Rubriken

Neueste Kommentare

Thomas Steierhoff… (10 Jahre PANKE-SP…): So, die Ausgabe zu 10 Jahre PANKE-SPIEGEL ist frisch aus der Druckerei gekommen und schon an alle Aut…
Olaf (Das Sanatorium He…): In der Gemeindevertretung Panketal wird derzeit ein eventueller Abriss diskutiert. In Panketal werden…
beatOpa (PANKE-SPIEGEL in …): Hier der Link zum Interview: lebenszeitung .de/audio/SBS%20Radio%20Sy dney_19-07-2016k.mp3
Thomas Steierhoff… (Ab 1. Juli im Ein…): Liebe Leserinnen und Leser, es fällt schwer, das kürzlich erschienene Buch „Kassensturz“ von Michae…
beatOpa (Domain ist umgezo…): Wunderbar!
Björn (Domain ist umgezo…): Geht doch!

Stichwörter

Archive

Links


News Feeds

XML-Feed (RSS 1.0) 
XML: Atom Feed 

Editorial

Mittwoch 29 Februar 2012 at 08:31 am
Liebe Leserinnen und Leser,

ab der 5. Klasse hatten wir Englisch an der Schule. Meist ging es um den schweren Kampf der englischen Arbeiterklasse gegen die Ausbeutung durch die kriegstreibenden Imperialisten. Doch eines Tages bot uns die Lehrerin - sie hieß Frau Baade - an, auch Songtitel resp. Texte zu übersetzen. Das fand ich gut! Und ich fragte gleich mal nach dem Sinn von „(I Can't Get No) Satisfaction“? Die Lehrerin wurde puterrot, rang nach Luft und zog ihr Angebot „immedialtly“ zurück. Fortan ging es nur noch um die englische Arbeiterklasse und ihren Kampf gegen ... Mich hat das jedoch nicht abbringen können von meiner Begeisterung für die Beatmusik und die wohl größte Band in der Geschichte des Rock’n’Roll: The Rolling Stones. Im Gegenteil! Meine Plattensammlung wächst und gedeiht, gerade ist das Doppelalbum „Vintage VVinos“ von Stones-Gitarrist Keith Richards auf rotem Vinyl hinzugekommen. Was man aber dennoch erwähnen muss: Es ist schon schlimm, wie die Amerikanismen die Sprache Schillers, Goethes und Nietzsches verhunzen! Schreibt mir doch einer, er müsse erstmal „Groupie googeln“. Kann er das nicht in gepflegtem Deutsch sagen? Etwa so: „Es ist an der Zeit, dass ich mal Gruhbie guhgeln tue“? Wenngleich wir hier erneut erkennen, dass Übersetzungen oder gar Transkriptionen schnell an die Grenze der Geschmacklosigkeit stoßen! Denn welche Grubenarbeiterin lässt sich schon gerne „Groupie“ oder „Gruhbie“ nennen? Da macht es auch der Verweis auf die meist horizontale Arbeitsposition nicht besser. Ähnlich verhält es sich mit „Carsharing“. Warum kann man nicht einfach „Gemeinschaftsauto“ oder „Teilauto“ sagen?
So Gott will und mit ein wenig Glück werde ich in einer der nächsten PANKE-SPIEGEL Ausgaben ein Interview mit Literaturnobelpreisträger Imre Kertesz („Roman eines Schicksallosen“, „Kaddisch für ein nicht geborenes Kind“ ...) präsentieren können. Er hat die Konzentrationslager der Nazis überlebt, den Kommunismus erlebt und fühlt sich jetzt glücklich in Berlin.
Ihnen wird sicher mein neues Foto ins Auge gefallen sein, und Sie fragen sich, was es damit auf sich hat? Man muss schon Angst haben, wo der ehemalige Herr Bundespräsident Wulff doch gesagt hat, der Islam sei ein fester Teil deutscher Kultur, und wo er so lange auch gar nicht zurücktreten wollte. Deshalb habe ich mir vorsorglich und in vorauseilendem Gehorsam schon mal mein Kopftuch umgebunden!
Sie können diese Ausgabe drehen und wenden, wie Sie wollen, sie bleibt ein echter PANKE-SPIEGEL. Diesmal präsentieren wir zwei Titelseiten - eine lokale und eine für die Kultur. Warum die Heinestraße 1 mit einem Schillerzitat geschmückt ist, wissen wir nicht. Sollten Sie eine Erklärung haben, schreiben Sie uns bitte ...   

"Ein Ort schweigt"

Mittwoch 29 Februar 2012 at 08:24 am

Von Nadine Muth

Für ihre verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit in der Erforschung der Bucher Medizin- und Zwangsarbeitsgeschichte war Rosemarie Pumb im Dezember 2011 von der Bezirksverordnetenversammlung Berlin Pankow ausgezeichnet worden. Über viele Jahre hat sie Akten und Sterbeurkunden gesichtet und ausgewertet, mit Zeitzeugen gesprochen, hat Artikel verfasst und den Finger in die Wunde gelegt. Nicht immer stieß ihre Arbeit auf Anerkennung, denn die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Bucher Krankenanstalten hält auch düstere, beschämende Kapitel bereit. Mit Vorliebe wird an die rühmlichen Ereignisse der Bucher Medizingeschichte erinnert, wird die Architektur und Modernität für die damalige Zeit als richtungsweisend gepriesen. Doch was sich hinter der ansehnlichen Fassade zur NS-Zeit abspielte, was durch das unfassbare moralische Versagen eines Großteils der Mediziner ermöglicht wurde, das bleibt ein gern verschwiegenes Thema. „Bis heute wird nicht wahrgenommen, dass die Krankenanstalten Berlin-Buch während der NS-Zeit mit zu den größten, geheimen Tötungseinrichtungen in Deutschland gehörten und dass hunderte von Mitarbeitern angesichts der Verbrechen an Kranken zumindest die Augen verschlossen haben“, schreibt die Autorin. 
Durch die umfassende Auswertung von Sterbeurkunden ist für die Zeit zwischen 1935 und 1942 eine deutliche Zunahme von Todesfällen festzustellen. Es sterben etwa 8.000 Patienten mehr, ohne medizinische Erklärung. In Anbetracht der Nazi-Ideologie der „Aufzüchtung der arischen Rasse“ und der Gesunderhaltung des „Volkskörpers“ liegt der Verdacht nahe, dass ein erheblicher Teil der Patienten, vor allem geistig und körperlich behinderte, aus eugenischen und wirtschaftlichen Gründen ermordet wurde.
Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 02/2012 

Gaudium magnum: Habemus Papam

Mittwoch 29 Februar 2012 at 08:22 am

Von Thomas Steierhoffer

Die weit mehr als hundert Kardinäle aus der ganzen Welt, die nach dem Kirchenrecht allein berechtigt sind, den Papst aus ihrer Mitte zu wählen,  sind nach Rom gekommen. Gebeugt von den Jahren und der Last der Ämter und Würden ziehen sie ein in die Sixtina, wo sie unter Michelangelos Fresko vom Jüngsten Gericht das Konklave abhalten werden. Auf ihrer Prozession durch den Vatikan hinein in die Sixtinische Kapelle singen und beten sie und rufen die Heiligen der Kirche um Beistand und Erleuchtung an. In Großaufnahmen zeigt der italienische Regisseur Nanni Moretti die alten Männer mit ihren meist roten Gewändern und den Bauchbinden, die Zeichen der Macht und des rechten Glaubens sind. Das Konklave, also die den Papst hinter versiegelten Türen wählende Versammlung, gilt als eines der letzten großen Geheimnisse in unserer aufgeklärten Welt mit den atemberaubenden Möglichkeiten der Echtzeitkommunikation. Nichts, aber auch gar nichts darf aus der Sixtina während und nach einer Papstwahl nach draußen dringen! Die Kardinäle schwören Verschwiegenheit, die Stimmzettel werden nach jedem Wahlgang verbrannt. Meistens mit nassem Stroh, so dass schwarzer Rauch aus dem berühmten Schornstein steigt, auf den die Menschen auf dem Petersplatz in diesen Tagen wie gebannt starren. Doch dann - die Kardinäle konnten sich auf einen Kandidaten aus ihren Reihen einigen - steigt weißer Rauch auf, und der Welt wird durch den obersten Zeremoniar des Vatikans von der Loggia in St. Peter verkündet: „Annuntio vobis gaudium magnum; habemus Papam!“

Die ganze Filmkritik lesen Sie in der Ausgabe 02/2012 

Keith is GOD oder Vinyl lebt!

Mittwoch 29 Februar 2012 at 08:20 am

Von Thomas Steierhoffer

Gegen 01:30 Uhr erhalte ich die E-Mail, in der mir der Plattenhandel mitteilt, das bestellte Doppelalbum sei an mich verschickt worden. Voller Begeisterung und Vorfreude bleibe ich noch eine Weile am Rechner und lese die Zug um Zug eingehenden Informationen: „Greven: Die Sendung wurde im Start-Paketzentrum bearbeitet.“ Etwas später: „Die Sendung ist ins Ziel-Paketzentrum unterwegs.“ Dann werde ich müde, gehe ins Bett und freue mich auf den nächsten Tag. Im Internet heißt es gleich morgens: „Börnicke: Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet.“ Etwas später lese ich dann schon: „Die Sendung wurde ins Zustellfahrzeug geladen.“ Nun weiß ich genau, es dauert noch etwa zwei Stunden, dann ist das Album da! Nach zweieinhalb Stunden klingelt mein freundlicher Postbote und übergibt mir das heiß erwartete Paket. Ich frage ihn: „Wissen Sie, was Sie mir gebracht haben? Er: „Eine Schallplatte?“ Zunächst stutze ich. Dann wird mir klar, dass er auch schon älteren Baujahres ist, und ich lächle: „Keith Richards! Doppelvinyl! Rot!“ Unsere Blicke treffen sich, werden tief, und plötzlich weiß ich, dass er weiß ... 

Die weißen Handschuhe und das Schweizermesser liegen schon bereit

Vorsorglich habe ich mir – vorbereitet wie immer – meine weißen Samthandschuhe bereitgelegt, das rote Taschenmesser aus der Schweiz schon ausgeklappt. Endlich ist es so weit. Ich öffne das Packet mit einem Ruck am Zugfaden aus rotem Plastick. Der Deckel geht ganz leicht auf. Und jetzt halte ich die beiden Schallplatten endlich in der Hand: „Keith Richards – Vintage VVinos“. Gänsehaut überläuft meinen Rücken. Allein schon das Cover! Weißer Hintergrund mit einem schwarzen Aufkleber. Darauf ist zu lesen: „The first solo collection from Keith Richards – 2 LPs on red 180g Vinyl ...“ Und dann der Mann, der mir der Gott des Rock’n’Roll schlechthin zu sein scheint: Keith leibhaftig. Nicht nur auf dem Cover, schwarz-weiß zeigt er uns seinen markanten Rücken, seine leicht angegraute Mähne wird vom berühmten Stirnband in Form gehalten, der Ohrring hängt tief, in seiner rechten Hand schwenkt der Gitarrist der wohl größten Rockband aller Zeiten ein volles Bierglas mit fein säuberlich gezapfter „Tulpe“. Seine Jeans sind diesmal über die Stiefel gezogen, in denen er sein Messer stets am Mann führt. Der schwarze Lodenmantel berührt fast den Boden, nein, er berührt ihn! Wie ein König im Ornat scheint sich Keith aus dem Bild zu schleichen. Doch damit nicht genug, wie bereits angedeutet. Die Seite 4 des Doppelalbums zeigt die beschriebene Szene noch einmal, hier jedoch tief in Vinyl gepresst. Also, Vorsicht! Hier bitte keine Abtastnadel ansetzen ...

Die ganze Rezension lesen Sie in der Ausgabe 02/2012

Von der Kunst des Zuhörens

Mittwoch 29 Februar 2012 at 08:17 am

Von Thomas Steierhoffer

Ein Neujahrsempfang biete Gelegenheit, Bilanz zu ziehen, betonte Bürgermeister Rainer Fornell während seiner Rede zum Panketaler „Neujahrsempfang“, der am 27. Januar zum ersten Mal im Rathaus stattfand. Aus den angekündigten 30 Minuten Redezeit wurde mal locker eine dreiviertel Stunde, in der Fornell die geladenen Gäste, die sich auf allen Fluren des Rathauses versammelt hatten, nachdrücklich mahnen musste, sie mögen ihm doch zuhören, denn schließlich „lade ich ein, dass Sie mir zuhören!“ Aber auch eine deutliche Redepause hinderte viele nicht daran, ihre Gespräche zu beenden und dem Bürgermeister, der die Highlights des  vergangenen Jahres präsentierte, Gehör zu schenken. Diese Tatsache ansich war schon peinlich, aber als dann auch noch die musikalischen Darbietungen des Streichertrios zugequatscht wurden, dachte mancher wohl zu Recht an eine schlechte Kinderstube bei vielen geladenen Zeitgenossen. Die fünf Panketaler Bürger, die von ihren Vereinen und Organisationen zum „Ehrenamtler des Jahres“ vorgeschlagen wurden und aus den Händen von Britta Stark Blumen und Vorschlagsschreiben entgegennahmen, trugen die Unruhe mit Fassung und Lächeln.

Bundespräsident ohne Scham und Ehre

Mittwoch 29 Februar 2012 at 08:14 am
Von Tim Fabian Kloss
Er ist Geschichte. Nach nur eineinhalb Jahren hat der 10. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland das Feld geräumt. Es war kein Abtritt in Würde, es war ein Abtritt in der Not. Noch nie gab es in Deutschland eine Demonstration gegen einen amtierenden Bundespräsidenten, und noch nie sprach sich eine Mehrheit in der Bevölkerung gegen seinen Verbleib im Amt aus. Seit 2011 ist das anders. Bundespräsident Christian Wulff hatte den Rückhalt in der Bevölkerung verloren. Die einzige Macht des deutschen Staatsoberhauptes ist das gesprochene Wort. Doch was ist das Wort eines Mannes wert, der seine Glaubwürdigkeit verspielt hat? 
Verwerflich ist nicht die Tatsache, sich bei Freunden Geld zu leihen. Verwerflich ist der Umgang des jetzt ehemaligen Bundespräsidenten mit dem, was daraus wurde. Bei all den Vorwürfen zu auffällig günstigen Zinssätzen, muss man fairerweise auch die Bonität des Ehepaares Wulff heran ziehen. Zwar sind die Wulffs nicht die einzigen, aber Redakteure des „Handelsblatt“ haben unter erfundenen Angaben ähnliche, aber trotzdem leicht höhere Zinssätze angeboten bekommen – auch beim Private Banking der BW Bank, die den Privatkredit der Wulffs abgelöst hat...
Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 02/2012 

PANKE-SPIEGEL 02/2012

Mittwoch 22 Februar 2012 at 11:30 am

Sie können ihn drehen und wenden, wie Sie wollen - er bleibt ein echter PANKE-SPIEGEL.

Alle Themen in dieser Ausgabe finden Sie hier:

mehr

Linkdump