicals. „Fiktiver Report über ein amerikanisches Popfestival“, das in den 70er Jahren in Ungarn fast jedem aus dem Herz gesprochen hat, der von Freiheit träumte. Es ist die fiktive Geschichte, durch fiktive Personen erzählt,  von dem berühmt-berüchtigten Konzert der Rolling Stones 1969 in Altamont, bei dem die angeheuerten Sicherheitsleute von den „Hells Angels“ einen Zuschauer töteten. Anna Adamis schrieb die Songtexte und Tibor Déry das Buch! Die Songs selbst stammen von Gábor Presser. Die Musik verschwimmt immer wieder, vermischt sich mit  dem Dröhnen einer ganzen Armada von im Gleichschritt marschierenden Springerstiefeln, die förmlich durch meinen Kopf schwadronieren. Ein nicht enden wollender Albtraum. 1944, 1956 - die Jahre des roten Terrors, 1989 - die Auferstehung der Hoffnung! 2012! Wofür steht 2012? 

Den ganzen Essay finden Sie in der Ausgabe 03/2012

West-Kippen aus dem Ost-Laden

Montag 23 April 2012 at 10:05 am

Vor 50 Jahren eröffnete die DDR ihre "intershops"

Von Peter Krause

Bei allem Jubel über die Wende 1989 brachen ab 1990 für den „sparsamen“ West-Berliner Welten zusammen: Seit „zusammenwuchs, was zusammen gehört“, kippte mit der Wiedervereinigung auch der zollfreie Verkauf von Tabakwaren und Spirituosen in den vom DDR-Regime seit dem 14. Dezember 1962 betriebenen „intershops“. Hier konnte sich der West-Berliner nach kurzer Anreise mit der S-Bahn auf dem Bahnhof Friedrichstraße recht ungehindert mit seinem französischen Lieblingscognac oder seiner favorisierten  West-Zigarettenmarke zu erheblich günstigeren Preisen eindecken, als es ihm wegen der Steuerbelastung im Westteil der Stadt möglich war. Bereits im Gründungsjahr erwirtschafteten die Kommunisten hier 1 Million D-Mark an „Valuta“, wie die begehrten und existenziellen Devisen im Ost-Jargon genannt wurden. Vage Schätzungen ergaben, dass die Umsätze im Laufe der Jahre des Bestehens der „intershops“ bis auf zwei Milliarden D-Mark anwuchsen. Und einen weiteren Nebeneffekt hatte die Einrichtung der „intershops“ auf dem S-Bahnhof Friedrichstraße: Jetzt wurde die von den West-Berlinern größtenteils boykottierte und von der Deutschen Reichsbahn auch im Westteil betriebene S-Bahn genutzt. Zumindest für den Einkauf zollfreier Waren. 

Ausgehend vom S-Bahnhof Friedrichstraße weitete sich das Netz der „intershops“ immer weiter über das gesamte Territorium der DDR aus. Ab 1974 wurden sie auch für DDR-Bürger geöffnet – sofern sie denn im Besitz westlicher „Valuta“ waren. Angesichts der Vielfalt der westlichen Konsumwaren, die mittlerweile unmittelbar wahrnehmbar wurden, entwickelte sich der Druck der Bürger auf die DDR-Administration so stark, dass schließlich nachgegeben werden musste. Fortan gab es von den West-Besuchern statt West-Kaffee oder West-Spirituosen vorrangig Bares in „Valuta“. Nur damit konnte in den „intershops“ eingekauft werden. Man munkelt, dass auf diesem Weg jeder DDR-Bürger von den Bürgern der Bundesrepublik mit etwa 120 D-Mark per anno „subventioniert“ wurde.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 03/2012

Wie die First Lady der SED ihre Windeln wäscht

Montag 23 April 2012 at 09:58 am

Von Thomas Steierhoffer

Wut und Entsetzen machen sich breit in der öffentlichen Diskussion um das von der ARD ausgestrahlte Interview mit der First Lady der DDR, Margot Honecker. „Da zieht's einem doch glatt die Schuhe aus“, erregt sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in der 90minütigen Dokumentation von NDR-Redakteur Eric Friedler. Zwei Jahre habe er gebraucht, um die einstige Volksbildungsministerin und Ehefrau von SED-Chef Erich Honecker zu einem Interview zu bewegen, verkündet der Autor. Eine Bedingung habe die nunmehr 85jährige unverbesserliche Stalinistin gestellt: Ein ihr bekannter Journalist, der in der DDR für die Stasi spitzelte und heute DDR-verklärende Bücher verlegt, sollte während der Gespräche in Santiago de Chile anwesend sein. Alle Fragen wurden zugelassen, drei Tage lang, jeweils für eine Stunde, empfing Margot Honecker dann das Fernsehteam um Eric Friedler. Was die Journalisten dabei hörten, verschlug so manchem Zuschauer der ARD buchstäblich die Sprache.

In dem Film „Der Sturz – Honeckers Ende“ konnte die noch immer Beton anrührende Greisin sehr ausführlich ihre Sicht auf die DDR, die Weltpolitik und die Rolle ihres Mannes darlegen. Dabei zeigte Honecker, die auch für zahlreiche Zwangsadoptionen von Kleinkindern in der DDR verantwortlich gemacht wird, keinerlei Reue oder Einsicht in etwaige Fehler, sondern verteidigte das DDR-Regime und den Kommunismus im Allgemeinen.

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) reagierte in der „Bild“-Zeitung empört. „Die Aussagen bestätigen noch einmal die Wut, die wir schon zu DDR-Zeiten auf Margot Honecker hatten. Stasi-Chef Mielke und Volksbildungsministerin Honecker waren die meist gehassten Figuren des DDR-Regimes.“

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 03/2012

Der Präsident der Herzen

Montag 23 April 2012 at 09:56 am
Von Tim Fabian Kloss 
 
Schon 2010 führte der Präsidentschaftskandidat Joachim Gauck in allen Umfragen deutlich vor seinem Kontrahenten, dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU). Kaum jemand hätte gedacht, dass der Kandidat von CDU/CSU und FDP erst im 3. Wahlgang die erforderliche Mehrheit in der Bundesversammlung bekommt. Joachim Gauck sollte noch 20 Monate warten müssen. Der Rücktritt des 10. Bundespräsidenten machte es möglich, dass sich alle Parteien, mit Ausnahme der Linken, auf den Kandidaten einigten, der für die meisten Deutschen ohnehin schon ihr Präsident der Herzen war. Nun ist er es wirklich. 
Der 72-jährige Theologe und ehemalige DDR-Bürgerrechtler ist ein Meister des gesprochenen Wortes, der einzigen Macht, die unserem Bundespräsidenten laut Verfassung zugestanden wird. Joachim Gauck hat viel zu sagen, und das macht er gut. Als „reisenden Demokratielehrer“ hat er sich selbst immer bezeichnet. Die Menschen hören ihm gerne zu, wenn er über sein Lieblingsthema, die Freiheit, spricht. Und zwar nicht nur deshalb, da es gut vorgetragen, sondern da es authentisch ist. Gauck selbst hat in der sogenannten DDR die Freiheit mit erkämpft, für die er jetzt so leidenschaftlich wirbt. In Erinnerung an die ersten freien Volkskammerwahlen sagte das frisch gewählte Staatsoberhaupt am 18. März 2012, exakt 22 Jahre später: „Ich habe mir damals fest vorgenommen, ich werde niemals, niemals eine Wahl versäumen“. Für diesen Satz bekam Joachim Gauck großen Beifall in der Bundesversammlung. Man weiß um die Politikverdrossenheit in Deutschland. Freiheit und Verantwortung gehören untrennbar zusammen. Die Freiheit, wählen zu dürfen und die Verantwortung, auch wirklich wählen zu gehen. Wenn es dieser Bundespräsident schafft, an das Verantwortungsgefühl derer zu appellieren, die ihr Wahlrecht als lästige Selbstverständlichkeit betrachten, schon dann hat er ungemein viel für dieses Land erreicht. 
 
Den ganzen Essay finden Sie in der Ausgabe 03/2012 

Editorial

Montag 23 April 2012 at 09:54 am
Liebe Leserinnen und Leser,
 
ehrenamtlich und nebenberuflich arbeite ich derzeit als Psychotherapeut für den Rest eines Hühnervolkes, in das eine hungrige Füchsin eingedrungen ist und im Blutrausch 80 Prozent erlegt hat. Jetzt geht es darum, die Truppe zu Kampfhühnern auszubilden und ihr Selbstwertgefühl zu stärken... Nun, wir sind schon einen Schritt weiter! Zunächst hatte ich mit den Überlebenden einen Kreis gebildet, und wir haben uns ausgetauscht. Dabei war ich natürlich der Zuhörer. Es wurde schnell deutlich, dass der Rest des Hühnervolkes unter schweren Depressionen leidet. Und so habe ich mich entschlossen, ihnen Marxismus/Leninismus zumindest in den Grundlagen beizubringen. Erstaunlich, dass alle sofort begriffen, ein einziger Hühnerzeh ist schwach, aber wenn sie alle gemeinsam ihre Füße zu Fäusten ballen, können sie eine Macht bilden gegen jeden Aggressor. Derzeit stehen therapeutisches Hühnertragen und -werfen sowie die Stählung der Kleinhühnerfaust auf dem Therapieprogramm. Noch kurz zur weiteren Therapieplanung: Dialektischer und historischer Materialismus müssen zumindest in Sachen Klassenbewusstsein und Klassenkampf vermittelt werden, auf dass die Hühner ihr proletarisches Selbstverständnis nicht widerstandslos der Nahrungskette opfern! Wie ich ihnen das jedoch beibringe, weiß ich derzeit noch nicht genau. Also, mit mir sind wir jetzt zwölf Persönlichkeiten. Jetzt kommt es aus therapeutischer Sicht und Ethik dringend darauf an, dass die elf gefiederten Ladies in mir nicht etwa den Messias zu erkennen trachten!
Auf dem Gebiet der „Graffiti“ Schmierereien ist ein deutlicher Rückgang in Panketal zu verzeichnen. Dies hängt sicher auch damit zusammen, dass die Gemeinde bereits vor Jahren schon Flächen und Material zur Verfügung gestellt hatte, um künstlerische Aktivitäten zu fördern. Zwar ist das kommunale Projekt ausgelaufen, doch der regionale Stromlieferant lässt seine Trafostationen gestalten. Diese Aktivitäten zeigen mehr oder weniger, dass es mitunter Sinn macht, Kreise zu bilden und sich auszutauschen. Und zwar im Sinne von Eigentümern und Farbbegeisterten gleichermaßen. 
 
Thomas Steierhoffer
Chefredakteur 

Ausflugslokal & Tonfilmpalast

Montag 23 April 2012 at 09:52 am
Von Nadine Muth
Dem Gebäude in der Heinestraße 31 sieht man heute nicht mehr an, dass es einst als imposantes Gasthaus auf Ansichtskarten abgebildet war. 
Als Restaurant „Waldhaus“ war es 1899 vom Gastwirt Ferdinand Küsel errichtet worden. Das Grundstück, unmittelbar an der Bahnstrecke der Berlin-Stettiner Eisenbahn gelegen, hatte Küsel von Carl Winkler gekauft. Die Parzelle war damals noch mit „an der Bahn Straße 177“ bezeichnet. 
Im Mai 1899 stellte Küsel einen Bauantrag, und wenige Wochen später war bereits der Rohbau fertig. Es ist anzunehmen, dass die Gastwirtschaft im Jahr 1900 bereits in Betrieb war, denn schon im Oktober 1899 war die Gebrauchsabnahme erfolgt. Küsel bewirtschaftete das Restaurant gemeinsam mit seiner Frau Henriette, geborene Marx. 
1903 wurde das „Waldhaus“ um einen Saalanbau erweitert. Maurermeister Schönfeldt hinterließ hier, wie auch bei vielen anderen Gebäuden in Röntgental, seine Handschrift. Die Adresse des Gasthofs lautete zu jener Zeit Bärwolfstraße 10/11.
Bemerkenswert ist auch, dass das „Waldhaus“ den ersten Fernsprecher in Zepernick/Röntgental besaß. Der Gastwirt leistete sich den Luxus, eine Telefonleitung von Buch verlegen zu lassen. Der Anschluss trug die Nummer 2 des Amtes Buch. Auf diese Initiative ist zurückzuführen, dass die Gemeinde auch heute noch ans Berliner Telefonnetz angeschlossen ist.
 
Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 03/2012 

Das große Totenbuch der Rockmusik

Montag 23 April 2012 at 09:45 am

Die beiden leidenschaftlichen Fans der Rockmusik und des Jazz, Stefan Hauser und Milan Tillich, haben den 5. Jahrgang eines Jahreskalenders mit den verstorbenen Größen der populären Musik auf den Markt gebracht. Die deutsche Ausgabe des in schwarzes Leinen gebundenen Buches beträgt 4.000 Exemplare. 2.000 Stück wurden in englischer Sprache gedruckt. Das Projekt sucht weltweit seinesgleichen  

PANKE-SPIEGEL: Wo kommt ihr her, welchen biographischen Hintergrund bringt ihr mit?

Milan: Ich komme aus Panschwitz-Kukau, was in Sachsen liegt, in der Lausitz. Von dort kenne ich Stefan, der aus Bautzen stammt. Ich habe eigentlich sehr früh angefangen, mich mit alter Musik zu beschäftigen. Die erste CD, die ich geschenkt bekam, war tatsächlich „Help“ von den Beatles! Das war nämlich die Zeit, wo alle Welt von Vinyl auf CD umgestiegen ist. Mit Stefan habe ich dann sehr viel Heavy Metal gehört und eigentlich alle Dekaden der sogenannten „Elternmusik“ für mich selbst nochmal aufgerollt. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich auf Vinyl umgestiegen bin. Ich wohnte damals mit Stefan zusammen, und der hatte schon eine riesige Plattensammlung. So entstand das Interesse. Stefan ist ja 13 Jahre älter als ich, und ich bezeichne ihn gerne als meinen väterlichen Freund.
Stefan: Zu mir gibt es nicht viel zu sagen. Ich bin Jahrgang 70 und habe eine typische Ostbiografie mit Jungpionieren, FDJ und Lehre zum Technischen Zeichner. Die Musik war in meinem Leben irgendwann da, aber ich kann nicht sagen, wie. Meistens kam das Material über tausendmal überspielte und abgenudelte Tapes aus dem Untergrund, die jemand in Ungarn oder Polen gekauft und dann überspielt hatte. Aber plötzlich beschäftigte ich mich immer mehr mit der Musik. Oft habe ich die Namen der Bands und der Titel rein phonetisch erfasst und rausgeschrieben. Als ich dann später die echten Namen erfuhr, war die Überraschung mitunter groß. Aber es war schon auch lustig. Auf wundersame Weise hat sich unser Musikwissen auf einmal gebündelt und in dem Buch manifestiert.
 
Das ganze Interview lesen Sie in der Ausgabe 03/2012  

Energiekonzept mit klarem Verstand

Montag 23 April 2012 at 09:39 am
Interview mit Bürgermeister Rainer Fornell

Herr Fornell, Was hat es mit Ihrer Idee von einem Panketaler Energiekonzept auf sich?

Fornell: Momentan gibt es Förderprogramme der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Mit 75 Prozent werden darüber kommunale Energiekonzepte gefördert. Bei der allgemeinen Debatte um die Energiewende tauchen jetzt Ingenieurbüros auf, die mit Beratungsangeboten durchs Land ziehen und ihre Dienste anbieten. Persönlich stehe ich auf dem Standpunkt, dass ich zum vernünftigen Umgang mit Energie nicht erst ein Beratungsbüro zu Rate ziehen muss. Ich weiß, wie ich zu lüften habe: nicht Dauer, sondern Stoßlüften! Ich weiß, dass ich Strom sparen kann, wenn ich energiesparende Leuchten einsetze, wenn ich Nachtabschaltung nutze und Bewegungsmelder installiere. Ich weiß, dass ich mittels Gebäudedämmung einen hohen Wirkungsgrad bei Heizenergie erziele. Ich weiß, dass die Gemeinde auf den Verbrauch ihrer Dienstfahrzeuge achten muss, dass Computer ohne eigene Festplatten und mit Serverzugriff deutlich mehr Energie sparen als herkömmliche PCs. Aus diesen Gründen bin ich von den Energiekonzept-Beratungsbüros nicht überzeugt. Die sitzen dann vier oder sechs Wochen in allen Büros und fragen einem Löcher in den Bauch, um anschließend aufzuschreiben, was man ohnehin schon weiß. Und dafür stellen sie dann Rechnungen über 60, 80 oder 90 Tausend Euro! Ich halte Fördermittel an dieser Stelle für ein süßes Gift. Man sollte sich dann überlegen, ob man so eine Firma auch dann beauftragen würde, wenn man die Kosten zu 100 Prozent selbst zu tragen hätte. Also, die Gemeinde Panketal verzichtet darauf und nutzt ihre eigenen Erkenntnisse zur Einsparung von Energie.

Wie sieht das konkret aus?

Fornell: Vor Jahren schon haben wir damit begonnen, bei der Straßenbeleuchtung auf die LED-Technologie zu setzen. Große Straßenkomplexe wurden beispielsweise auch mit Dimmungsanlagen ausgerüstet. Im Jahr hat die Gemeinde immerhin 190.000 EUR nur für Straßenbeleuchtung zu zahlen. Und da zeigt sich gerade durch die Dimmung der Laternen ein sehr hoher Wirkungsgrad bei der Energieeinsparung. In der mittelfristigen Finanzplanung gibt es Projekte, die sich mit der Gebäudedämmung beschäftigen. Zum Beispiel mit der alten Sporthalle in Zepernick, die eine regelrechte Energieschleuder ist. Solche dinge erkenne ich eben auch allein, ohne einem Berater viel Geld zahlen zu müssen.

Das ganze Gespräch lesen Sie in der Ausgabe 03/2012 

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