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Sprudelnde Erinnerung

Dienstag 24 November 2009 at 12:47 pm

Steine und Wasserspiel auf dem Rathausvorplatz /
Gedenktafeln erinnern an Geschichte vor Ort

Eigentlich sollte der friedlichen Revolution ein Denkmal gesetzt werden. Auf dem Platz vor dem Panketaler Rathaus. Doch zu soviel Pathos konnte sich die Mehrheit der Gemeindevertreter dann doch nicht durchringen. Statt einer zentralen „Gedenkstätte” an einem zwar politischen, jedoch (noch) nicht historischen Ort sollen nun Gedenktafeln an verschiedenen relevanten Stellen in der Gemeinde exemplarisch Einblicke in die jüngere deutsche Geschichte geben. Mit Blick auf Geschehnisse und Gegebenheiten vor Ort kann so der „Weltgeschichte” aus heimatkundlicher Perspektive ganz konkret nachgespürt werden.

Findlingbrunnen, Platz der Vereinten NationenBei den Überlegungen und Vorschlägen zur Gestaltung des Rathausvorplatzes wurde von vielen ein Brunnen oder auch ein Wasserspiel favorisiert. Bürgermeister Rainer Fornell schwebt eine Gestaltung vor wie beispielsweise am Berliner Platz der Vereinten Nationen, wo 14 Findlinge, darunter fünf mit Wassersprudlern, ein Ensemble bilden. Dem kann sich auch der Panketaler Hagen Doernberg anschließen: „Wasser, Feldsteine und eine ansprechende gärtnerische Gestaltung, das wären die unserer Gemeinde zukommenden Attribute, nicht aber hochfliegende historische Bezüge auf gesellschaftliche Veränderungen, die weiß Gott nicht von Zepernick und Schwanebeck ausgegangen sind”.

„Der Gedenkbrunnen soll ein sinnlich erfahrbarer, im besten Sinne begreifbarer und zum Innehalten einladender Ort sein, an dem man gern verweilt und dem sanften Plätschern des Wassers lauscht”, fasst Bürgermeister  Fornell seine Vorstellungen zusammen. Der Denkmalscharakter sei quasi inbegriffen, jedoch nicht „verordnet”. In erster Linie solle ein Anziehungspunkt vor dem Rathaus geschaffen werden, der die Aufenthaltsqualität des Platzes verbessert.

Meldestelle der Volkspolizei in Zepernick am 10.11.89Neben der sinnlichen Erfahrung, die ein künftiger (Gedenk-) Brunnen bieten könnte, bestimmt ein eher pädagogischer Ansatz das Vorhaben, Gedenktafeln an verschiedenen Orten in der Gemeinde anzubringen. Vorgesehen sind beispielsweise der Genfer Platz, einst Standort der Grenztruppen, die Sankt-Annen-Kirche, wo unter enormem Andrang am 23. Oktober 1989 ein Gesprächsabend zu kritischen Fragen wie Reisefreiheit, Pressefreiheit, Wahlgerechtigkeit oder Wirtschaftslage durchgeführt wurde, sowie die ehemalige Meldestelle der Volkspolizei in der Möserstraße, wo sich am 10. November 1989 eine lange Schlange von Zepernicker Bürgern bildete, die ein Ausreise-Visum für den Besuch West-Berlins beantragen wollten.

Den ganzen Artiekl lesen Sie in der Ausgabe 06/09

Heute liest mir Papa mal was vor!

Dienstag 24 November 2009 at 12:31 pm

Von Hagen Bonn

Vorlesen ist eine wunderbare Sache: Für alle, die vorgelesen bekommen – aber auch für diejenigen, die vorlesen. Bereits zum sechsten Mal fand am 13. November der bundesweite Vorlesetag statt. Die Idee: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Auch die 5c der Grundschule Zepernick bekam an diesem Tag Besuch von drei Vorlesern, unter ihnen Bürgermeister Rainer Fornell. Männer, die gern vorlesen, sind allerdings eine Ausnahme, so eine Studie der Stiftung Lesen. „Es reicht doch, wenn einer von uns beiden vorliest, und das ist meistens meine Frau”, meinten 55% der Männer, die als Teilnehmer der Vorlese-Studie befragt wurden. Einig waren sich die 500 Väter darin, dass Vorlesen grundsätzlich wichtig für das Kind sei (90%). Sie würden lieber mit dem Kind spielen oder Sport treiben, fügten sie als Begründung an. Zudem sei der Zeitmangel wohl der größte Hemmfaktor neben der Tatsache, dass Mütter sowieso besser vorlesen könnten. Hm?
Ernüchternd: Nur jeder fünfte Vater liest seinen Kindern überhaupt etwas vor. Was nicht in der Studie steht: Warum ist das so? Der Schlüssel zum Begreifen dieses Phänomens scheint in der Vergangenheit der Männer selbst zu liegen.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 06/09

"Mit Blumen wird man Sie nicht empfangen"

Dienstag 24 November 2009 at 12:23 pm

Gedenktafel soll an das Zentrale Aufnahmeheim Röntgental erinnern

Auf dem Gelände des Seniorenheims an der Schönerlinder Straße in Zepernick findet man heute nicht mehr viele Spuren, die darauf hinweisen, dass sich hier einst das Zentrale Aufnahmeheim der DDR für Übersiedler aus dem Westen befand. Hierher wurden Menschen gebracht, die sich für ein Leben in der DDR entschieden hatten. In der Mehrzahl handelte es sich bei den „Aufnahmeersuchenden” – so die offizielle Behördensprache – um ehemalige DDR-Bürger, die durch Republikflucht oder legale Ausreise in der Westen gelangt waren und die zumeist aus persönlichen und familiären Gründen nun wieder zurück wollten. Doch es gab auch Bundesdeutsche, die sich ein besseres Leben in der DDR erhofften oder die die Liebe in den Osten zog.  Man hätte meinen können, sie wurden mit offenen Armen empfangen – stattdessen wurden sie über Wochen und Monate in einem Lager festgehalten und überprüft. Schließlich war jeder Zuzügler ein potenzieller westlicher Spion.
Vor dem Bau der Mauer sind es jährlich noch Zehntausende, die dem Westen den Rücken kehren und in die DDR gehen. Darunter auch Prominente wie Stefan Heym, Lothar Bisky oder Wolf Biermann. Ihnen erscheint der real existierende Sozialismus als das bessere System.  
In den Anfangsjahren nimmt die Überprüfung in den verschiedenen Aufnahme- und Meldestellen mit anschließendem Aufenthalt in einem Quarantänelager nur wenige Tage in Anspruch. Doch schon Mitte der 50er Jahre verlängert sich die Prozedur, mit der die Polizei und die Staatssicherheit die Übersiedler auf Vergangenheit und Gesinnung überprüfen.
Im Dezember 1957 verschärft die DDR das Passgesetz. Rückkehrern drohen nun bis zu drei Jahre Haft aufgrund von Republikflucht. Dennoch gelingt es dem MfS, mit so genannten „Rückgewinnungsversuchen” – unter falschen Versprechungen und mittels Erpressung – Übersiedler und Flüchtlinge zur Rückkehr zu bewegen. „Mit Blumen wird man Sie nicht empfangen” – so und ähnlich umschreibt die Stasi verharmlosend, was die Rückkehrer erwartet. Dennoch hoffen viele, nach ein paar Tagen im Lager schnell an ihr altes Leben in der DDR anknüpfen zu können.[...]
In Zepernick soll künftig zumindest eine Gedenktafel an die Flüchtenden in die andere Richtung erinnern. Ein Weg, den aus gutem Grunde weitaus weniger Menschen beschritten. Denn ihre Flucht führte sie in ein Land, dessen ideologische Borniertheit ihnen Anpassung bis zur Selbstverleugnung abforderte. Ein fast vergessenes, dunkles Kapitel des Kalten Krieges.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 06/09

Ringsgwandl in alter Form

Freitag 20 November 2009 at 10:03 am

„Für jeden Unsinn gibt es einen, der ihn macht...“ Mit seiner neuen CD „Untersendling“ knüpft der Beat-Doktor an gute alte Zeiten an. Das waren jene Jahre in den 80-ern, in denen Ringsgwandl ganz in der Tradition der Texte von Bob Dylan und der Musik von Jimi Hendrix agierte. Auch heute sind die „kloana Leit“ wieder Thema des bayerischen Sängers, Songschreibers und Gitarristen. In den 13 neuen Songs geht es um die Bäckereiverkäuferin, den Mechaniker, die Putzfrau und den Computer-Freak... Und es geht wie eigentlich immer bei „Schorschi“ um den ganz normalen Wahnsinn um uns herrum und in uns selbst. Tolles Album!

Die ganze Rezension sowie Besprechungen zu Bob Dylan & Silly lesen Sie in der Ausgabe 06/2009

Lasset die Kinder zu mir kommen...

Freitag 20 November 2009 at 09:58 am

Bethlehem, Heilig Abend 1952: Auf dem Weg zur Geburtskirche sieht Pater Ernst Schnydrig, wie ein verzweifelter Vater sein totes Kind in der Nähe eines palästinensischen Flüchtlingslagers im Morast begräbt. Der Sohn eines Walliser Bauern ist tief erschüttert und handelt: Er mietet ein Haus, stellt 14 Betten hinein und nennt es Caritas Baby Hospital. Er gewinnt den palästinensischen Arzt Dr. Antoine Dabdoub und die Schweizerin Hedwig Vetter für sein Projekt. Nie wieder soll einem Kind am Geburtsort Jesu medizinische Hilfe verwehrt bleiben. In der Heimat gründet Schnydrig die Kinderhilfe Bethlehem als unabhängigen Verein mit Mitgliedern aus verschiedenen Ländern, um die Arbeit in Bethlehem finanziell zu sichern.
Das anfängliche Provisorium entwickelte sich zu einem modernen Kinderkrankenhaus. 1978 wurde ein Neubau mit 82 Betten eingeweiht. Pater Schnydrig hat diesen Festtag nicht mehr erlebt. Er starb wenige Tage vorher. Sein Vermächtnis steht im Grundstein des Neubaus: Wir helfen den Ärmsten, so gut wir können, und fragen dabei nie nach Nationalität oder Religion.
Die Kinderhilfe Bethlehem unterhält heute auch eine Mütterschule, und in der Pflegeschule werden junge Menschen, vor allem Frauen, für die Krankenpflege ausgebildet. Die Sozialarbeiterinnen sorgen dafür, dass Bedürftige kostenlos behandelt werden und helfen den Familien der kleinen Patienten. Spender der Kinderhilfe Bethlehem aus Deutschland, der Schweiz, Italien und Österreich finanzieren die unabhängige und unparteiische Arbeit, die von allen Seiten anerkannt und geschätzt wird. Die jährlichen Kosten für das Caritas Baby Hospital belaufen sich auf 6,335 Millionen Euro. 2008 haben umfangreiche Arbeiten am 30 Jahre alten Krankenhausgebäude begonnen. Die ambulante Klinik erhält neue Räume und die Mütterschule wird erweitert. Die ambulante Hilfe hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr dynamisch entwickelt. Immer mehr Familien kommen, weil sie sich andere Hilfe nicht leisten können. Nach Abschluss des An- und Umbaus können jährlich 50.000 Kinder im Caritas Baby Hospital behandelt werden.

Unsere Weihnachtsreportage lesen Sie in der Ausgabe 06/2009

Serge sprengt alle Tabus seiner Zeit

Freitag 20 November 2009 at 09:52 am

Vor vierzig Jahren erschien das sensationelle “Je t'aime“ mit Serge Gainsbourg und Jane Birkin

Wer, von den Nachgeborenen des zweiten Weltkriegs etwa, kennt nicht Jane Birkins helles Singen und stöhnen zum sanften Bass-Gesang Serge Gainsbourgs! Akustisch  gewordene Liebeslust kippte uns je nach Himmelsrichtung der Klassenfreund- oder Feind via Radio in die  Chaiselongues der Liebe. Dass Lust politisch ist, wusste man natürlich nicht erst seit Elvis`Presleys Hüftschwenk. Die Kirche zum Beispiel ließ seit Beginn des zweiten Jahrtausends nach Christus zunehmend seine Priester der Lust entsagen. Sie führte erfolgreich und mit System den Zölibat ein, erst freiwillig, später per Zwang! Das gesamte abendländische Machtuniversum steckte nun  seine geistlichen Männer als Führungskräfte sowie seine dem Gott und  dem Manne verpflichteten Dienerinnen in ganz und gar nichterotische Kutten. „Die so aufgesparte Glut kommt dann meinem Werk zu gut“ bekannte, wenn auch wesentlich später, Wolf Biermann ende der Neunzehnhundertsechziger Jahre nach Christi in seiner Stasiballade. Reichlich tausend Jahre zuvor ging mit der nachantiken Entsagung an die Lust eine heilige Ordnung ans Werk, die mit der fortschreitenden Zeit ihre Untertanen jedoch keineswegs nur ins Elend stürzte. Denn die auch von nicht direkt dem Zölibat Verpflichteten wurden zunehmend Nutznießer einer gesellschaftlich gezüchtigten Sexualität: Ihre aufgesparte Glut floss nun  in Arbeit,  ins Geldanhäufen und später zunehmend in geordnetes Leben und den Konsum...

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 06/09

Das ist Geschichte!

Freitag 20 November 2009 at 09:47 am

Dr. Sigrun Pilz lebt heute als Ruheständlerin in Zepernick. Die promovierte Medizinerin und Fachärztin für klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik gehört allerdings noch lange nicht zum alten Eisen. Im Gegenteil! Heute kümmert sie sich ehrenamtlich um die Bewohnerinnen und Bewohner des Zepernicker Seniorenheimes. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen organisiert sie hier regelmäßig das „Eichenkränzchen“ mit zahlreichen kulturellen Angeboten für die Seniorinnen und Senioren. Der PANKE-SPIEGEL traf Dr. Sigrun Pilz zu Hause, um mit ihr über Erinnerungen rund um die Wende zu sprechen.

PANKE-SPIEGEL: Was haben Sie in der Nacht gemacht, in der vor 20 Jahren die Mauer fiel?
Pilz:  In der Nacht als die Mauer fiel, habe ich permanent am Fernsehgerät gesessen und mit Spannung die Ereignisse an der Mauer verfolgt. Durch Zufall hatte ich eine offizielle Besuchserlaubnis für den 10.11.1989 zu einem Verwandtenbesuch gemeinsam mit meinem Mann – erstmalig! Wir hatten beschlossen zu warten, weil am Morgen des 10.11.1989 die Grenzen ja geschlossen werden sollten. Wir wollten dann in Ruhe mit unserer Besuchserlaubnis die Grenzen passieren. Unsere Nachbarn wollten uns zur Grenze fahren, aber wir kamen nicht weit. In Weißensee-Spitze standen wir bereits in den Massen, die sich über die Grenze wälzten. An der Grenze allerdings interessierte sich keiner mehr für unsere Besuchserlaubnis.
Den Mauerfall zu erleben, war so ein Glückserlebnis, das kann ich eigentlich gar nicht richtig wiedergeben. Wir sind dann den Ku’damm rauf- und runtergelaufen und haben uns nur immer gegenseitig erzählt: „Das ist Geschichte! Erlebte Geschichte! Das kann man auch nicht mehr rückgängig machen.“
PS: Haben Sie die Meldung von Schabowski gleich verstanden?
Pilz: Natürlich, ich war außer mir vor Freude! Als Schabowski seinen Zettel nahm und fast ungläubig vorlas, konnte ich es kaum glauben. Allerdings ist bis heute wohl nicht klar, ob er es selbst wusste, was er da verkündet. Es war ein unglaublicher Vorgang, der die Weichen für den Mauerfall unumkehrbar stellte. Die Gefühle in diesen Stunden, waren unbeschreiblich.

Das ganze Interview lesen Sie in der Ausgabe 06/09

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