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Neues Geld für alte Rohre?

Montag 21 September 2009 at 12:58 pm

So genannte Altanschließer, deren Grundstück bereits vor dem 3. Oktober 1990 an das Wasser- bzw. Abwassernetz angeschlossen wurden, sind beitragspflichtig. Bis Ende 2011 haben die kommunalen Versorgungsträger noch Zeit, Beitragsbescheide zu erlassen. Für Panketal betrifft dies für den Bereich Abwasser nur einige Grundstückseigentümer in Röntgental und Hobrechtsfelde, die bereits zu DDR-Zeiten an das Berliner Abwassernetz angeschlossen wurden. Im Bereich Trinkwasser sind hingegen etwa 4.500 Grundstücke im gesamten Gemeindegebiet betroffen.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg folgt in seinem Urteil vom Dezember 2007 der Rechtssprechung aus den Jahren zuvor, wonach alle Grundstückseigentümer, also auch die so genannten altangeschlossenen, zu Beiträgen für die Herstellung einer kommunalen Einrichtung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung heranzuziehen sind. Hierbei geht es allerdings nur um Investitionen in den Bau bzw. die Modernisierung von Anlagen nach 1991.
Für die Herstellung solcher Anlagen müssen grundsätzlich von allen, die davon einen Nutzen haben oder haben könnten, Beiträge erhoben werden. Die Grundlage für die Berechnung der Beiträge bilden die Satzungen, die nach dem brandenburgischen Kommunalabgabengesetz (KAG) erlassen wurden. In den meisten Fällen sahen diese Satzungen eine Beteiligung der Altanschließer nicht vor, was zur Folge hatte, dass Erschließungsbeiträge nur bei Neuanschließern erhoben wurden. Da jedoch auch die altangeschlossenen Grundstückseigentümer von den Modernisierungen der Anlagen profitierten, hätten sie im Hinblick auf den Gleichheitsgrundsatz ebenfalls herangezogen werden müssen. Dies wurde in Urteilen des Oberverwaltungsgerichts bestätigt, zuletzt 2007.
Demzufolge sind für die Gesamtkalkulation alle beitragsrelevanten Grundstücke zu ermitteln. Das heißt, dass alle Grundstücke zu berücksichtigen sind, denen durch die zentrale Anlage eine Anschlussmöglichkeit geboten wird. Hierzu zählen auch die Flächen der altangeschlossenen Grundstücke. Andernfalls könnten sich alle anderen Beitragszahler darauf berufen, dass die Kalkulation der Beiträge fehlerhaft ist, da die Investitionen der vergangenen Jahre allein zu Lasten derjenigen gingen, die erst nach der Wiedervereinigung einen Anschluss bekommen haben.
Altanschließern mag das Argument einfallen, dass sie möglicherweise durch Eigenleistung zur Herstellung des Anschlusses kamen, was eine nachträgliche Beitragsforderung nicht rechtfertigen würde. Jedoch geht es hier nicht um Erstinvestitionskosten, die zu DDR-Zeiten angefallen sind.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 05/2009

Ein Denkmal für die Hobrechtsfelder Wirtschaftsbahn

Montag 21 September 2009 at 12:53 pm

Die Hobrechtsfelder Wirtschaftsbahn soll mit einem Denkmal geschichtlich gewürdigt werden. Die Gemeindevertretung stellt zu diesem Zweck 2.500 Euro zur Verfügung.
Ein Konzept für die Gestaltung haben die Initiatoren Matthias Manske, Uwe Klaus und Bildhauer Reinhard Jakob bereits erarbeitet.
„Das Denkmal soll aus Installationen an drei verschiedenen Standorten bestehen”, erläutert Matthias Manske. Die drei Module sollen originale Schwellen und Schienen der Feldbahn zeigen, auch eine alte Lore soll perspektivisch installiert werden. Es existieren einige demontierte Gleisteile, die beim Bauhof eingelagert sind. „Sie müssen jedoch zuvor aufgearbeitet werden”, so Manske.
[...]

Aus der Geschichte der HWB
Das Hobrechtsfelder Stadtgut entstand ab 1906. Um eine ökonomische Bewirtschaftung zu ermöglichen, war ein Transportsystem nötig. Da zur damaligen Zeit die Motorisierung noch nicht sehr weit vorangeschritten war, entschied man sich zum Bau eines Feldbahnnetzes.
Vom Gut Hobrechtsfelde, dass das Zentrum bildete, gab es Verbindungen zu den Wirtschaftsflächen der Rieselfelder, auf denen Landwirtschaft betrieben wurde sowie zu den Einschlagplätzen der Forstwirtschaft, von wo aus die Holzstämme ins Hobrechtsfelder Sägewerk transportiert werden konnten.
Ans Netz angeschlossen waren auch die Bucher Krankenhäuser sowie der Bahnhof Buch.
Außerdem gab es Verbindungen zu anderen Stadtgütern wie Schmetzdorf, Albertshof und Blankenfelde.
1928 hatte das Netz eine Länge von etwa 60 Kilometern.

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Ortsumgehung Bernau - Ein Thema für Panketal?

Montag 21 September 2009 at 12:47 pm

Seit einigen Monaten ist Bewegung in die ewige Debatte einer B 2-Ortsumgehung in Bernau gekommen. Das Potsdamer Verkehrsministerium selbst hat die festgefahrene Situation belebt.  Es wurde eine Routenführung vorgeschlagen, die auch das Gebiet von Panketal am Rande berührt und sich für den Panketaler Einkaufsverkehr nach Bernau als nützlich erweisen könnte.
Kurz hinter der Ortsgrenze Panketals zu Bernau, nämlich an der Zepernicker Chaussee (L 314) soll zwischen Malzmühle und den S-Bahngleisen  eine neue Entlastungsstraße nach Osten, parallel zum S-Bahndamm, gebaut werden. Die Strecke führt unter der Autobahn hindurch, quert die B 2 (L 200) und mündet hinter den Gleisen des Bahnhofs Bernau in den Kreisverkehr an der Bahnhofspassage.  
Der Vorzug dieser Route besteht darin, dass der Verkehr zwischen den Siedlungsgebieten Zepernick und Schönow einerseits und Innenstadt Bernau und Bahnhofspassage andererseits nicht mehr über die stark frequentierten Kreuzungen am Gaskessel (Heinersdorfer Straße) oder am Paulus-Prätorius-Gymnasium (Mühlenstraße)  geführt werden muss.  Diese beiden Kreuzungen der Ortsdurchfahrt der B2 leiden häufig unter massiven Rückstau, da die Ampelschaltung auf der B 2 in der Innenstadtlage Bernaus den Schwerpunkt auf die Nord-Süd Ortsdurchfahrt legt und eine entsprechende Schaltphase aufweist. Der querende Ost-West Verkehr mit Zielrichtung Innenstadt Bernau oder Bahnhofspassage staut sich entsprechend. Dieser Verkehrsstrom ist aber inzwischen dank der Attraktivität der Bahnhofspassage recht groß. Auch viele Schönower und Zepernicker fahren in die Innenstadt Bernaus oder zur Bahnhofspassage.

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Schrauben für den guten Zweck

Montag 21 September 2009 at 12:42 pm

Binnen kürzester Zeit ist in einer alten Garage auf dem ehemaligen Bauhofgelände am Genfer Platz eine Fahrradwerkstatt entstanden. Dreimal in der Woche treffen sich dort nun Jugendliche, um alte Räder wieder fahrbereit und verkehrstauglich zu machen.
„Die Idee dazu kam aus den Reihen der Jugendlichen”, erzählt Daniel Bugenhagen, der in seiner Arbeit als mobiler Jugendarbeiter der Gemeinde das Gespräch mit den jungen Leuten suchte, um sich gemeinsam mit ihnen sinnvolle Freizeitmöglichkeiten zu überlegen. Mit Unterstützung der Gemeinde, die die Räume zur Verfügung stellte, war der Anfang schnell gemacht. Das Vorhaben sprach sich schnell herum und so finden sich mittlerweile nachmittags zwischen fünf und zwölf Jugendliche ein, um ihre eigenen Räder zu reparieren oder Fundfahrräder wieder flott zu machen. „Das mit der Fahrradwerkstatt habe ich von einem Kumpel erfahren”, erzählt Marc, 14 Jahre. Er hat zu Hause eine kleine Werkstatt, wo er Fahrräder und Mopeds repariert. So habe er darin schon einige Erfahrung. Zu schrauben und zu tüfteln mache ihm einfach Spaß. „Man kann immer was dazulernen”, beschreibt er seine Motivation.
Die Unterbringung in einer alten Garage, die zuvor der Bauhof genutzt hatte, ist zwar vorerst provisorisch, doch schon im nächsten Monat können beheizbare Räume eines benachbarten Ateliers bezogen werden.

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Von den Armeniern verehrt wie ein Heiliger

Montag 21 September 2009 at 11:45 am

Ein Interview von Thomas Steierhoffer 

Mit dem „Märchen vom letzten Gedanken“ ist Edgar Hilsenrath ein großer epischer Wurf gelungen. Der PANKE-SPIEGEL traf den großen deutsch-jüdischen Schriftsteller in seiner Wohnung in Berlin-Steglitz, um mit ihm vorrangig über sein literarisches Werk sowie über den Fall der Mauer zu sprechen.

PANKE-SPIEGEL: Herr Hilsenrath, Sie wurden in Leipzig, im Land der Reformation geboren. Christen waren es, die Sie verjagt und in ein Ghetto in der Ukraine deportiert haben. Nach dem Krieg gingen Sie nach Palästina, später in die USA. Warum haben Sie sich Mitte der siebziger Jahre entschieden, ausgerechnet in das Land Ihrer Peiniger zurückzukehren?
Hilsenrath: Ja, das hängt mit meiner deutschen Muttersprache zusammen. Als Schriftsteller habe ich immer nur in Deutsch geschrieben, lebte aber in einer wesensfremden Umgebung, in Amerika und Frankreich beispielsweise. Irgendwann hatte ich das Gefühl, du musst zur Spache zurückkehren. Sonst hätte ich sie vielleicht auch vergessen. Also, ich kann sagen, der Hauptsgrund meiner Rückkehr war die Sprache.

PS: Ihre Bücher hatten in Deutsch-land einen schweren Stand. Die Verleger fassten herausragende Romane wie  „Nacht“ oder „Der Nazi und der Friseur“ mit der Kneifzange an. Wie erklären Sie das?

Hilsenrath: Mein erster Roman, der in Deutschland erschien, war tatsächlich „Nacht“. Er kam bei Piper heraus. Und die Opposition im Verlag warb massiv dagegen, dass das Buch überhaupt veröffentlicht werden sollte. Sie meinten, die in meinem Roman dargestellten Juden seien hässliche Gestalten, und das könne den Antisemitismus unter den Lesern neu anfachen. Das ist natürlich völliger Blödsinn! Ich beschreibe hier ganz arme Schweine, die in einem Sterbequartier zusammengepfercht sind, um dann zur Schlachtbank geführt zu werden.
Ganz genau so problematisch war dann „Der Nazi und der Friseur“. Bei diesem Roman wurde mir gesagt, man dürfe über ein so ernstes Thema wie den Holocaust keine Groteske schreiben. Das war die allgemeine Antwort der Verleger.
Als ich dann nach Berlin kam, lernte ich den jungen Verleger Helmut Braun kennen. Sein kleiner Verlag nannte sich „Literarischer Verlag Braun“, in dem er dann den „Nazi...“ herausbrachte. Nachdem er mein Manuskript gelesen hatte, war er so begeistert, dass er es einfach tun musste. Anfänglich war ich skeptisch, da der Verlag wirklich sehr klein war und kein Geld hatte. Aber die haben trotzdem sehr viel Werbung gemacht und das Buch wurde schließlich ein Erfolg.

Der PANKE-SPIEGEL fordert den Literaturnobelpreis für Edgar Hilsenrath!

Das ganze Interview lesen Sie in der Ausgabe 05/2009

Nachträgliches Geburtstagsgeschenk für Coco Schumann

Montag 21 September 2009 at 11:39 am

Von Thomas Steierhoffer

Mit einem unter die Haut gehenden Satz beschrieb Coco Schumann einmal seine Situation: „Ich bin ein Musiker, der im KZ gesessen hat, kein KZ-ler, der Musik macht!“ Als nachträgliches Geburtstagsgeschenk zum 85. präsentiert das in München ansässige Plattenlabel „Trikont“ nunmehr eine einzigartige Produktion des ersten Jazz-Musikers, der in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg eine elektrische Gitarre einsetzte. Zunächst hatte sich Schumann einen selbstgebauten Tonabhehmer auf seine Gitarre geschraubt, später griff er zur legendären „Les Paul“. Mit Hilfe des Gitarrenbauers Roger Rossmeisl konnte Schumann seine akustische Jazzgitarre revolutionieren. Aus dem reichlich vorhandenem Elektronikschrott des Militärs bastelte er sich einen Tonabnehmer und einen einfachen Verstärker. Da er so in der Lage war, Jazz und Swing mit dem „amerikanischen“ Klang einer E-Gitarre zu spielen, wurde er schnell zu einem gefragten Studio- und Livegitarristen.
Mit dem Doppelpack „Rex Casino“ wird der Hörer direkt eingeführt in die Swing-Szene der 50-er Jahre in West-Berlin. Der private Mitschnitt enthält neben den sieben dort entstandenen Aufnahmen einige spätere Einspielungen, die damals auch im Rundfunk gesendet wurden. Der CD ist zusätzlich auch eine DVD mit seltenen Filmaufnahmen aus Coco Schumanns Super 8- und Video-Privatarchiv beigegeben. Schumann ist einer der letzten Zeitzeugen des Holocaust. Sein Weg führte ihn vom Berliner Jazz-Underground zu den „Ghetto-Swingers“ nach Theresienstadt und Auschwitz. Hier musste er zusammen mit anderen Jazz-Musikern auf Befehl der SS das „La Paloma“ spielen, wenn die aus ganz Europa verschleppten Juden in den Gaskammern bestialisch ermordet wurden. In einem Fernseh-Interview, das auch auf der DVD enthalten ist, fragt Schumann den Interviewer und sich selbst: „Was kann das Stück dafür, dass es von den Nazis missbraucht wurde...“

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 05/2009

Subjekt leidenschaftlicher Liebe

Montag 21 September 2009 at 11:38 am

Drei Großmeister an der Stromgitarre tauschen sich aus

Von Thomas Steierhoffer

Gut beraten ist, wer ausreichendes Wissen über Rockgeschichte und Rocktheorie mitbringt. Sehr gut drann ist, wem dann auch noch das notwendige Rockverständnis in die Wiege gelegt wurde wenn es heißt: „It Might Get Loud“. Laut wird es tätsächlich, wenn sich drei herausragende Gittaristen zum Austausch treffen und einer dem anderen seine „Tricks“ verrät. Mehr über die „Tricks“ der anderen zu erfahren, ist das primäre Ziel des in Detroit aufgewachsenen Jack White von den „White Stripes“. Das bekennt er auf dem Weg zu den Sessions mit The Edge von „U2“ und dem Großmeister der Stromgitarre, dem heute völlig ergrauten Jimmy Page der legendären „Led Zeppelin“. 
Tack, tack, tack klopft Jack White mit einem Zimmermannshammer auf ein Stück Holz, über das er eine einzige Stahlsaite spannt. Als Steg dient eine leere Flasche. Als zehntes von zehn Kinder hatte er es früh gelernt, zu improvisieren. Seine E-Gitarre besteht aus einem Brett, einer leeren Colaflasche, einer Saite und einem primitiven Tonabnehmer. „Wer sagt, dass man sich eine Gitarre kaufen muss?“ fragt der Typ, nachdem er mit seinem röhrenden Sound das Vieh auf der Weide vor dem alten Farmhaus in Tennessee verstört hat...

Die ganze Rezension lesen Sie in der Ausgabe 05/2009

Eine Erinnerung an Frank Beyers Film „Der Aufenthalt“

Montag 21 September 2009 at 11:34 am

Von Matthias Horwath

Im Oktober 1945 glaubt eine Polin in dem jungen deutschen Kriegsgefangenen Mark Niebuhr jenen SS-Mann wieder zu erkennen, der ihre Tochter auf dem Gewissen hat. Ohne zu erfahren, was man ihm vorwirft, wird Niebuhr zunächst in Einzelhaft gesteckt. Bei einem Krankenhausaufenthalt wird er erstmals mit dem Verdacht konfrontiert, unter dem er steht. Danach kommt er in eine Zelle mit ehemaligen SS-Offizieren, die immer noch dem alten Geist anhängen. Dort wird sich Niebuhr der Ausmaße der NS-Verbrechen bewusst...
 

Die ganze Rezension lesen Sie in der Ausgabe 05/2009


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