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Kunst für die Welt

Montag 24 Mai 2010 at 10:40 pm

Michael Brauer mit dem Modell des KunstwerksSchon seit frühester Jugend wusste Michael Brauer, dass er Bootsbauer werden wollte. Der heute 62-jährige passionierte Segler machte sich schon zu DDR-Zeiten selbständig und baut heute überwiegend Kunstobjekte. Im letzten Jahr formte er für den niederländischen Künstler Marc Ruygrok ein acht Meter hohes Methan-Molekül, das bei Groningen (NL) auf dem Mittelstreifen der Autobahn aufgestellt wurde. Zur Einweihung kam sogar Königin Beatrix. Sie schüttelte natürlich nur dem Künstler die Hand, nicht dem Handwerker. „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ – dieses Zitat von Karl Valentin hängt in Brauers Werkstatt.

PANKE-SPIEGEL: Wurde Ihnen das Handwerk schon in die Wiege gelegt?
Michael Brauer: Eher nicht. Mein Vater war Arzt, meine Mutter – wie damals üblich – Hausfrau. Mein Großvater war Zollbeamter in Togo. Er kaufte von seiner Abfindung ein 40.000 Quadratmeter großes Grundstück in Brandenburg an der Havel, um eine Obstplantage zu betreiben. Die Plantage bestand nicht lange, aber das Grundstück, direkt am Wasser gelegen, ist immer noch im Familienbesitz. Ich habe dort meine Kindheit verbracht und war während der Schulzeit, als wir dann in Berlin wohnten, immer in den Sommerferien bei meiner Großmutter. Da gab es natürlich auch einen Ruderkahn. Ich war viel auf dem Wasser. Auch Schiffsmodelle  habe ich als Kind gebaut. Ich war schon immer eher praktisch veranlagt. Während der Oberschulzeit gab es dann für wenige Jahrgänge die Besonderheit, dass der UTP (Unterrichtstag in der Produktion Anm. d. Red.) zu einer Berufsausbildung zusammengefasst wurde. Während später die Wahl auf wenige Berufe beschränkt wurde, hatten wir das Glück, uns einen Beruf frei aussuchen zu können. Ich ging zu Yachtbau Berlin und die Firma richtete auf meine Initiative hin fünf solche Ausbildungsplätze ein. Wir wurden dort „Eintagsfliegen“ genannt, weil wir nur einen Tag in der Woche im Betrieb waren. So hatte ich dann mit dem Abitur gleich eine abgeschlossene  Berufsausbildung und ging dann nach Rostock, um Schiffsbau zu studieren.

„HET SLOCHTER MOLECULE“ bei der MontagePS: Wann haben Sie sich dazu entschlossen, sich selbständig zu machen?
MB: Da kamen mehrere Komponenten zusammen. Nach dem Studium arbeitete ich einem Ingenieurbüro für Schiffbau. Mit der Absetzung von Walter Ulbricht, der den Schiffsbau förderte, brachen andere Zeiten an. Natürlich wurde man nicht entlassen, man wurde umgesetzt. Ich kam ins Konstruktionsbüro der Warnow-Werft. Dort gab es eine recht absurde Arbeitsatmosphäre: Die Reißbretter standen in zehn Reihen. Ganz vorn hatte der Abteilungsleiter, natürlich Parteigenosse, die Aufsicht. In der ersten Reihe standen die Lehrlinge, dann die jungen Schiffbauingenieure und je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit rückte man weiter nach hinten. Den Raum verlassen durfte man nur nach vorheriger Abmeldung. Um punkt 16 Uhr öffnete der Abteilungsleiter die Tür und alle traten auf den Flur. An kreativer Ingenieursleistung war dort niemand interessiert. Das wurde auch nicht besser, als ich zur Schiffsrevision und Klassifizierungsgesellschaftwechselte, wo vollends die Bürokratie herrschte. Vom praktischen Schiffbau fühlte ich mich abgeschnitten, auch weil  ich kein Seefahrtsbuch bekam. Ich hatte es dreimal beantragt, aber immer wurde abgelehnt. Vielleicht weil mein Bruder einen Ausreiseantrag laufen hatte. Das bedeutete, ich konnte Seeschiffe, wie ich sie konstruieren sollte, nie unter realen Bedingungen, auf hoher See erleben. Beim Segeln stand man unter ständiger Beobachtung der Grenzsoldaten, vom Land und von See aus. Nachdem einigen Seglern die Flucht gelungen war, wurde es immer schwieriger zu segeln.

Das gesamte Interview lesen Sie in Ausgabe 03/2010

Kita feierte Richtfest

Montag 24 Mai 2010 at 10:33 pm

Bei schönstem Sonnenschein wurde Ende April das Richtfest für die Kita am Birkenwäldchen begangen. „Einen schöneren Anlass gibt es eigentlich nicht“, begrüßte Bürgermeister Rainer Fornell die Gäste, Planer und Bauarbeiter. Während andere Bauvorhaben doch in der Regel konfliktbeladen seien, stelle ein Kitaneubau eine rundum positiv wahrgenommene Sache dar. So wird die Fertigstellung, die für August geplant ist, auch sehnlichst erwartet. Der künftige Betreiber, die „Vielfarbkita“, muss sich allerdings noch länger gedulden, da das Haus zunächst als Übergangsquartier für die Kita „Villa Kunterbunt“ in der Max-Lenk-Straße dient. Dort sollen im Sommer die Bauarbeiten beginnen. Neben der Sanierung des alten Gebäudes wird dort ein Neubau entstehen, der zusätzlich 30 Kindern Platz bietet.
Der Bau der Kita am Birkenwäldchen wird zum großen Teil mit Mitteln des Bundes finanziert. Rund 800.000 Euro erhält Panketal im Rahmen des so genannten Konjunkturpaketes 2, das kommunale Investitionen in Infrastruktur und Bildung fördert.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 03/2010

Der Goethepark im Wandel der Zeit

Montag 24 Mai 2010 at 10:29 pm

Wenn man sich auf der Karte von 1904 die Kolonie Röntgental anschaut, kann man erkennen, welche große Entwicklung in der Zeit der ersten Besiedelung um 1885, der Gründung des Grundbesitzervereins 1899 und den Jahren bis 1904 vonstatten gegangen war. Auf etwa einem Quadratkilometer entlang der Bahnlinie, zwischen der Winklerstraße im Westen und der Schönerlinder Straße östlich war ein Straßensystem entstanden, und eine weitgehende Parzellierung war vollzogen worden. Der Haltepunkt Röntgental an der Berliner Vorortbahn war 1903 eingeweiht worden. Eine rege Bautätigkeit hatte eingesetzt. All das war von den Mitgliedern des Grundbesitzervereins erdacht und geplant.
Da nimmt es nicht Wunder, dass man auch eine Kirche als gesellschaftlichen Mittelpunkt bauen wollte. Dazu war der Platz  Bahnhofstraße/ Ecke Bärwolfstraße (heute Heinestraße) vorgesehen. Er wurde zwei Jahrzehnte lang Kirchplatz genannt, und es wurde Geld für den Bau der Kirche gesammelt. Auf dem Programmzettel zu einem Kirchenkonzert in Zepernick am 15. November 1903 steht: „zum besten des Kirchplatzes in Röntgental“. Zur Verwirklichung des Planes kam es nicht. Der Ausbruch und das Ende des 1. Weltkrieges hatten eine neue Situation geschaffen. Wie es mit der Nutzung des etwa 6.000 Quadratmeter großen Areals weiterging,  dazu gibt es keine Aktenunterlagen, aber dem Protokollbuch des Zepernicker Bürgervereins kann man etwas entnehmen. Am 5. September 1922 heißt es: „Das bei Besprechung der  Gemeindeangelegenheiten gefallene Wort Gemeindeplatz gibt Herrn Bartelt Veranlassung, an Herrn Schmidt die Frage zu richten, ob es sich um den Kirchplatz in Röntgental handelt. Herr Schmidt bejaht und teilt mit, dass dieser Platz Eigentum der politischen Gemeinde sei, da die Kirchengemeinde aus ganz nichtigen Gründen die Auflassung nicht entgegengenommen habe.“
Unter dem 3. April 1923 steht: „Ein ganz besonderes Interesse erweckt die Mitteilung des Vorsitzenden, dass der Grundbesitzerverein Röntgental aus eigener Kraft und unter Zuhilfenahme der auf dem Platz vergrabenen Münzen den Kirchplatz in einen würdigen Zustand versetzen will“. Leider ist Nichts zu erfahren, um was für vergrabene Münzen es sich handelt.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 03/2010

Will Panketal ein eigenes Klärwerk bauen?

Montag 24 Mai 2010 at 10:22 pm

Grauwasserteich in den ehemaligen RieselfeldernAufmerksame Beobachter des kommunalen Geschehens haben in letzter Zeit möglichweise von Absichten der Gemeinde Panketal zum Bau eines Klärwerkes in Hobrechtsfelde gehört. Der PANKE-SPIEGEL fragte nach.

Gegenwärtig werden die Panketaler Abwässer zusammen mit den Bernauer Abwasser über eine etwa acht Kilometer lange Abwasserdruckleitung (ADL) zum Klärwerk Schönerlinde abgeleitet. Diese ADL gehört dem Wasser- und Abwasserzweckverband (WAV) Panke-Finow und wird von den Stadtwerken Bernau betrieben. Die Gemeinde Panketal trägt dabei für unseren Anteil die Einleitgebühren, die im Klärwerk Schönerlinde fällig werden (94 Cent pro m³) sowie einen Kostenanteil für die Betriebskosten der Mitnutzung der ADL in Höhe von 16 Cent pro m³. Insgesamt machen die Panketaler Abwässer mit einem Volumen von 800.000 m³ etwa 28 Prozent des Volumens der durch die ADL transportierten Abwassermenge aus. Nun hat der WAV Panke-Finow den Vertrag über die Mitnutzung der ADL durch Panketal zum 31.12.2010 gekündigt. Der Vertrag kann neu verhandelt werden, allerdings steht einem neuen Vertragsabschluss ein Rechtsstreit zwischen dem Eigenbetrieb Kommunalservice Panketal und dem WAV über eine Summe von ca. 350.000 Euro entgegen. Aus Sicht des WAV muss der Eigenbetrieb diese Summe aus früherer Nutzung erst zahlen, bevor man über einen neuen Vertrag diskutiert. Über die Möglichkeiten zur außergerichtlichen Einigung in diesem Konflikt wird gegenwärtig verhandelt.
Unabhängig davon muss die Gemeinde angesichts der ausgesprochenen Kündigung natürlich nach Alternativen suchen. Neben der Vorzugsvariante eines neuen Mitnutzungsvertrages für die bestehende ADL gibt es noch zwei Alternativen.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 03/2010

Unsere Heimat - Interview mit Angelika Weiz und Jürgen Karney

Mittwoch 12 Mai 2010 at 11:21 am

PANKE-SPIEGEL: Ende 1965 verkündeten Ulbricht und Honecker auf dem so genannten „Kahlschlagplenum“ der SED, es wäre an der Zeit, mit der „Monotonie des Yeah, Yeah, Yeah“ Schluss zu machen. Hatte diese Art der Zensur Einfluss auf eure künstlerische und journalistische Arbeit?
Weiz: Im Prinzip war das ja noch vor meiner Zeit. Da war ich in Heiligenstadt noch „Quark im Schaufenster“. Allerdings habe ich schon mit 12 Jahren angefangen, böse, böse Beatmusik zu machen. Mein erstes Spielverbot kam dann auch sehr schnell. Es war doch logisch, dass die englischsprachige Musik aus der DDR verbannt werden sollte. Und so wurde es dann auch versucht, alles auf Weisung von Ulbricht hin. Außerdem waren natürlich alle Langhaarigen Gammler und Hippies. Ganz schlimm wurde es, wenn sie dazu auch noch Pazifisten waren. Pazifismus ist etwas ganz böses gewesen! Mein erstes Spielverbot sprach mir seinerzeit der Schuldirektor aus wegen Rauchens und Biertrinkens auf einer Schulfete. Ich war in der Schulband. Es war kein politisches Verbot.
Karney: Ich war damals auch noch nicht dabei. Allerdings bin ich die Generation danach, die von und mit Beatmusik gelebt hat. Andere haben die Musik gemacht, ich habe ihre Scheiben aufgelegt und den Leuten die Songs nahegebracht. Als ich damit begann, gab es am Horizont einen Silberstreif. Und ich war jung genug, zu glauben, dass dieser Silberstreif irgendwann in Sonnenschein übergeht. Wir hatten gehofft, dass sich vieles ändern wird, dass es zu mehr Offenheit in allen Bereichen kommen würde. Plötzlich gab es eine Amiga-Platte, auf der die Beatles drauf waren. Mit jeder Amiga-Lizenzplatte war die Hoffnung verbunden, es wird alles gut. Wir wissen, dass es nicht gut geworden ist, sondern dass sie uns einfach nur hingehalten und verarscht haben. Und weil die Beatles aus einer Arbeiterstadt kamen, hatten wir die Chance den einen oder anderen ihrer Songs zu hören. Sonst hätten wir sie nicht hören können! In meinem neuen Leben als Privatradiomann ist mir der Spruch von Ulbricht heute als Comedy-Gag sehr willkommen, weil man damit einfach nur Spaß verbreiten kann. Ich bin froh, dass wir heute darüber lachen Können. Aber ich kenne Kollegen, die darunter sehr gelitten haben. Künstlerisch, menschlich und politisch.

Das ganze Interview lesen Sie in der Ausgabe 03/2010 

Von frommen Lieder durchdrungen - 2. ÖKT

Mittwoch 12 Mai 2010 at 11:18 am

Deutschland hat zwei Hauptstädte. Eine katholische und eine evangelische. Das überwiegend evangelische Berlin war im Jahre 2003 Austragungsort des 1. Ökumenischen Kirchentages. Eine heilige Zahl an Jahren später hat das überwiegend katholische München die Christenmenschen aller Konfessionen zu Gast. Der 2. Ökumenische Kirchentag 2010 steht unter dem Leitwort „Damit ihr Hoffnung habt“. Auch dieser Kirchentag unterscheidet sich nicht wesentlich von den sonst nach Konfessionen getrennt stattfindenden Christentreffen. Wie der Deutsche Evangelische Kirchentag und der Katholikentag, so ist auch diese Zusammenkunft vieler im Kernbereich der Kirchen engagierter und einer noch größeren Zahl zum Eventchristentum zählender Christen ein Gemisch an Leistungsschau, intellektuell schwerwiegender Vorträge und Foren und jugendbetonten Happening. Busse und Straßenbahn werden von frommen Liedern erfüllt und die Freunde bierernster Streitgespräche kommen auf ihre Kosten. Insgesamt steht aber ein großes Wir über der Veranstaltung. Wir Christinnen und Christen zeigen Geschlossenheit. Wir Kirchen haben auf dem Weg der Überwindung konfessioneller Spaltung zu eine gute Wegstrecke zurückgelegt. Da gibt es kein Zurück, auch wenn manche stramme Ökumenegegner meinen, die dummen Einheitsschafe würden sich auf zu dünnes Eis wagen. Aber auch einige Befürworter der Ökumene granteln. Es gibt zwar kein zurück aber auch kein vorwärts, verkünden sie übellaunig und bekunden ihren Unmut mit dem Fernbleiben von der Kirchenwiesn. So wird zum Beispiel der bekannte evangelische Theologe Pfarrer Friedrich Schorlemmer den Ökumenischen  Kirchentag boykottieren. Hauptpunkt seiner Kritik ist, dass gerade in einer ganz wesentlichen Frage der Ökumene sich nichts bewegt: Das Abendmahl trennt die Christen nach wie vor. Eine gegenseitige Gastfreundschaft ist nicht möglich und gar ein gemeinsames Abendmahl überhaupt nicht im Blick. Schorlemmer gibt sich als Pessimist in Sachen Ökumene, hat aber in der Sache Recht. Gerade in dem „heiligsten“ Bezirk der christlichen Existenz, in der Feier des Abendmahles, ist der Graben der Trennung noch am tiefsten – und scheint immer noch tiefer zu werden. Es ist nicht die Art und Weise, wie katholische und evangelische dieses Abendmahl in einem Gottesdienst feiern. Da sind sie sogar sehr dicht beieinander. Im Evangelischen Gesangbuch ließt man in dem Abschnitt über den „Gottesdienst an Sonn- und Festtagen“: „Der Aufbau ist leicht zu überblicken: Voraus geht eine hinführende Vorbereitung (die Eröffnung und Anrufung). Die Entfaltung der biblischen Botschaft (Verkündigung und Bekenntnis) und die Feier des Abendmahls sind die beiden Kernstücke. Den Abschluss bildet der Übergang in den Gottesdienst des Alltags (die Sendung).“ (EG 761)...

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Dem Jazzpianisten Herbie Hancock zum 70.

Mittwoch 12 Mai 2010 at 11:15 am

Am 12. April wurde der afroamerikanische Jazzpianist und Komponist Herbie Hancock 70 Jahre alt. Der aus Chicago stammende Hancock ist ein Intellektueller, hat den Segen eines musikalischen Elterhauses, einer frühen Förderung und, last but not least, den Segen  eines  überdurchschnittlichen Talents. Mit 11 Jahren habe er bereits zusammen mit dem Chicago Symphony Orchestra  das 5. Klavierkonzert in D-Dur von Mozart gespielt. Seine Liebe sei erst zur Elektrotechnik und Elektronik gegangen, bevor er sich endgültig dem gründlichen Musikstudium widmet. Mit der ersten eigenen Platten-Veröffentlichung beim renommierten Label  „Blue Note“  landet er seinen ersten Jazz-Welthit „Watermelon Man“. Der Weltstar Miles Davis holt Hancock mit 23 Jahren  in seine Band, fordert und fördert ihn nach Kräften. Bei Davis erhält er später ein E-Piano. Ein kleines Ereignis mit großen Folgen. Der Höhepunkt und Abschluss bei Davis wird das Mitwirken am  Album Bitches Brew sein. Hancock, beeindruckt von Woodstocks Funkmusiker  Sly Stone geht nach der Trennung von Davis zwei Wege, die aber nicht voneinander zu trennen sind. Er spielt weiterhin  Modern Jazz mit Musikern aus Miles Dunstkreis und bringt andererseits die Afroamerikanische Popularmusik mit unglaublich coolen und endlos wirkenden Soundteppichen aus schweren Samt zum Kochen.  Die Musik erhält eine neue Funktion: Sie wird vom Objekt des reinen Zuhörens zum reich ornamentierten Priestergewand eines schwarzen Voodoos...

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Generalsanierung bei laufendem Betrieb

Mittwoch 12 Mai 2010 at 11:13 am

Anfang April wurde der Umbau der Seniorenzimmer im Zepernicker Seniorenheim gestartet. Darüber freut sich Heimleiterin Heike Tenge ganz besonders. Zumal es ja vor diesem offiziellen Baubeginn schon einige Baumaßnahmen gegeben hatte. Im Zuge der Übernahme des Seniorenheimes durch die „Führergruppe“ kam es zur „unschönen Situation“, wie Tenge erinnert, dass der Vorgänger in der Trägerschaft des Hauses, die „Gemeinnützige Gesellschaft für Senioren und Behinderte mbH“ unter der Geschäftsführung von D. Gisa Kuhn alles Mobiliar sowie die Küchen des Hauses leergeräumt hatte. Teilweise verrotten die Möbel heute unter freiem Himmel. Diese Tatsache bedeutete für das Seniorenheim, dass zunächst die Küchen modernisiert und umgestaltet werden mussten. Und jetzt geht es bei laufendem Betrieb weiter mit der Sanierung. Strang für Strang werden nunmehr die Zimmer der Senioren auf ein Niveau gebracht, das nichts mehr zu tun hat mit dem nahezu museal wirkenden DDR-Ambiente. Bereits im April hatten Elektriker und Handwerker im Sanitärbereich die Voraussetzungen für die Strangsanierung im Keller des Hauses geschaffen. Darauf folgte der Umzug der ersten Bewohnerinnen und Bewohner in andere Zimmer, um Baufreiheit zu schaffen für das aufwendige Projekt. Parallel zur Zimmersanierung wurde ein Durchbruch zum Fahrstuhl geschaffen. Derzeit leben 144 Bewohnerinnen und Bewohner im Zepernicker Seniorenheim. Das ist etwas weniger als bei voller Belegung (168), hängt jedoch mit der Sanierung unmittelbar zusammen.
Bauleiter Matthias Preiß ist der Herr über die Handwerker, die die Elektrik, das Wasser- und Abwassersystem sowie die Lüftungsanlage komplett erneuern. Fast jedes Zimmer bekommt eine eigene Dusche eingebaut, was natürlich die Erfahrung von Trockenbauern, Installateuren und Fliesenlegern erfordert. Zudem wird die komplette Elektroanlage erneuert und jedes Zimmer erhält einen separaten Brandmelder sowie die Schwesternrufanlage. Ende Mai sollen die Balkone aus Beton abgerissen werden. „Dann kommt das Gerüst“, erklärt Matthias Preiß. Die geplante neue Balkonanlage werde aus einer Glas-Aluminium-Konstruktion montiert, so dass die Bewohnerinnen und Bewohner freien Blick in Grüne erhalten. Dabei werde auch die Fassade neu gestaltet sowie das Dach saniert, so der Bauleiter weiter. „Wir diskutieren derzeit eigentlich nur noch über ein paar Farbnuancen.“ Leider werde zwischen Balkonfenster und Balkon selbst ein Absatz bestehen bleiben, sagt Preiß. Der Aufwand zur Beseitigung sei enorm groß und derzeit nicht zu leisten.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 03/2010

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