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Panketaler Schlendermeile 2011

Montag 28 März 2011 at 12:09 pm

Am 18. Juni verwandelt sich die Schönower Straße zum sechsten Mal in die "Schlendermeile". Wieder eine gute Gelegenheit, ortsansässige Firmen kennenzulernen, sich über Vereine und kommunale Einrichtungen zu informieren und mit Panketalern ins Gespräch zu kommen. Weitere Informationen unter www.schlendermeile.de

Hier ein paar Schnappschüsse aus dem letzten Jahr:

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„Es flüstert die Quelle der Wiese: Luise“

Samstag 19 März 2011 at 11:38 am

Bibliothek am Luisenbad Welche Bedeutung die Panke einst hatte, kann man heutzutage kaum mehr erahnen. Reguliert, begradigt und verrohrt fristet sie ein Schattendasein und ist als lebendiges Stück Natur nur an wenigen Stellen erfahrbar. Der Verein panke.info setzt sich dafür ein, dass der Fluss, der in der Geschichte Berlins und seiner nordöstlichen Umlandgemeinden eine große Rolle gespielt hat, neu ins Zentrum der Wahrnehmung rückt. Mit Touren, Führungen und einem umfangreichen Informationsportal vermitteln sie Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieser Lebensader. Die Gelegenheit, einen besonders geschichtsträchtigen Abschnitt der Panke zu besichtigen, bot sich Anfang März bei der Führung „Von Bildhauern und Büchern“ in Berlin-Gesundbrunnen.
Das Gefälle der Panke machte man sich schon früh zunutze, um Mühlräder von bis zu acht Mühlen anzutreiben. Auch an der heutigen Badstraße gab es eine Mühle. Sie wurde 1714 als Walkmühle erbaut und ab 1731 als Papiermühle weitergeführt, die die Residenzstädte Berlin und Cölln mit Post-, Herren-, Konzept-, Druck-, Lösch- und Zuckerpapier belieferte. Letzte Nutzung erfuhr die Mühle nach einem Wiederaufbau 1844 als Getreidemühle. Als der Tresorfabrikant Carl Arnheim 1891 das Gelände erwarb, wurde der Betrieb eingestellt, das Mühlrad entfernt und in dem Gebäude ein Restaurant eingerichtet. Heute hat dort ein Planungsbüro seinen Sitz.
Gegenüber der Mühle, hinter den Häusern an der heutigen Badstraße Nr. 35-39, wurde 1748 erstmals eine Quelle erwähnt, deren Wasser nach einer Untersuchung als heilend galt. Ab 1757 errichtete Hofapotheker Behm mit königlicher Finanzhilfe ausgedehnte Kureinrichtungen, zu Ehren König Friedrich II. namens „Friedrichs-Gesundbrunnen“: ein Badehaus, Behandlungshäuser und eine Gastwirtschaft. Doch der Boom als Heilbad hielt nur wenige Jahre an, das zwischenzeitlich verfallene Kurbad wurde vom neuen Besitzer ab 1809 in Luisenbad umbenannt. Die Namensgeberin war die damals sehr beliebte Königin Luise, die selbst Gast des Kurbads gewesen sein soll. Zu der feierlich enthüllten Büste dichtete Friedrich Wilhelm Gubitz: „Es hauchen die Stimmen vom Paradiese: Luise/ Es flüstert die Quelle der Wiese: Luise“.
Bald schon sorgte die Verschmutzung der Panke, maßgeblich durch die flussaufwärts liegenden Gerbereien verursacht, für den stetigen Niedergang des Luisenbads als Kurort.
Die Brüder Galuschki kauften um 1870 das Gelände und begannen mit umfangreichen Baumaßnahmen: Das Restaurant Luisenbad wurde abgerissen, das historische Brunnenhaus zunächst verlegt. Es musste aber 1906 dem Bau der Travemünder Straße weichen. Eine Badeanstalt mit Duschkabinen, Wannenbädern und Dampfsauna entstand. Auch der Name änderte sich: Fortan sprach man vom Marienbad. In den Jahren 1887/88 wurde das Vestibül-Gebäude mit dem Restaurant Marienbad errichtet. Es gab einen Ballsaal, eine Kaffeeküche, Kegelbahnen, Theater und Varieté.
Am Rand der stark wachsenden Hauptstadt gelegen, wurde der Gesundbrunnen mehr und mehr zu einer Vergnügungsmeile mit Ausflugslokalen, was er bis in die 1960er Jahre auch blieb. Und die Quelle? 1869 bei Bauarbeiten lädiert, versiegte sie später bei der vollständigen Bebauung des Areals mit Miethäusern. An der Hauswand des so genannten Luisenhauses an der Badstraße Ecke Travemünder Straße lebt sie aber noch weiter, als Reliefdarstellung des Brunnenhauses von 1809.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 02/2011

Der Mord von Röntgental

Samstag 19 März 2011 at 11:28 am

Wer sich die Inschriften auf dem Denkmal im Röntgentaler Goethepark anschaut, dem fällt auf, dass eines der dort geehrten Opfer der Nationalsozialisten nicht wie die anderen in den 40er Jahren ums Leben kam, sondern bereits 1930. Es handelt sich um Albert Kubow. Der brutale Nazi-Überfall auf Reichsbannerleute, die im Meisel’schen Lokal gegenüber vom Goethepark eine Versammlung abhielten, ging im Zuge des „Röntgentaler Mordprozesses“ in die Geschichte ein und findet beispielsweise in einem Studienbrief der Fernuniversität Hagen zum Thema Jugendgewalt in der Weimarer Republik Erwähnung.
Wie man der damaligen ausführlichen Berichterstattung des „Sozialdemokratischen Pressedienstes“ entnehmen kann, hat sich folgendes zugetragen: Am Abend des 5. März 1930 tagte im Lokal „Meisel“ das Tambour-Corps des Reichsbanners, während sich im „Edelweiss“  Röntgentaler Nationalsozialisten versammelt hatten. Beide Gruppen waren bereits am frühen Abend zusammengestoßen, es kam zu Pöbeleien. Eine Trommel wurde eingetreten. Dieses erste Zusammentreffen verlief jedoch vergleichsweise harmlos.

„Wer hat Lust, sich noch ein bisschen mit den Reichbannerleuten herumzuschlagen?“, fragte anschließend einer der Nazis und forderte Verstärkung aus Berlin an. Dass sowohl die Röntgentaler als auch die Berliner Nazis „Händel suchten“ sah das Gericht als erwiesen an. Auf der Fahrt nach Röntgental seien nationalsozialistische Kampflieder gesungen worden und es wurde davon gesprochen, „ganz Röntgental in Klump schlagen zu wollen“. Die Reichsbannerleute, die nach der ersten Begegnung Unheil befürchteten, baten den örtlichen Landjäger Gudat um polizeilichen Schutz. Auch Gastwirtin Meisel bat Gudat, aus Sicherheitsgründen zu bleiben. Dieser jedoch verließ gegen 10 Uhr abends das Lokal Meisel, nachdem er im „Edelweiß“ nur „ein paar Männeken“ gesehen hätte und die ganze Sache als „lächerlich“ einschätzte.
Als Reichsbannerleute und andere Gäste gegen 22.30 Uhr das Lokal Meisel verließen, wurde seitens der Nazis das Pistolenfeuer eröffnet.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 02/2011 

"Erneuerungsbeiträge" für Altanschließer

Samstag 19 März 2011 at 11:26 am

Wer möchte schon gern für etwas bezahlen, über dass er schon lange verfügt? Die Vorbehalte gegen die Erhebung von Altanschließerbeiträgen sind nicht verwunderlich. Wer sich, möglichst unvoreingenommen, mit der Thematik befasst, könnte – der Argumentation des Gesetzgebers folgend – zu der Einsicht gelangen, dass eine Beitragserhebung gerecht und geboten ist. Dennoch werden wohl viele Grundstückseigentümer, die bereits vor der Wiedervereinigung ans Leitungsnetz angeschlossen waren, nicht widerspruchslos zahlen. Nicht nur aus psychologischer Sicht stehen die kommunalen Aufgabenträger vor einer großen Herausforderung. Um für die zu erwartende Klageflut gewappnet zu sein, sind eine „wasserdichte Satzung“ und eine nachvollziehbare Kalkulation ebenso wie eine offensive Öffentlichkeitsarbeit unabdingbar. Der Eigenbetrieb Kommunalservice Panketal hatte angekündigt, 2011 an alle Altanschließer Beitragsbescheide zu verschicken. Bislang sind 29 Bescheide an Grundstückseigentümer ergangen, die schon zu DDR-Zeiten ans Abwassernetz angeschlossen waren. 26 Widersprüche und eine Klage waren das Ergebnis. Bevor nun etwa 4.500 Bescheide an Panketaler Altanschließer im Bereich Trinkwasser verschickt werden, soll der Eigenbetrieb seine Hausaufgaben gründlich machen. Die Gemeindevertreter haben eine Globalkalkulation beauftragt und eine Überarbeitung der Beitragssatzung beschlossen.
er Verein für soziale Gerechtigkeit e.V. hat sich Anfang Februar in einem offenen Brief an die Gemeindevertreter gewandt. Darin wird nicht nur die unzulängliche Öffentlichkeitsarbeit kritisiert, sondern auch die Tatsache, dass bislang noch keine Klarheit über die Höhe der Beiträge herrscht. Adolf Meinert, Gründungsmitglied des Vereins, verweist auf ein Rundschreiben des Ministeriums des Inneren zur Altanschließerproblematik vom Oktober 2009, das offensichtlich unberücksichtigt blieb, bis ein Schwanebecker Bürger bei seiner Internetrecherche darauf stieß und es an einige Gemeindevertreter weiterleitete. Dieses Schreiben, das den kommunalen Aufgabenträgern ausführliche Verfahrensweisen und Gestaltungsvarianten an die Hand gibt, wie z.B. die Möglichkeit differenzierter Beiträge, brachte so erst Anfang 2011 Dynamik in die Angelegenheit.

Den ganzen Artikel lesen Sie in Ausgabe 02/2011

Nahrung, die Kraft gibt

Samstag 19 März 2011 at 11:23 am

Von Jenny Shead
Der Begriff „Vitalstoffreiche Vollwertkost“ wurde von dem deutschen Arzt Dr. Max Otto Bruker (1909-2001) geprägt. Wie schon wenige andere Ärzte vor ihm, erkannte Herr Dr. Bruker den Zusammenhang zwischen dem Anstieg der industriell verarbeiteten Nahrung und der Zunahme der sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Karies, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, rheumatischen Erkrankungen, Hautleiden, Allergien, Krebs u.v.m.
Unter vitalstoffreicher Vollwertkost verstehen wir eine Ernährung, die weitestgehend ohne industriell verarbeitete Nahrungsmittel auskommt und somit noch eine Vielzahl von biologisch wirksamen Stoffen in hoher Qualität enthält.
Damit unser Körper gut funktioniert, brauchen wir Energie, welche aus der Nahrung, die wir zu uns nehmen, hergestellt wird. Die Gewinnung der Energie aus der Nahrung ist für den Organismus ein komplizierter  und kraftaufwändiger Vorgang, egal, um welches Nahrungsmittel es sich handelt. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, sich schnell mal Energie zuzuführen, wenn man eine Tafel Schokolade verputzt. Der aufputschende und vermeintlich kraftspendende Effekt basiert auf hormonellen Reaktionen und ist deshalb auch nur zeitlich begrenzt. Oft stellt sich nach gewisser Zeit ein Leistungstief, Müdigkeit und erneuter Heißhunger ein, denn mit Nahrungsmitteln, die überwiegend aus raffinierten Zutaten bestehen, liefern wir dem Organismus  nicht nur nichts, sondern berauben ihn auch noch wichtiger Stoffe. So wird für den Abbau von Kohlehydraten wie Zucker beispielsweise sehr viel Vitamin B verbraucht, welches aber auch wichtig für die gesunde Funktionstüchtigkeit vieler Zellen, insbesondere der Nervenzellen ist. Aber die B-Vitamine sind nur ein Beispiel. Für den Zuckerstoffwechsel werden viele weitere Stoffe, u.a. auch Mineralstoffe benötigt.
Essen wir hingegen ein naturbelassenes Lebensmittel, wie etwa eine rohe Möhre, führen wir dem Organismus alle Vitalstoffe zu, die benötigt werden, um genau diese Möhre effektiv zu verstoffwechseln, also um daraus Energie zu gewinnen und den Rest wieder auszuscheiden, ohne auf Substanzen zurückgreifen zu müssen, die bereits an anderer Stelle benötigt werden. Auch Möhren enthalten viel Zucker. Jedoch liefern sie gleichzeitig die B-Vitamine und auch Enzyme und Mineralstoffe für den Zuckerstoffwechsel mit. Und wenn diese Möhre besonders frisch ist, bleibt sogar noch ein gewisser Anteil dieser wertvollen Stoffe als Reserve für Notzeiten übrig. So hat es die Natur vorgesehen. Jedoch war nicht eingeplant, dass es über Jahrzehnte hinweg zu einem Vitalstoffmangel durch den hohen Konsum von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln kommt, so wie es heutzutage in den zivilisierten Staaten üblich ist.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 02/2011

Maria breit' den Mantel aus

Mittwoch 16 März 2011 at 09:39 am

Der berühmte Marienaltar von Bernau

Von Thomas Steierhoffer 

„Maria, breit' den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus!“ So heißt es in einem katholischen Marienlied, das die Gläubigen bis heute singen. Die allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria gilt den Katholiken bis heute als wichtigste Fürbitterin der Christenheit bei Gott. Anders sieht es in der evangelischen Kirche aus. Mit der Reformation wurde die Heiligenverehrung abgeschafft, viele Kunstwerke wurden zerstört oder aus den Kirchen entfernt. Deshalb ist es erstaunlich, dass der „Marienaltar“ von Bernau bis heute erhalten geblieben ist!

Die Stadt Bernau war in der Zeit vom 14. Jahrhundert bis zum Dreißigjährigen Krieg sehr wohlhabend. Ihre Bürger konnten sich nicht nur die in weitem Umkreis größte Kirche bauen. Auch das Inventar ihrer Kirche war überaus reichhaltig. Die spätgotische Kirche St. Marien ist das dominierende Bauwerk der Altstadt von Bernau. Sie entstand vermutlich um 1240 als romanische Basilika. Schon um 1280 folgte der gotische Bau, der zwischen 1400 und 1519 zu einer spätgotischen Hallenkirche umgestaltet wurde. Der Feldsteinturm wurde 1839 abgerissen und durch den 57 Meter hohen Backsteinturm ersetzt. 

Der Bernauer Marienaltar wird auf die Zeit um 1520 datiert. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war der langwierige Umbau der Bernauer Kirche von einer Basilika zur Hallenkirche abgeschlossen. Der Marienaltar ist das Prunkstück des Gotteshauses. Ehat drei Schauseiten: Die Festtagsseite für die hohen Feiertage der Kirche - mit der Marienkrönung im Mittelpunkt. Die Sonntagsseite mit 32 Bildtafeln aus  dem Leben der Gottesmutter und der Kindheit Jesu. Auch wird hier der Weg Jesu vom Einzug in Jerusalem bis zum Jüngsten Gericht gezeigt. Schließlich gibt es die Werktagsseite mit 32 überaus anschaulichen Bildern aus dem Leben der Heiligen. Ein Gesprenge mit zwei Etagen und vier Bildern aus dem Leben des heiligen Nikolaus vervollständigen dieses 9,40 Meter hohe Kunstwerk, das auch wegen des filigran geschnitzten Rankenwerks berühmt ist. 

Den ganzen Essay lesen Sie in der Ausgabe 02/2011 

Zum gleichen Thema hatte Antenne Brandenburg ein 15-minütiges Radiofeature von Thomas Steierhoffer ausgestrahlt.

Hier zum Download: http://www.lebenszeitung.de/audio/Marienaltar_Sendung.mp3

Kulturträger der Zukunft? 30 Jahre CD

Mittwoch 16 März 2011 at 09:35 am

Von Matthias Horwath

Während der Funkausstellung 1981 in West-Berlin wurde erstmals die CD der Welt- Öffentlichkeit vorgestellt. Laut einschlägigen Internet -Lexika  wurde in  der Industrie seit den 70er Jahren an der Digitalisierung von akustischen und optischen Signalen gearbeitet. Um die Entstehung des heute bekannten  Formates der CD werden verschiedene Legenden beschrieben. Diese ranken sich vergleichender Weise am zeitlich ausgedehnten Format klassischer Musik  für ca. störungsfreie 75 Minuten sowie an der diagonalen Ausmessung der kompakten  Musikkassette, die sich bei der CD mit 120 mm Durchmesser etwas erweitert wiederfinde. 

Als ein hinter dem eisernen Vorhang Sozialisierter  bekam  ich  natürlich über die West-Medien das Startsignal der CD -Industrie mit. Die CD war nun erst einmal ein neues,  aber unerreichbares Ding. Die eine Jugend lang teuer erkauften West- und Ost -Platten konnte das also vorerst nicht gefährden. Aber selbst für den begnadeten Westmenschen und seine auch nicht billig  erworbene Musiksammlung konnte die potentielle Sprengkraft der CD noch nicht sofort gefährlich werden. Denn Abspielgeräte waren mit 600- 1800 DM auch für West-Verhältnisse  teuer. Und für die noch selten aufgelegten Tonträger mussten 30 bis 45 DM pro Stück über den Ladentisch gehen. So blieb das vorerst ein Ding für die Geld- Schickeria und für besondere Technik -Freaks. 

Der Deutsche Osten konnte dazu durch seinen ökonomischen  Rückstand und durch seine chronisch klammen Kassen die CD- Technologie  nicht einführen.  Jedoch gab es da im Ostblock durchaus unterschiedliche Stände.  In Polen und in der damaligen CSSR konnte ich durchaus schon vereinzelt CD-Player in Haushalten bewundern, wenn auch nur in begüterten wie beispielsweise der der staatlich gut finanzierten Katholischen Priester.  

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 02/2011 

Von Herrenabenden und Frauenkleidern

Mittwoch 16 März 2011 at 09:28 am

Wie David Berger die Homophobie des katholischen Klerus entlarvt

Von Thomas Steierhoffer 

Es war der 11. April 2010, der das Leben des katholischen Theologen David Berger grundsätzlich verändern sollte. An diesem Tag hatte der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck in der ARD-Sendung „Anne Will“ seinen Auftritt. Wie gewohnt vertratt er hier stellvertretend für die reaktionärsten Kreise innerhalb des Katholizismus die von seiner Kirche mehr oder weniger hinter verschlossenen Türen vertetene heuchlerische und bigotte Haltung gegenüber der Homosexualität. Für Berger war das der berühmte letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Er entschloss sich noch in der selben Nacht, sein Schweigen zu brechen und ein öffentliches Bekenntnis zu seiner homosexuellen Veranlagung abzuliefern und zugleich als Herausgeber und Chefredakteur der konservativen katholischen Zeitschrift „Theologisches“ zurückzutreten.
Sein öffentliches Outing liegt nunmehr bereits in der 3. Auflage unter dem Titel „Der heilige Schein. Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche“ vor. Auf hohem sprachlichen Niveau rechnet Berger mit den verlogenen Strukturen des erzkonservativen, homophoben, frauenfeindlichen und antisemitischen Katholizismus ab. Nie verteilt er dabei jedoch Schläge unterhalb der Gürtellinie. 

Die ganze Buchbesprechung lesen Sie in der Ausgabe 02/2011 

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Die reine Schönheit des Rohdiamanten

Mittwoch 16 März 2011 at 09:20 am

Von Daniel Killy & Thomas Steierhoffer

Wer sich bei einem Bummel die überfrachteten Schmuckstücke in den Auslagen der Juweliere anschaut, der wünscht sich häufig die schlichte Schönheit des ungeschliffenen Edelsteins zurück – die natürliche Wucht und Grazie des Rohdiamanten. Die Kraft des Ursprungs, die wilde Poesie der Natur … Mit Musik, schon gar von populären Interpreten, verhält es sich ähnlich. Allerdings haben sich die Hörgewohnheiten in den vergangenen 50 Jahren signifikant verändert. Deshalb sind Bob Dylans „Witmark Demos: 1962–1964“, die jetzt als 9. Folge der Bootleg Series bei Columbia erschienen sind, sozusagen mit Gebrauchsanleitung zu hören. Denn wessen Ohr auf opulente Arrangements setzt, auf überladene Orchestrierung als Hörhilfe für die eigentliche Melodie, für den sind diese Demos nichts. Denn nichts weiter als Demos waren die 47 Titel, die Dylan, allesamt vor seinem 24. Geburtstag, für  den Musikverlag Witmark and Sons einspielte. Zu dem Zweck, die Eigenkompositionen in Kleinstauflage an andere Künstler weiter zu geben, um sich bekannt zu machen oder vielleicht etwas Geld mit einer Lizenz oder einem TV-Werbeauftrag zu machen – nur zur Veröffentlichung waren die „Witmark Demos“ nicht bestimmt.

Die „Witmark Demos“ sind gleichermaßen Bob Dylans Urfaust. Alles, was das spätere Genie ausmachen sollte, ist hier schon vertreten, wenn auch manchmal fragmentarisch. Der später so textsichere Dylan verhaut ganze Textzeilen, hustet hektisch, brabbelt Kommentare zur eigenen Performance vor sich hin … Gitarre oder Klavier sind die einzigen Begleiter, die er Dylan nutzte – und doch offenbaren die spärlichen bis fehlenden Arrangements schon die ganze Bandbreite des späteren Œuvres. „Mr. Tambourine Man“, nur begleitet vom Piano, die spätere Civil-Rights-Hymne „The Times They Are A-Changin‘“, ebenfalls nur durch frugale Klavierläufe unterlegt, dagegen „Don’t Think Twice, It’s All Right“ mit einem süßlich-lyrischen 36-sekündigen Gitarrenintro: Man merkt deutlich, der Meister ist noch auf der Suche, hat  sich selbst aber schon gefunden.

Die ganze Rezension lesen Sie in der Ausgabe 02/2011 

Die Suche nach fremder Vernunft

Mittwoch 16 März 2011 at 09:16 am
Von Thomas Grund
 
Es gibt im Rahmen der Vielfalt irdischer Forschungsprojekte ein Projekt, welches den Kosmos nach intelligenten extraterrestrischen Signalen im Radiowellenbereich absucht. Das SETI Projekt, die „Suche nach außerirdischer Intelligenz“. Mittels eines weltumspannenden Netzes von Radioteleskopen, wird der Himmel nach intelligenten Signalen außerirdischer Zivilisationen abgesucht und das empfangene Rauschen analysiert. Und obwohl trotz Jahrzehnte langer intensiver Suche im weißen Rauschen des Universums, noch nichts entdeckt wurde, was man eindeutig als intelligente Signale außerirdischer Intelligenz definieren könnte, dürfte es fast noch aufwändiger sein, intelligente Signale in den Wellen zu finden, die von irdischen Fernseh- und Radiostationen ins All abgestrahlt werden. 
Was ist, wenn die Außerirdischen auf genau die selbe Idee verfallen sind und ihrerseits im Flimmern irdischer Fernsehkanäle nach intelligenten Signalen suchen? 
Wer würde einer Lebensform Intelligenz zusprechen, in deren Unterhaltungsprogramm Dieter Bohlen in der Jury einer Talent-Casting-Show sitzt? Wo ein Fernsehprogramm Einschaltquoten von mehreren Millionen Zuschauern bekommt, in dem offensichtlich in die finanzielle Pleite geratene Gestalten darin wetteifern, Würmer und andere ekelige Dinge zu essen, sich Elektroschocks und Schleimergüssen auszusetzen. Während im Programm nebenan gerade kritisiert wird, dass auf Segelschiffen immer noch traditionelle entwürdigende Rituale praktiziert werden? Und vor Allem, welche intelligenten Signale kann man von den Außerirdischen erwarten, wenn die Wellen zahlloser Fernsehprogramme ins All abgestrahlt werden, in dem massenhaft in Filmen gezeigt wird, wie die verschiedenen Arten außerirdischer Rassen auf die vielfältigste Art und Weise abgeschlachtet werden?
 
Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 02/2011 

Die SED war mir Mutter, die Stasi Vater

Mittwoch 16 März 2011 at 09:12 am
Ein Interview von Thomas Steierhoffer
 
Salomea Genin war sechs Jahre alt, als sie 1939 von Berlin nach Australien emigrierte. Sie kehrte nach West-Berlin zurück, wo sie 1961 vom MfS angeworben wurde. 1963 siedelte sie in die DDR über und arbeitete lange bei Radio Berlin International. 1971 wurde sie Mitglied der Jüdischen Gemeinde Ost-Berlins.1982 brach sie mit dem MfS.
1932 als Kind polnisch-russischer Juden in Berlin-Wedding geboren, floh Salomea Genin im Mai 1939 mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten nach Australien. Mit 17 Jahren trat sie der Kommunistischen Partei Australiens bei. 1951 kam sie als Mitglied der australischen Delegation zu den Weltfestspielen der Jugend und Studenten nach Ost-Berlin und war von der DDR begeistert. Sie verließ Australien, um in der DDR ein besseres, antifaschistisches Deutschland aufzubauen, erhielt aber keine Aufenthaltserlaubnis in der DDR. So blieb Salomea Genin zunächst in West-Berlin und zeitweise in England, bevor sie 1963 offiziell nach Ost-Berlin übersiedeln durfte.
In West-Berlin hatte sie begonnen, als Informantin für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR zu arbeiten. Diese Tätigkeit setzte sie dann in der DDR fort. 1982 erkannte Salomea Genin: Statt zu helfen, die Welt zu verbessern, arbeitete sie für einen Polizeistaat. Sie brach mit der Stasi und wollte sich das Leben nehmen. Erst im Mai 1989 fand sie die Kraft, auch aus der SED auszutreten.
 
Das Interview lesen Sie in der Ausgabe 02/2011 

Lonnie Donegan - The Roots Of British Rock

Mittwoch 16 März 2011 at 09:06 am
Von Lutz Eikelmann

Nur wenige Musiker haben die Entwicklung der Pop-Musik derart massiv beeinflusst wie der als “King Of Skiffle“ vermarktete Lonnie Donegan (1931-2002). Nicht nur, dass er mit 34 TOP-TWENTY-HITS zwischen 1956 und 1962 zu den erfolgreichsten Hit-Sängern des 20.Jahrhunderts zählt, nein, er beeinflusste auch eine Vielzahl von Musikern wie z.B. Van Morrison, Joe Cocker, Joe Brown, Adam Faith, Cliff Richard, die Beatles, die Rolling Stones, Jimmy Page, Roger Daltrey, Brian May, Rod Stewart, Eric Clapton und unzählige andere, die er inspirierte sich mit afro-amerikanischen Vokaltraditionen auseinanderzusetzen. Die energievolle, lebendige und oft ekstatische Musik Lonnie Donegans fesselte Millionen von Menschen. 
Anthony James Donegan wurde am 29. April 1931 in Glasgow geboren, doch wuchs er im Londoner East End in armen Verhältnissen auf. Bereits in seinen jungen Jahren stellten sich gesundheitliche Probleme ein, man diagnostizierte eine Herzschwäche, der behandelnde Arzt sagte zur Mutter, man müsse davon ausgehen, dass ihr Sohn lebenslang im Bett zu bleiben habe, doch der elfjährige Donegan traf eine klare Entscheidung wie er 1989 in der TV-Sendung “The Human Factor“ erzählt: „Ich wollte auch so leben wie meine Schulfreunde und Fußball spielen. Lieber ein kurzes Leben als auf alles verzichten müssen.“
 
Das ganze Porträt lesen Sie in der Ausgabe 02/2011 

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