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"Könnt'a alle mal nachmachen"

Dienstag 23 November 2010 at 11:19 am

Dietrich "Diddi" Dahlke" wird Ehrenmitglied der SG Einheit Zepernick

Als ältester Sohn einer Putzmacherin und eines Bürodieners wurde Dietrich Dahlke 1936 in Zepernick geboren. Mit drei Geschwistern wuchs er in der Bahnhofstraße auf, sein Geburtshaus bewohnt er noch heute mit seiner Frau Ruth. Nach der Lehre zum Chemiefacharbeiter bildete er sich trotz Verbot an der in West-Berlin gelegenen Ingenieurschule Beuth zum Chemotechniker weiter. 30 Jahre arbeitete er in der Akademie der Wissenschaften am Zentralinstitut für Isotopen- und Strahlenforschung in Berlin-Buch. Als nach der Wende die Akademie zerschlagen und die Institute geschlossen oder umgebaut wurden, arbeitete er schließlich schweren Herzens bei der Demontage des eigenen Instituts mit. Neben dem Sport gehört seine Leidenschaft historischen Reiseberichten: Fontane, Heine, Humboldt sind seine bevorzugten literarischen Reiseleiter.
Seit jeher ehrenamtlich engagiert – sowohl sportlich als auch kommunalpolitisch – ist er seit 1973 Leiter der Sektion Bogensport (heute Schießsport). Für seine Verdienste als langjähriger Vereinsvorsitzender und Sektionsleiter wurde Dietrich Dahlke im Rahmen der 85-Jahr-Feier der SG Einheit Zepernick kürzlich zum Ehrenmitglied ernannt. „Könnt’a alle mal nachmachen“ – mit dieser launigen Aufforderung an die applaudierenden Sportfreunde kommentierte er die Auszeichnung mit der für ihn typischen lakonischen Abgeklärtheit.

PANKE-SPIEGEL: Ihre Mutter war Putzmacherin?
Dietrich Dahlke: Sie hat Hüte gemacht. Bevor sie meinen Vater geheiratet hat, arbeitete sie in einem Hutgeschäft in der Schönhauser Allee. Ich erinnere mich, dass zu Hause bei uns noch einige „Holzköppe“ auf dem Regal standen. Falls mal ein Hut aus der Form geriet, konnte man ihn dämpfen und über einen solchen Kopf ziehen, dann passte er wieder.

PS: Welche Kindheitserinnerungen verbinden Sie mit Zepernick?
DD: Der Hauptspielplatz war der Goethepark, wo wir als Kinder in den Büschen Verstecken gespielt haben. Ansonsten gab es damals nur einen großen Sandkasten, nicht so überladen wie heute. Gespielt haben wir auch auf den Panke-Wiesen. Da konnte man noch den alten Mäander sehen, das Flussbett vor der Begradigung Mitte der 30er Jahre. Mitunter stand auch noch Wasser drin.

PS: Bei Kriegsende waren Sie gerade acht Jahre alt. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?
DD: Die Schule fand nach Kriegsende zunächst in Lokalen statt, die einen Saal hatten, wie das „Sportcasino“ in der Ötztaler Straße oder „Basener“ am S-Bahnhof Röntgental. Als Lehrer wurden zunächst die ganz alten eingesetzt, die schon zu Kaisers Zeiten Lehrer waren. Alle hatten Hunger. Lehrer Mügge brach einmal völlig entkräftet zusammen. Für die besonders ausgemergelten Schüler gab es eine so genannte „Quäker-Speise“ – eine amerikanische Spende. Doch auch Leo Rink, Zepernicker Fleischer, teilte Wurstsuppe auf dem Schulhof aus.

Das gesamte Interview lesen Sie in Ausgabe 06/2010

Barrierefrei zur S-Bahn

Dienstag 23 November 2010 at 11:16 am

Als das Empfangsgebäude des Bahnhofs Zepernick 1910 geplant wurde, war bereits ein Aufzug vorgesehen. Dies belegt die Bauzeichnung der Architekten Schwartz und Cornelius. Da sich nebenan die Gepäckausgabe befand, ist anzunehmen, dass wohl eher ein Lastenaufzug vorgesehen war, keiner für Personen. Wie dem auch sei, am 29. Oktober, genau 100 Jahre später wurde an just an dieser Stelle ein Personenaufzug zum Bahnsteig eingeweiht. Vertreter von Bahn, Gemeinde und Landkreis durchschnitten symbolisch das Band vor dem neuen ebenerdigen Zugang, der durch den Umbau des ehemaligen Ladengeschäfts entstanden ist. So können nun auch in Zepernick die Züge der S-Bahn barrierefrei erreicht werden.
Andreas Bürgler, Leiter des Bahnhofsmanagement Berlin, hatte zum Start der Bauarbeiten im Mai versprochen, dass der Aufzug noch im Oktober fertig werde. Er hatte Wort gehalten und bedankte sich bei den beteiligten Baufirmen.
Von den 700.000 Euro Investitionskosten kommen  530.000 Euro aus dem Konjunkturpaket des Bundes. Zusätzlich zum neuen Aufzug wurden umfangreiche Arbeiten an den Elektroanlagen, am Gebäude sowie auf dem Bahnsteig ausgeführt. Auch das Wegeleitsystem wurde erneuert und angepasst.

Den ganzen Artikel lesen Sie in Ausgabe 06/2010

Trübe Aussichten?

Dienstag 23 November 2010 at 11:10 am

Gedanken zur Zukunft der Schwanebecker Oberschule

Wie soll es mit dem Schulstandort Schwanebeck weitergehen? Diese Frage interessiert die Panketaler Gemeindevertreter. Deswegen beauftragten sie die Verwaltung, ein Konzept für die perspektivische Entwicklung des Schul- und Kitastandortes zu erarbeiten. Derzeit gibt es auf dem Gelände eine Oberschule, eine Grundschule, eine Kindertagesstätte mit Krippe, Kindergarten und Hort. Auch das Freizeithaus „Würfel“ ist dort ansässig. Ergänzt wird das Ensemble durch zwei Sporthallen und ein Außengelände für Schul- und Vereinssport.
Die unmittelbare Nähe der Einrichtungen zueinander und die sich daraus ergebenen Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Ergänzung werden von allen Beteiligten als positiv bewertet. Allerdings beklagen alle ansässigen Institutionen einen erheblichen Raummangel. Sowohl die Kita als auch der Hort können den Bedarf an Plätzen nur mit zusätzlichen Ausnahmegenehmigungen decken. So belegt die Kita Fantasia Räume im Freizeithaus Würfel, die Schulspeisung Räume im Hort. Die Grundschule, die in den letzten beiden Jahren drei statt wie vorgesehen zwei erste Klassen aufnahm, muss Räume der Oberschule nutzen.
Während in die Erweiterung der Gesamtschule in Zepernick 5,3 Millionen Euro fließen, sind die Aussichten für die Oberschule trübe.  Hier ist ein beträchtlicher Sanierungsrückstand zu beklagen. Der Typenbau „made in GDR“ genügt längst nicht mehr den Anforderungen eines modernen Oberschulunterrichts, in dem die praktische Arbeit einen großen Stellenwert einnimmt. Die Fachkabinette müssten dringend modernisiert werden, die Aufenthaltsqualität im Schulgebäude selbst lässt sowohl für Schüler als auch für Lehrer einiges zu wünschen übrig und die Außenanlagen sind an Tristesse kaum zu überbieten.
Die Wünsche und Visionen, die Schulleiter Manfred Reinicke auf Anfrage der Gemeinde formulierte, sind keinesfalls unangemessen: Ein Foyer als nett hergerichteter Aufenthaltsbereich, gut ausgestattete Fachkabinette und Werkstatträume, eine Sozialstation als Anlaufstelle für Schüler mit Problemen und Sorgen, ein ordentliches Lehrerzimmer, sowie eine Grundausstattung mit Computern, Beamern und funktionierender Telefonanlage.
Für einige Verunsicherung sorgt nun die von der Gemeindeverwaltung erarbeitete Mitteilungsvorlage zur Entwicklung des Standortes. 
Als „Dreh- und Angelpunkt“ rückt die künftige Nutzung der Räume der Oberschule ins Zentrum der Betrachtung. Anders als bei Grundschulen, wo das Wohnortprinzip gilt, herrscht für weiterführende Schulen Wahlfreiheit (begrenzt durch die Aufnahmekapazität) und somit Wettbewerb. Nach Einschätzung der Verwaltung hat der gute Ruf der einstigen Realschule Schwanebeck in den letzten Jahren „gelitten“. Mitverursachend wird hierfür die Einführung der Oberschule genannt.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 06/2010

Kindheit heute

Dienstag 23 November 2010 at 11:04 am

Zwischen PISA, Sicherheit und Selbstentfaltung
Von Monika Kruschinski

Noch vor 50-60 Jahren war der Bewegungs- und Erfahrungsradius von Kindern einerseits sehr eingeschränkt, andererseits sehr frei. Je kleiner das Kind war, desto mehr Zeit verbrachte es in nächster Umgebung:  Familie, Geschwister, vielleicht Großeltern, Wohnung, das Drumherum, das Draußen. Kinder hatten mehr Zeit, das zu entdecken, was für sie wichtig war. Das war vielleicht aus heutiger Sicht nicht sehr viel, für ihre Sinneserfahrungen jedoch sehr nachhaltig. Mit zunehmendem Alter erkundeten Kinder ihre Umgebung, trafen sich selbstständig mit anderen. Es gab Freiräume für Erleben, Entdecken und Erfahren. Kinder mussten Konflikte ohne Erwachsene bewältigen, Lösungen finden, sich mit anderen arrangieren.
Heute sind die Räume und Möglichkeiten für Kinder, eigene Erfahrungen außerhalb von Familie und Institution zu machen, zu einem großen Teil  geschrumpft. Inzwischen spricht man von einer Institutionalisierung und Kommerzialisierung der Kindheit. Ganze Industriezweige, Vereine, Verlage leben davon. Jesper Juul, der bekannte dänische Familientherapeut, spricht davon, dass Kinder zunehmend überanimiert werden und nicht mehr bei sich selbst sein können. Das bedeutet, sie können sich selbst und ihre Bedürfnisse gar nicht mehr wahrnehmen.

Den gesamten Beitrag lesen Sie in Ausgabe 06/2010

Gesund durch die Weihnachtszeit

Dienstag 23 November 2010 at 11:00 am

Von Jenny Shead

Es gibt wohl kaum eine Zeit des Jahres, wo die Menschen in unserem Kulturkreis die Naturgesetze so sehr missachten wie in der Vorweihnachtszeit.
Während die immer kürzer werdenden Tage zur Ruhe und Einkehr auffordern, werden wir immer betriebsamer und gönnen uns immer weniger Ruhe und Schlaf. Von Besinnlichkeit fehlt oft jede Spur. Hinzu kommt, dass wir so viele Süßigkeiten, Fertiggerichte und Fast-Food-Produkte konsumieren, wie zu keinem anderen Zeitpunkt. Naturbelassene Lebensmittel finden in der Weihnachtshektik kaum einen Platz.
Dass gerade in der Adventszeit so viele Menschen krank werden, hat nichts mit dem kalten Wetter zu tun, sondern mit einer Lebensweise, die einfach zu stark von jener abweicht, die die Natur für uns vorgesehen hat.
In einer Zeit, die von Fix- und Fertigprodukten geprägt ist, kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, wie wichtig frische und nicht industriell verarbeitete  Lebensmittel in unserem täglichen Speisenplan sind.  Jeder weiß, dass hier wertvolle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sitzen.
Aber auch viele weitere Vitalstoffe, wie Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe sind hier zu finden. Und letztendlich ist es das von der Natur perfekt ausgetüftelte Zusammenspiel aller biologischen Vitalstoffe – auch derjenigen, die noch gar nicht entdeckt sind! – was unserem Organismus gut tut, ihm Kraft gibt und nicht etwa Energie raubt.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Ausgabe 06/2010.

Von Vergebung und Verzeihen

Freitag 19 November 2010 at 10:51 am
20 Jahre deutsche Einheit - Zum Verhältnis von Tätern und Opfern
 
Von Thomas Steierhoffer 
 
In unserer Jahresserie „Blühende Landschaften“ hatten wir zu Beginn ein großes Interview mit dem Leiter der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen veröffentlicht. Dr. Hubertus Knabe berichtete darin über das Verhältnis zwischen Tätern und Opfern im 20. Jahr der deutschen Einheit. Von Veregebung und Verzeihen kann nicht wirklich die Rede sein. Schließlich müssten die Täter den ersten Schritt auf ihre Opfer zugehen und zunächst ihre Taten bereuen. In nur ganz wenigen Ausnahmefällen ist es bislang zu einer Versöhnung gekommen! Mit diesem Beitrag möchten wir unsere Serie beenden. Wir sprachen mit Hubertus Knabe sowie mit Joachim Gauck über die Macht und die Chancen der Freiheit. 
Erich Mielke: "Aber ich liebe doch ... alle Menschen!" Wer hat diesen verzweifelten Spruch des Mörders, Folterers, deutschen Jägers, Kommunisten der ersten Stunde und Ministers für Staatssicherheit in der letzten Stunde der DDR nicht schon hundertmal bewitzelt? Aus der Sicherheit und der Freiheit der demokratischen Gesellschaft im 20. Jahr der deutschen Einheiit! Doch was sagt uns dieser verdorbene Greis, der niemals und niemandem vergeben konnte? Was ist das für eine merkwürdige Liebeserklärung an alle Menschen? Vorgetragen von einem der mächtigsten und gefürchtetsten Männer im Machtapparat der DDR, der zum Mord aufgerufen hatte an den Feinden des Sozialismus. Er sagt eigentlich nur das: ECCE HOMO! Sehet, hier stehe ich, ein Mensch, der in Angstschweiß ausgebrochen ist, weil er die Rache seiner Mitmenschen gar so fürchtet. Erich Mielke wird hier zur erbarmungswürdigen Kreatur! Er wird zum Menschen, den Gott geschaffen hat nach seinem Ebenbild. Erich Mielke ist plötzlich nicht mehr der verhasste Chef einer menschenverachtenden Geheimpolizei, sondern der um sein Leben bangende nackte Adam im Angesicht seines erzürnten Schöpfers.
Bevor die deutsche Einheit vor 20 Jahren in Freiheit vollendet werden konnte, mussten Opfer dargebracht werden. In den Folterkellern der Stasi litten Oppositionelle für ihren Glauben an die Freiheit. Dieter Drewitz war einer von ihnen. Heute führt er Besuchergruppen aus der ganzen Welt durch die Gänge und Katakomben mit den Gummi- und Dunkelzellen des von den Russen bereits nach dem Krieg eröffneten Stasi-Knasts in Berlin-Hohenschönhausen. Er saß hier anderthalb Jahre in Haft, weil er Briefe an den West-Berliner Radiosender „RIAS“ geschrieben hatte.
 
Den ganzen Essay lesen Sie in der Ausgabe 06/2010 

Der Papst und die Engel

Freitag 19 November 2010 at 10:44 am

Quo vadis ecclesia?

Von Uwe-Jens Hauske

Relativ kurz nach seinem Machtantritt muss Papst Benedikt XVI. durch die Vatikanischen Museen gewandelt sein. Dort fand er eine rote Mütze, mit Hermelin besetzt. Seine Vorgänger in den „Schuhen des Fischers“ hatten das Teil gerne getragen, wenn es auch in Rom kühl wurde. Joseph Ratzinger, der deutsche Papst, fand Gefallen an der obskuren Kopfbedeckung und präsentierte sie den Gläubigen aus aller Welt eines Tages mit seinem verschmitzten Lächeln. Das war der Tag, an dem die absonderlichen Entwicklungen innerhalb der katholischen Kirche unter dem Ponfikikat Benedikts ihren Anfang nahmen. Weiter ging es: Das Verhältnis zu den „älteren Brüdern“, wie sein Vorgänger Johannes Paul II. die Juden genannt hatte, kühlte sich mehr und mehr ab. Dafür erlebten die aufgeklärten Katholiken des Westens eine päpstliche Affinität zum Islam. Hier darf man getrost von einem Paradigmenwechsel sprechen, hatte Johannes Paul II. doch immer wieder vor Werteverlusten des christlichen Abendlandes gewarnt. Das im Westen so wachsende spirituelle Vakuum würde früher oder später vom Islam gefüllt werden, so die päpstliche Einschätzung seinerzeit. Unter Benedikt folgte dann die von kaum jemandem nachvollziehbare Annäherung an die abtrünnigen „Pius-Brüder“. Die berüchtigte Karfreitagsfürbitte in Sachen Juden wurde wieder salonfähig! Und nun gibt es gar eine Annäherung an das okkulte „Engelwerk“.  Papst Benedikt rehabilitiert diese Laiengruppe, die er als Chef der Glaubenskongregation zuvor gebrandmarkt hat.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 06/2010 

Dirk Zöllner im Gespräch

Freitag 19 November 2010 at 10:39 am
Käfer auf'm Blatt – was ist das schon?
Ein Interview von Thomas Steierhoffer 
 
Beeinflusst durch die musikalischen Vorlieben seiner Mutter, die die Musik Otis Reddings und der Temptations schätzte, und die seines Vaters, der ihm die Musik der Gruppe Renft nahe brachte, wollte Dirk Zöllner schon früh Musiker werden. Während seiner Schulzeit war er dem Glam Rock zugewandt und gründete mit seinen Freunden die „Sweet-Karaoke Band“. Seine erste Gitarre bekam er im 9. Schuljahr geschenkt. Darauf brachte er sich das Spielen autodidaktisch bei. Auf Schülerpartys spielte er Songs von Udo Lindenberg, Neil Young und Bob Dylan. Von 1980 bis 1982 hatte Zöllner öffentliche Auftritte in Kirchen und bei Kulturwettbewerben. 1982, mit seiner während der Armeezeit bei der NVA gegründeten Band „Saumäßig“, spielte er seine ersten Eigenkompositionen. Mit der 1984 gegründeten Band „Chicorée“ wurden erste Studioproduktionen für den Rundfunk der DDR möglich und die Band erhielt eine Spielerlaubnis. Die Ballade „Käfer auf’m Blatt“ wurde zum Erfolg; zahlreiche Konzerte folgten. 1985 fanden erste Studioproduktionen für den Rundfunk der DDR statt. 1987 war die Band Teil der DEFA-Musikdokumentation „Flüstern & Schreien“, löste sich aber kurz danach auf. Zöllner suchte sich einen neuen Partner, den Pianisten André Gensicke, und gründete „Die Zöllner“, die 1988 in Ost-Berlin im Vorprogramm von James Brown vor 70.000 Zuschauern spielten. 2006 spielte Dirk Zöllner neben dem Projekt „Club der toten Dichter“, das Gedichte von Heinrich Heine vertonte, die Rolle des Jesus in der Rockoper „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber an der Staatsoperette Dresden.
 
PANKE-SPIEGEL: Hatte das als „Kahlschlagplenum“ in die Geschichte eingegangene Plenum des ZK der SED vom Herbst 1965, in dem die Kommunisten mit der Literatur, dem Theater, dem Film und der Musik in der DDR abrechnen wollten, Einfluss auf Deine Entwicklung als Künstler und Musiker?
Zöllner: Ich bin absoluter Späteinsteiger. Ich bin Jahrgang 1962. Das heißt, von der Zeit, in der Rockmusik in der DDR ein Politikum war und verboten wurde, habe ich nicht viel mitbekommen. Mein Vater hatte mir „Renft“ nahegebracht. Die ersten Platten, die ich jedoch gehört habe, kamen von meiner Mutter. Die hat viel Soulmusik gehört, Otis Redding vor allem. Und dann liefen bei uns die AMIGA-Sampler aus der „Hallo“-Serie. Die erste, die ich über meinen Vater bewusst hörte war „Hallo 4“. Und da sind „Zwischen Liebe und Zorn“, „Baggerführer Willi“  und „Cäsars Blues“ von Renft drauf. Das hat mich nachhaltig beeindruckt. Allerdings fand ich ein paar Sachen auch komisch. Zum Beispiel die in gebrochenem Deutsch gesungenen Songs von Bands aus Ungarn oder Polen. Ansonsten erinnere ich mich noch an das seltsame Lied der Puhdys: „Türen öffnen sich zur Stadt“. Darin heißt es sinngemäß: „Steige nicht auf einen Baum, wenn du Fische suchst!“ Aber es waren schon die Jungs von Renft, die mich am meisten beeindruckten. Und so habe ich schon auch mitbekommen, dass diese Band plötzlich nicht mehr existierte.
Das gesamte Interview lesen Sie in der Ausgabe 06/2010 

Bedeutende Frauen in Brandenburg

Freitag 19 November 2010 at 10:34 am
Lucie von Hardenberg (1776 – 1854)
Von Georg von Glowczewski 

Graf Hermann von Pückler-Muskau, seit 1822 auch Fürst, ging in die Geschichte ein als Landschaftsarchitekt, begnadeter Autodidakt, Schriftsteller, Literat und Weltenbummler. Er wurde weltberühmt, vor allem als Garten- und Landschaftsgestalter (Schlossparks in Branitz bei Cottbus und Muskau) und galt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Die Ehefrau an seiner Seite, Lucie von Hardenberg, wird aber in Biographien meist nur am Rande erwähnt. Dabei war auch sie eine außergewöhnliche Frau. Es gab eine facettenreiche und widersprüchliche Beziehung zwischen Pückler und ihr, wie man erst in letzter Zeit näher erforschte. In diesem Jahr wird ihr eine besondere Ausstellung im „Fürst-Pückler-Museum“ im Schloss Branitz bei Cottbus gewidmet: „Die grüne Fürstin“ ist das Motto. Gestützt auf die neuesten Forschungen, Quellen und historischen Zeugnissen, hat man auch – zum Teil mit Originalen – den Wohnbereich Lucies im Branitzer Schloss rekonstruiert. 
Welche Rolle spielte Lucie an Pücklers Seite? Er nannte sie ja zu ihren Lebzeiten immer: „meine Schnucke“ oder „Schnubs“. Und sie ihn: „mein Lou“, oder: „mein fürstlicher Wolf“. 
Wie „grün“ waren sie sich wirklich? Und wie „grün“ griff sie selbst in die weltberühmten Parkgestaltungen Pücklers ein?
 
Das ganze Porträt lesen Sie in der Ausgabe 06/2010 

John und Jimi sind oben im Himmel

Freitag 19 November 2010 at 10:21 am

Von Matthias Horwath

John Lennon, Jimi Hendrix und Bob Dylan erscheinen uns heute als die quasi umgekehrten Marx, Engels und Lenin der Populären Musik. Der Ex- Beatle Lennon wurde am 8. Dezember 1980 mit erst vierzig Jahren vom psychisch kranken Marc Chapman erschossen. Der Musiker, Künstler und Lyriker Jimi  Hendrix starb schon  zehn Jahre früher nach einem exzessiv verausgabten Leben bereits am 18. September 1970 mit nur siebenundzwanzig Jahren. Robert Allen Zimmerman, alias Bob Dylan dagegen weilt weiter unter uns. Was verbindet diese drei so unterschiedlichen Künstler dennoch? Alle drei sind von Gott Begnadete, die ihr Schicksal nach der Vertreibung aus den Anfangs-Paradiesen ihres Erfolgs zu tragen hatten und  haben. Alle drei mussten und  müssen erleben, falls man sie überhaupt noch kennt, von Adam und Evas recht stupiden Nachfahren auf ein jeweils sehr enges Image eingeengt zu werden. Jimi Hendrix beispielsweise als Sohn einer indianischen Mutter und eines afroamerikanischen Vaters in Seattle, im hohen Nordwesten der USA. Er wird meist auf die Rolle  des „größten Gitarristen aller Zeiten“ festgezurrt. Und er war doch offensichtlich  viel mehr.  Hendrix schlägt sich vorerst  als junger Musiker durch diverse schwarze Kapellen, um sich seine Brötchen zu verdienen. Er lernt da das Musiker- Handwerk und dabei den täglichen Rassismus der US-Tanzmusik kennen.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 06/2010 

"Facebook" jetzt im Kino

Freitag 19 November 2010 at 10:20 am
Von Thomas Grund
Programmierer bezeichnen sich als „Nerds“ oder „Geeks“ und sind entweder hinter dem Schirm hockende Langweiler, die sich der realen Welt weitestgehend  in eine Welt aus Zeichen und Codes entzogen haben oder abgedrehte Typen, die sich hinter dem Schirm in eine Welt aus Zeichen und Codes verzogen haben und von der realen Welt weitestgehend unverstanden bleiben. In Filmen nimmt der Programmierer bzw. Hacker meist diese kleinen Nebenrollen ein, in denen er mit Brille und leicht angegrautem, schütterem Haar für die Haupthelden irgendwelche Datenbänke knacken und zum Erstaunen der anwesenden Filmfiguren wichtige Informationen beschafft oder Zugänge öffnet.
Die Idee, einen Spielfilm über die Entwicklung von Facebook zu produzieren, wäre eigentlich von minderen Erfolgsaussichten gekrönt, da wenig Spektakuläres bei seiner Entstehung passierte. Facebook entstand in der Harvard University, ursprünglich als interne Vernetzungsidee der dortigen Studenten. Von da aus verbreitete sich das Netzwerk auf die High-Schools in den USA und dann auf die Hochschulen außerhalb der USA. Bis schließlich die ganze Welt und Jedermann den Zugang bekam. Die Entwicklung dieser Plattform brachte dem 26-jährigen Mark Zuckerberg nicht nur Erfolg, sondern auch Milliarden ein. Und damit genug Geld, um als Filmfigur von Interesse zu sein und um genügend Kinobesucher zu garantieren.
 
Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 06/2010 

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