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Die letzte „Granata“ wurde gezündet

Dienstag 23 März 2010 at 3:21 pm

Zum Tod von Dr. Dr. h.c. Hanna-Renate Laurien

Von Thomas Steierhoffer

Wenn die großen Politiker der deutschen Nachkriegszeit aufgerufen werden, erklingen die Namen von Konrad Adenauer, Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl. Alles Männer! Doch eine Frau gehört unbedingt mit hinein in die Litanei derer, die ihrem Volk aus Überzeugung, Leidenschaft und aus dem vollen Verständnis des im Lateinischen wurzelnden Wortes „Minister“ gedient haben: Hanna-Renate Laurien.
Sie wurde am 15. April 1928 als Tochter eines Chemikers und einer Lehrerin in Danzig geboren. Laurien studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1948 wurde sie Mitbegründerin der Freien Universität im Westteil der Stadt. Die Oberstudiendirektorin und CDU-Politikerin war von 1976 bis 1981 Kultusministerin in Rheinland-Pfalz, von 1981 bis 1989 Schulsenatorin von Berlin und von 1991 bis 1995 Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses.
Die überzeugte Katholikin engagierte sich über viele Jahre beim „Zentralkomitee der Deutschen Katholiken“ sowie als Vorsitzende des „Diözesanrates der Berliner Katholiken“. Nach dem Fall der Mauer setzte sie sich vehement für die Verlegung des Sitzes der Bundesregierung von Bonn nach Berlin ein. Die Berliner Bevölkerung rief sie im Herbst 1992 erfolgreich zu Demonstrationen gegen aufkeimende Ausländerfeindlichkeit und Rassismus auf. 1996 schied sie aus dem CDU-Bundesvorstand aus. Am 12. März 2010 starb sie in Berlin. Das letzte Interview ihres Lebens gab sie Mitte 2009 dem PANKE-SPIEGEL.
Hanna-Renate Laurien war eine streitbare und mutige Frau". Nie hatte sie ihren Standpunkt als Katholikin verleugnet. In einer kurzen Erklärung des Berliner Erzbischofs, Georg Kardinal Sterzinsky, heißt es: "Als Vorsitzende des Diözesanrats hat sie stets die enge Zusammenarbeit mit mir gesucht. Auch in ihrem Ruhestand hat sie sich an den Berliner Debatten beteiligt, zuletzt im Volksbegehren ,Pro Reli'. Unvergessen bleibt sie mir auch in ihrer engagierten Unterstützung beim Aufbau der Katholischen Akademie. Ich persönlich erinnere mich gern, wie sie mich nach meinem Amtsantritt in Berlin im Namen der Berliner Katholiken begrüßt hat. Wir werden ihre Stimme vermissen."

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Leid positiven Sinn geben - Hubertus Knabe im Gespräch

Dienstag 23 März 2010 at 3:17 pm

Hubertus Knabe wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Seine Eltern waren 1959 aus der DDR geflohen. Sein Vater, der renommierte Forstwissenschaftler Wilhelm Knabe, gehörte zu den Mitbegründern der Partei „Die Grünen“. Auch Knabe selbst engagierte sich früh bei den Grünen und in der Friedensbewegung. In Bremen gründete er 1978 ein Komitee für die Freilassung des DDR-Dissidenten Rudolf Bahro. Während einer seiner häufigen Besuchsreisen in die DDR lernte er dort 1979 seine spätere Frau kennen. Wegen seines politischen Engagements wurde ihm von 1980 bis 1987 die Einreise in die DDR verboten.
Nach seinem Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Bremen wurde Knabe1983 Pressesprecher der Grünen in Bremen. 1985 ging er als Stipendiat nach Budapest, anschließend promovierte er an der Freien Universität Berlin über Umweltkonflikte im Sozialismus. Von 1992 bis 2000 arbeitete Knabe in der Forschungsabteilung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Seit 2001 ist er wissenschaftlicher Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit der DDR. Der PANKE-SPIEGEL besuchte Hubertus Knabe in Hohenschönhausen und sprach mit ihm über die Grundstrukturen des Terrorregimes der Stasi in der DDR sowie über Probleme bei der Aufarbeitung und historischen Bewertung des kommunistischen Unrechtssystems.

PS: Herr Dr. Knabe, kann es Versöhnung zwischen Tätern und Opfern der Stasi per Deklaration geben, so wie es der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck „angeregt“ hatte?
Knabe: Sicherlich nicht. Versöhnung ist ein sehr individueller Vorgang. Man stelle sich vor, man wird auf der Straße überfallen und soll sich dann mit dem Täter versöhnen. Das kann man nur selbst entscheiden, ob man sich dazu durchringen will. Das kann man nicht anordnen, wie Herr Platzeck das versucht hat. Ich glaube, er hat auf diese Weise nur versucht, seiner machtpolitischen Interessenslage einen philosophischen Überbau zu verpassen, der aber sehr unangemessen war.

PS: Setzt Versöhnung nicht Reue, Einsicht und die Bitte um Verzeihung seitens der Täter voraus?
Knabe: Ja. Das kennt man ja auch aus dem normalen Leben, z.B. wenn man sich heftig gestritten hat. Wenn einem jemand etwas Böses angetan hat, muss dieser den ersten Schritt gehen und sich entschuldigen. Er muss deutlich machen, dass er sich schämt für das, was er getan hat. Dann kann der andere vielleicht wieder auf ihn zugehen und sich versöhnen. In der Stasi-Problematik ist es jedoch so, dass die Täter genau diesen Schritt nicht gehen. Jedenfalls in neunundneunzig Prozent der Fälle nicht. Sie leugnen bis zum Schluss, sie behaupten, niemandem geschadet zu haben. Teilweise drehen sie gar den Spieß um und stellen sich selbst als Opfer dar, zum Beispiel als Opfer der Medien.

Das vierseitige Interview lesen Sie in der Ausgabe 02/2010

Zu den Ursachen des sexuellen Missbrauchs in der Kirche

Dienstag 23 März 2010 at 3:12 pm

Meine früheste Erinnerung an das Thema „Missbrauch“ geht in meine Kindheit zurück. Ich war neuen oder zehn Jahre alt, da lief, wahrscheinlich im Sonntagnachmittagsprogramm, der Film „Es geschah am helllichten Tag“. Diese schweizerisch-deutsch-spanische Produktion aus dem Jahre 1958 hat sich tief in meiner Erinnerung festgesetzt, weil es einer der wenigen Filme war, über den meine Eltern mit mir und meinen Geschwistern sprachen. In einem Waldstück bei einem Ort in der Nähe von Zürich wird die Leiche der kleinen Gritli Moser gefunden. Die Ermittlungen des Polizeikommissars Hans Mathäi, gespielt von Heinz Rühmann, konzentrieren sich zunächst auf einen Hausierer. Die Ähnlichkeit zu anderen Fällen zeigt aber, dass dieser nicht der Täter gewesen sein kann. Nun kommt der Geschäftsmann Schrott in den Blick, gespielt von Gerd Fröbe. Der Film zeigt, wie er sich der kleinen Annemarie nähert und sich mit einer lustigen Kasperle-Puppe das Vertrauen des Kindes verschafft. Was Schrott nicht wissen kann ist, dass Kommissar Mathäi Annemarie als Köder benutzt, um den wahren Mörder in eine Falle zu locken. Schrott hat angebissen und wird am Ende überführt. Die Regeln, die uns die Eltern in dem Gespräch über „den Film mit dem bösen Onkel“ mit auf den Weg gaben und später auch immer wiederholten, waren kurz und  bündig: 1. Lass dich nicht von fremden Leuten ansprechen. 2. Nimm nichts von fremden Leuten an. 3. Geh nicht mit fremden Leuten mit. Der Film und die Regeln sind wie abrufbare Daten in meinem Kopf gespeichert und sind gerade in den vergangenen Wochen wieder aktiviert worden. Es geht um den Missbrauch Minderjähriger durch, ich sag’s mal weltlich, Kollegen von mir. Es geht um das Verbrechen von Männern der Kirche, vor denen Eltern ihre Kinder nie warnen würden, weil sie in ihnen eher Verbündete in ihrer Sorge um das Wohlergehen ihrer Söhne und Töchter sehen. Dieses Vertrauen kann sich sogar biblisch begründen. Kinder haben die besondere Aufmerksamkeit und Zuneigung Jesu. Der Vers aus dem Matthäusevangelium gehört wohl zu den bekanntesten: „Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.“ (Kap. 19, Vers 14) Jesus richtet sie an seine eigenen Leute, die Eltern schroff abwiesen, die gekommen waren um ihre Kinder von ihm segnen zu lassen. Und wie eine deutliche Warnung in der gegenwärtigen Diskussion um Ursachen und Folgen von Kindesmissbrauch durch Kirchenleute könnte man dieses Jesuswort deuten: Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde. (Matthäus Kap. 18, Vers 6)

Den ganzen Essay finden Sie in der Ausgabe 02/2010

Diktatur beginnt mit Erziehung - "Das weiße Band"

Dienstag 23 März 2010 at 3:09 pm

Ein Dorf irgendwo in Preußen am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Mysteriöse Dinge geschehen auf dem Gut eines Barons (Ulrich Tukur), dessen Ehefrau (Ursina Lardi) es vorzieht, mit ihren Kindern nach Italien zu gehen, um sich der patriarchalischen Herrschaft ihres Gatten zu entziehen. Ein unsichtbar gespanntes Seil bringt das Pferd des Arztes vor dessen Haus zu Fall. Der Doktor verletzt sich schwer und muss für viele Wochen ins Krankenhaus der nächsten Stadt. Derweil verunglückt die Ehefrau eines Bauern im Sägewerk des Barons tödlich. 
Der Schwarzweißfilm des österreichischen Regisseurs Michael Haneke hat einen klassischen Erzähler: den 35-jährigen Dorflehrer (Christian Friedel), der später um die Hand des Kindermädchens im Haus des Barons (Leonie Benesch) anhalten wird. Die Dorfgemeinschaft trifft sich sonntäglich zum protestantischen Gottesdienst, dessen erster Zeremonienmeister selbstredend der Pastor des Dorfes ist. Der sittenstrenge Mann im schwarzen Talar und weißer Halsschleife, gespielt von Burghart Klaußner, der auch den Konfirmationsunterricht leitet, lässt seine pubertierenden Kinder für geringfügige Vergehen wochenlang ein weißes Band am Arm tragen. Zur Erinnerung an die Tugenden der „Reinheit und Keuschheit“, von deren Pfad sie nach seiner Einschätzung abgewichen sind. Seinen heranwachsenden Sohn fesselt der fromme Mann nachts an sein Bettgestell, auf dass er nicht „den Versuchungen seines jungen Leibes“ erliegen möge. Zuvor erzählt er ihm vom Siechtum eines Altersgenossen, dem ob seiner suchtartigen Berührungen „der feinsten Nervenenden seines jungen Körpers“ zunächst Eiterbeulen im Gesicht und am ganzen Körper gewachsen seien, später sei er von seiner „Sucht und Unkeuschheit“ gar vom Tode hinweggerafft worden, so der Vater zum Sohne. Der Pastor züchtigt seine Kinder, lässt sich von ihnen mit „Herr Vater“ ansprechen und regelmäßig die Hand küssen. Eines Tages findet er seinen geliebten Wellensittich mit einer Haushaltsschere erstochen auf dem Schreibtisch seines Arbeitszimmers. Der Verdacht richtet sich gegen die Tochter und den Sohn...

Die gesamte Filmkritik finden Sie in der Ausgabe 02/2010

Der allerletzte Gruß des "Man In Black"

Dienstag 23 März 2010 at 3:06 pm

"American VI: Ain't no Grave" von Johnny Cash ist ein zutiefst spirituelles Album. Jeder Song handelt vom schweren Weg des Lebens, den jeder gehen müsse, so Rubin, der auch dieses Album produziert hat. Die insgesamt zehn Songs stammen alle aus den Sessions zum fünften Teil der Serie und wurden in seinem eigenen "Blockhütten-Studio", dem Cash Cabin Studio in Henderson, Tennessee oder aber in der Akademie Mathematique of Philosophical Sound Research in Los Angeles aufgenommen. Die Songs sind wie eine abschließende Biographie, die das Leben des Country-Sängers Revue passieren lassen und behandeln schmerzlich Intime Themen wie Verlustängste und den für Cash unerlässlichen Glauben an Gott. So präsentiert er auf diesem Album Interpretationen wie "Redemption Day" von Sheryl Crow, "For The Good Times" von Kris Kirstofferson, Tom Paxtons "Can't Help But Wonder Where I m Bound", Bob Nolans "Cool Water", "Last Night I Had The Strangest Dream" von Ed McCurdy, "Satisfied Mind" von J.H. "Red" Hayes und Jack Rhodes, das bereits auf dem Kill Bill 2 Soundtrack zu hören war. Den Abschluss bilden der weltbekannte Abschiedssong "Aloha Oe" der letzten Hawaiianischen Königin Lili'uokalani sowie die bis dato unveröffentlichte Eigenkomposition "I Corinthians 15:55". Dieses enorme Song- und Klangspektrum ist ein persönliches Statement von Johnny Cash und zum Teil gezeichnet durch den Verlust seiner Frau June, die 2003 an den Folgen einer Herzklappenoperation starb.

Die ganze Besprechung der CD finden Sie in der Ausgabe 02/2010

Ein Meilenstein in der Geschichte der Rockmusik

Dienstag 23 März 2010 at 3:01 pm

Wir waren in der DDR ja eher russisch geschult worden, was jedoch auf die Masse der Schüler hochgerechnet nur mittelprächtige Ergebnisse zeitigte. Irgendwie hielten wir nicht sehr viel von der verordneten Freundschaft zur Sowjetunion, zumal von dort auch keine anständige Beatmusik kam. Also freuten wir uns auf den Englischunterricht, der fakultativ war. Die Ernüchterung kam jedoch sehr schnell. Hier wurden keine Songtexte von Dylan, den Beatles oder gar den Stones übersetzt, sondern der darbenden Arbeiterklasse im kapitalistischen England gedacht, die gegen Mietwucher, fiese Bosse und gegen ständige Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln wie Brot, Kartoffeln und Milch zu kämpfen hatte. Einmal gab es jedoch eine Ausnahme, die wir selbst provozierten. In unserer illegalen Plattenszene wollten wir keinesfalls „Schluss machen mit der Monotonie des Yeah, Yeah, Yeah“, die uns via „RIAS“, „Radio Luxemburg“ oder dem amerikanischen Soldatensender „BFBS“ frei Haus geliefert wurde. Und so kam ein Freund eines Tages völlig aufgelöst in unseren Kreis und schäumte buchstäblich über vor Begeisterung: „Gerade haben sie die Stones gespielt“, jubelte er und hämmerte dazu wie wild auf seiner Luftgitarre herum. „Sätisfätschn ist es ganz einfach, Leute!“...

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 02/2010

Sinnlose Zerstörungswut in Zepernick

Dienstag 23 März 2010 at 08:21 am In der Nacht vom 19. auf den 20. März 2010 haben unbekannte Täter vier Straßenlaternen am Zepernicker Teilabschnitt des Fernradweges Berlin-Usedom zerstört. Wieviel Hirnmatsch steckt in manchen Birnen? Die vor vier Monaten in Betrieb genommene Anlage beleuchtet den nachts sehr dunklen Weg zwischen Friedhof und Bahndamm.... Die Laternen wurden komplett aus dem Boden gerissen, umgestürzt und die LED-Leuchtmittel zerstrümmert.

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