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Panketaler Projekte fürs Konjunkturpaket II

Montag 06 April 2009 at 1:52 pm

Die Bundesregierung hat aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise Anfang 2009 das so genannte „Konjunkturpaket II” beschlossen. Ziel ist es, „Arbeitsplätze zu sichern und die Wachstumskräfte zu stärken”. Im Rahmen des Konjunkturpakets erhalten Kommunen Fördermittel für Investitionen in die Bildungsinfrastruktur sowie die sonstige Infrastruktur.
An Ideen war kein Mangel. Die Liste der Investitionsvorschläge, die Verwaltung und Gemeindevertreter entwickelten, war lang. Sie reichte von der Sanierung und Aufstockung des Anbaus der Gesamtschule Zepernick über den Bau einer Kita bis hin zur Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der noch im Bau befindlichen Schwanebecker Turnhalle oder dem Neubau eines Funktionsgebäudes am Genfer Platz. Außerdem standen auch ein Schulergänzungsbau an der Möserstraße, eine Kita am Genfer Platz und beispielsweise ein Fitnessraum für die Schwanebecker Feuerwehr zur Debatte.
Doch schon in den Sitzungen der  Ausschüsse schrumpfte die Liste auf eine überschaubare Anzahl von Vorhaben.
Die Vergabe der Mittel ist an Kriterien gebunden. So müssen die Investitionen in den Bereichen Bildung und Infrastruktur getätigt werden. Und sie müssen darüber hinaus „zusätzlich” sein, das heißt, die Bauvorhaben dürfen nicht im bestätigten Haushalt der Gemeinde enthalten sein.
Außerdem muss die Gemeinde einen Eigenanteil von 15 Prozent aufbringen. Kürzlich wurde eine Liste mit den jeweiligen Zuweisungen veröffentlicht. Die Höhe richtet sich einerseits nach der Schülerzahl der Kommune und andererseits nach der Einwohnerzahl. Demnach erhält Panketal 878.000 Euro für Projekte rund um Schulen und Kitas und 465.000 Euro für sonstige Investitionen in die Infrastruktur. Da die Gemeinde mit 13 Millionen Euro in der Rücklage finanziell gut dasteht, wird „nicht gekleckert, sondern geklotzt”: Die Sanierung des Anbaus der Gesamtschule, gegebenenfalls auch mit Aufstockung des vorderen Bereiches, schlägt schon mit über einer Million Euro zu Buche. Doch damit nicht genug, Panketal baut eine Kita für rund 1,7 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um den Kita-Neubau im Birkenwäldchen, der eigentlich durch den freien Träger „Vielfarb-Kita” realisiert werden sollte.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2009

Neuer EDEKA-Markt

Montag 06 April 2009 at 1:46 pm

Rund neun Millionen Kunden gehen deutschlandweit täglich bei EDEKA ein und aus. Der größte Lebensmittel-händler im Lande verfügt über 12.000 Märkte, in denen 280.000 Beschäftigte mit liebevoller Hingabe die mitunter verblüfften Kunden bedienen, wie man den Werbespots anlässlich des 100-jährigen Bestehens entnehmen kann.
Als der Zepernicker EDEKA-Markt 1994 in zentraler Ortslage eröffnet wurde, übernahm er quasi die Funktion des „Dorfkonsums", der sich über viele Jahre just an eben dieser Ecke befunden hatte: Man ging zu Fuß oder kam mit dem Rad, packte den Einkauf in Beutel, und fand nebenbei immer auch die Gelegenheit für ein kleines Schwätzchen. Im Laufe der Jahre kamen diverse Lebensmittelmärkte im Ort hinzu, vor allem Discounter mit gut einsehbaren, ausladenden Parkplätzen. Nach 15 Jahren sieht EDEKA die Zeit gekommen, sich neu zu positionieren – größer, sichtbarer, anfahrbarer.
Unumstritten waren die Umzugspläne natürlich nicht. Wobei die meisten Gemeindevertreter sehr wohl Verständnis dafür hatten, dass der jetzige Standort nach heutigen Prämissen keine optimalen Rahmenbedingungen bietet. Doch der Umstand, dass der geplante Neubau an der Händelstraße / Bernauer Straße direkt ans Wohngebiet grenzt und somit bei den unmittelbaren Nachbarn auf Missfallen stößt, rief Bedenken hervor. Der Zielkonflikt bestand darin, entweder der architektonischen Gestaltung Vorrang zu geben und damit die Ladezone zu Lasten der Anlieger im hinteren Bereich anzuordnen oder die Nachbarn vor Lärmbelästigung zu schützen, damit jedoch das Erscheinungsbild durch eine vorgelagerte Lieferzone zu beeinträchtigen. Man einigte sich schließlich darauf, dass die Lieferzone an die Bernauer Straße verlegt wird.

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Frühlingsgefühle - Ein Opfer der modernen Zivilisation?

Montag 06 April 2009 at 1:42 pm

Was ist dran an der Behauptung, dass unsere Triebe im Frühjahr heißer sind als im Winter? Minnesänger und romantische Dichter hegten nie den geringsten Zweifel. Der Frühling ist eine gefühlsfördernde Jahreszeit.
„Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte/ Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land“ – dichtete einst Eduard Mörike. Alles nur Einbildung, poetische Phantasie? Keineswegs, sagen uns die Verhaltensforscher und Endokrinologen, die Spezialisten für Hormone und Nervenbotenstoffe.
In den 50er Jahren untersuchten Wissenschaftler erstmals gründlich die Funktion der Zirbeldrüse, einem kleinen Organ zwischen den beiden Hirnhälften. Man erkannte, dass in der Zirbeldrüse das Hormon Melatonin produziert wird. Über das Melatonin werden der Schlaf-Wach-Rhythmus und andere zeitabhängige Rhythmen des Körpers gesteuert. Es dauerte noch einige Jahre, bis man herausfand, dass der Körper dieses Hormon ausschließlich bei Dunkelheit produziert. Sobald sich die Sonne über dem Horizont erhebt, erlischt die Melatoninerzeugung. Es scheint, dass das Melatonin Veränderung von Licht und Dunkel in körpereigene Prozesse überträgt, also die innere biologische Uhr über die äußeren Zeitabläufe informiert und dadurch eine Abstimmung Außen und Innen erlaubt.
[...] Hormon-Experte Martin Reincke meint dagegen: Frühlingsgefühle, auch „Spring-Fever“ genannt, gebe es gar nicht. Menschen, die mit steigenden Temperaturen solche Gefühle verspürten, machen sich nach Ansicht des Mediziners selbst etwas vor. Der Freiburger Professor ist sich sicher: „Echte Frühlingsgefühle kann man höchstens noch bei Eskimos ausmachen.“

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Das Sanatorium Heidehaus

Montag 06 April 2009 at 1:32 pm

Fährt man vom Bahnhof Zepernick kommend Richtung Schönow, fällt linker Hand der Blick auf ein parkähnliches Gelände. Die meisten Häuser, die sich darauf befinden, wurden in den letzten Jahren saniert: Die Kita Traumschloss, ein Wohnhaus, ein Pflegeheim und ein Wirtschaftsgebäude. Nur das bald 100-jährige Haupthaus steht grau und runtergewirtschaftet da und wartet darauf, seine Geschichte fortzuschreiben. Eine Geschichte, die über viele Jahre mit dem Schicksal einer Familie verbunden war.

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Der Schillerpark

Montag 06 April 2009 at 1:25 pm

Der Schillerpark – oder auch Schillerwäldchen genannt – war eine unparzellierte Freifläche zwischen der Schillerstraße und der Triftstraße etwa dort, wo der Uhlandweg an der Schillerstraße und die Solothurnstraße an der Triftstraße enden. Das Gelände war zirka 9.000 Quadratmeter groß.
Eine Postkarte des Schillerparks, etwa von 1930, zeigt einen Herrn mit Stock und Hut in einem losen Baumbestand von  knorrigen Kiefern und Birken. Auch eine Bank ist zu erkennen. Wege, eher Trampelpfade zu nennen, durchkreuzten den kleinen Wald, dessen sandiger Boden mit spärlichem Graswuchs und Kiefernnadeln bedeckt war.
Die Gründer, Planer und Gestalter der ältesten Zepernicker Kolonie Röntgental hatten extra unparzellierte Flächen für kommunale und gesellschaftliche Nutzung frei gehalten.
Während die Freifläche Bahnhofstraße- Ecke Heinestraße um 1925 vom Grundbesitzerverein zu einem Park gestaltet wurde, der den Namen Goethepark erhielt, blieb das kleine Wäldchen an der Schillerstraße weitgehend in seinem natürlichen Zustand.
Am 29. April 1932 kam es im Bereich des Schillerwäldchens in der Triftstraße zu einem Zwischenfall. Der Postsekretär Schwiede wurde von zwei Männern überfallen und mit einem Revolver bedroht, als er wie jeden Monat auf dem Weg zur Gemeinde war, um dort die Heeres- und Invaliden-renten an die Rentner auszuzahlen. Es wurden ihm 2.900 RM geraubt. Die Täter flüchteten in einem Auto, wurden aber später in Berlin gefasst.
Ende der 30er Jahre lag in der östlichen Ecke des Parks an der Triftstraße ein ungeordneter Haufen großer Granitquader. Ein herrlicher aber verbotener Spielplatz für Kinder auf dem Schulweg. Mit diesen Steinen hatte es folgende Bewandtnis: Am 22. Juni 1935 wurde in der „Kommunalpolitische Rundschau”, dem Nachrichtenblatt der Kommunalpolitischen Arbeitsgemeinschaft Zepernick (so nannte man nunmehr die gleichgeschalteten Vereine der Grundbesitzer, Hauseigentümer und Siedler) ein Aufruf an die Einwohnerschaft von Zepernick und Röntgental ver-öffentlicht, in dem es hieß: „Der Schillerpark wird in einen Ehrenhain umgewandelt werden, in dessen naturgegebener Stille das Gefallenen-Denkmal seine Aufstellung finden wird”.

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Gemeinde kauft Bahnhofsgebäude

Montag 06 April 2009 at 1:20 pm

Seit 1888 hat Zepernick einen Bahnhof. Das oben abgebildete Gebäude entstand jedoch erst 1911/12, nach der Verlegung der einst ebenerdigen Gleise auf einen Bahndamm. Ende der 90er Jahre wurde das Bahnhofsgebäude saniert.
Die Bahn hat nun kürzlich der Gemeinde das Gebäude zum Preis von 25.000 Euro zum Kauf angeboten. Hierbei handelt es sich nur um den Gebäudeteil neben den Gleisen mit einer Bruttogeschossfläche von etwa 600 Quadratmetern. Der Aufgang zum Bahnsteig bleibt im Besitz der Bahn. Noch in diesem Jahr soll ein Aufzug eingebaut werden.
Für die künftige Nutzung gebe es bereits Ideen, jedoch noch keine konkreten Pläne, so Bürgermeister Rainer Fornell. Denkbar wäre ein Jugendclub oder auch ein Heimatstübchen für den Geschichtsverein.
Die Räume müssen jedoch zuvor saniert werden.
Eventuelle Umbaumaßnahmen, wie die Veränderung der Eingangsbereiche, müssen im Vorfeld mit der Denkmalschutzbehörde geklärt werden.

Jugendmobil neu besetzt

Montag 06 April 2009 at 1:07 pm

Das Jugendmobil, das im letzten Sommer im Gemeindegebiet unterwegs war, stand die letzten Monate verwaist auf dem Bauhofgelände. Nicht allein die kalte Jahreszeit war für die Auszeit verantwortlich. Die Jugendarbeiterin Mareen Jäger, die sich motiviert in dieses Projekt gestürzt hatte, gab bereits im Herbst resigniert auf und kehrte auf eigenen Wunsch in das Kinderhaus Fantasia zurück. Die Arbeitszeiten am Nachmittag und an den Wochenenden sowie der fehlende Austausch mit Kollegen, aber auch der Umstand, dass sie Mühe hatte, Jugendliche für gemeinsame Aktivitäten zu finden und zu begeistern, hatten zu dieser Entscheidung geführt.

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Er ist wirklich auferstanden!

Freitag 03 April 2009 at 3:08 pm

Der Wert der Rituale – Was Ostern bedeutet

Von Thomas Steierhoffer

Es soll ja noch immer Zeitgenossen geben, die davon überzeugt sind, dass Karfreitag der schönste Tag des höchsten christlichen Festes ist. Ostern bedeutet manchen vor allem ein langes Wochenende, Ferien, Ostereier suchen und vielleicht auch Gemütlichkeit innerhalb der Familie. Doch woher kommt dieses Fest? Was steckt hinter den Bräuchen, die wir alljährlich zelebrieren? In deutschsprachigen Ländern suchen die Kinder bunt bemalte Eier und Süßigkeiten, die von einem „Osterhasen“ versteckt wurden. Es gibt auch den Brauch, Zweige in Vasen oder auf Bäumen im Garten mit bunt bemalten Ostereiern zu schmücken. Als Ostergebäck gibt es einen Kuchen in Hasen- oder Lammform. In katholischen Gemeinden werden die Kirchenglocken zwischen Karfreitag und der Osternacht nicht geläutet. In einigen Gemeinden, vorwiegend im süddeutschen Raum, ziehen stattdessen Kinder und Jugendliche mit speziellen Ratschen oder Klappern durch die Dörfer, um zu den Gottesdiensten zu rufen. Den Kindern wird dann erklärt, die Glocken seien am Karfreitag nach Rom geflogen, um erst am Ostersonntag zurückzukommen.
Das christliche Osterfest hat eine lange Vorgeschichte. So wurden auch einige Frühlings- und Fruchtbarkeitsriten antiker Völker integriert. Letztendlich knüpft es aber an das jüdische Pessachfest an. An diesem zentralen Fest erinnern die Israeliten an den Auszug aus ägyptischer Gefangenschaft.

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Als der Judenstaat geboren wurde

Freitag 03 April 2009 at 2:57 pm

Gedanken zu den Wurzeln des Antisemitismus 

Ein Essay von Dr. Else Ackermann

Der Krieg im Gaza-Streifen belebt den Antisemitismus in Deutschland und anderen europäischen Staaten. Was soll man zu einem Transparent auf einer sicher angemeldeten Demonstration in Deutschland sagen, auf dem geschrieben steht „Ich bin Antisemit, und das ist auch gut so“. Der Nachsatz soll an einen Ausspruch des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Herrn Wowereit erinnern, den er im Zusammenhang mit dem Geständnis seiner Homosexualität in der Öffentlichkeit getan hatte. In diesem Zusammenhang  ist der Ausspruch auf dem Transparent eine besondere Geschmacklosigkeit und ähnelt  denen der Nationalsozialisten, denen es ausschließlich darum ging, den jüdischen Mitbürgern ihre Würde zu nehmen, sie in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen und sie schließlich per Gesetz zu vernichten.
Der Grund für diese Entgleisungen kann nicht nur die letzte kriegerische Auseinandersetzung zwischen Israel und der regierenden Hamas im Gaza-Streifen sein. Der Antisemitismus ist trotz der Gräuel des Holocaust nicht verschwunden. In Deutschland ist er nur unterdrückt, weil die Leugnung des Holocaust strafbewehrt ist.

Den ganzen Essay lesen Sie in der Ausgabe 2/2009

"Wir lernten, subtil zu provozieren"

Freitag 03 April 2009 at 2:53 pm

Wie die Zepernicker Künstlerin  Rose Schulze die Wende erlebte

Ein Interview von Thomas Steierhoffer

Rose Schulze wird 1952 in Zepernick geboren. Von 1972 bis 1977 studiert sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Malerei. Danach wird sie Meisterschülerin bei Walter Womacka. Seit nunmehr 30 Jahren arbeitet Rose als freischaffende Künstlerin in Zepernick.
Sie gehört von Beginn ihrer Karriere an nicht zu den Künstlern, die in der DDR gefördert werden. Rose sagt immer ihre Meinung und macht sich damit nicht nur Freunde. Der PANKE-SPIEGEL traf die fröhliche und offenherzige, aber auch nachdenkliche Frau in ihrem Atelier in der Unterwaldenstraße, wo sie heute neben ihrer Arbeit eine Malschule leitet.

PANKE-SPIEGEL: Welche Arbeiten konnten Sie als Künstlerin in den Jahren der DDR veröffentlichen?
Rose: Ich habe ja in Weißensee studiert. Mit dem Abendstudium, dem Direktstudium und der Meisterschülerschaft studierte ich zehn Jahre. Nach dieser Zeit war es dann gleich sehr rätselhaft ruhig um mich, trotz sehr guter Abschlüsse. Einem Teil der Studenten  wurde dann ganz schnell klar, dass wir auf einer Liste der beobachteten Künstler standen. Und so wurde uns natürlich von staatlicher Seite auch nichts ermöglicht. Es gab für mich also ganz wenige offizielle Aufträge. Einladungen zu größeren Ausstellungen habe ich fast gar keine erhalten. Wenn doch, dann durch Kunstwissenschaftler, die mich kannten und meine Arbeiten  trotzdem irgendwohin mitgenommen haben. Durch Künstlertreffen in Zepernick und den Kontakt zu Günter Kuhnert, der in Buch wohnte, waren wir im Visier der Staatssicherheit. Alles was ich damals doch machen konnte, war meinen eigenen Aktivitäten zu verdanken. So bin ich beispielsweise in Schulen, Kindergärten, Jugend-Clubs oder Berufsschulen Klinken putzen gegangen. Auf meine Frage, ob die nicht ein paar Farbtupfer auf das häufig elende Grau brauchen könnten, habe ich recht viele Aufträge für Wandmalereien bekommen. Mit diesen Aufträgen bestritten wir unsere niedrigen Ansprüche und die geringen Lebenshaltungskosten. Wir haben in einer eigenen Gemeinschaft überlebt.

Das ganze Interview lesen Sie in der Ausgabe 2/2009

Zur Novelle "Im Krebsgang" von Günter Grass

Freitag 03 April 2009 at 2:51 pm

Kürzlich gelesen 

Von Angelika Klapper

Günter Grass ist jedem Oberstufenschüler mindestens vom Namen her bekannt. „Die Blechtrommel“ machte ihn zum Skandalautor, „Ein weites Feld“ verbindet Fontane mit den Ereignissen des Jahres 1989, „Mein Jahrhundert“ bietet Geschichte in kleinen Geschichten, bei denen der Zeitgeist des oft so uneinheitlich empfundenen Jahrhunderts aus jeder Seite lugt.
„Warum erst jetzt?“, so beginnt die Novelle „Im Krebsgang“, erschienen im Februar 2002. Dieser Satz, als Anfrage an den Autor wie an die deutsche Literatur, die Geschichtswissenschaft, die Öffentlichkeit bezieht sich auf die Publikmachung eines grausigen Ereignisses, der Versenkung des Flüchtlingsschiffs „Wilhelm Gustloff“ in der Ostsee am 30. Januar 1945 durch ein russisches U-Boot. Gewiss, die Geschichte dieses Schiffes bietet Stoff für einen Roman, die Schicksale seiner Opfer ebenfalls. Das furchtbare Geschehen gegen Kriegsende liegt zeitlich und von seiner Botschaft an uns Nachgeborene näher als der Untergang der Titanic.

Die ganze Rezension lesen Sie in der Ausgabe 2/2009

Oscar für Kurzfilm "Spielzeugland"

Freitag 03 April 2009 at 2:48 pm

Geht tief unter die Haut

Von Thomas Steierhoffer 

Kürzlich hatte die ARD ihr Nachtprogramm spontan geändert. Angeschlossene Landesanstalten zogen in den folgenden Tagen nach. Gezeigt wurde der in Hollywood gerade mit einem Oscar geehrte Kurzfilm „Spielzeugland” des Berliner Regisseurs Jochen Alexander Freydank. Der aufwendig produzierte Spielfilm ist bereits seit 2007 auf dem Markt und wurde mit zahlreichen internationalen Preisen dekoriert. „Spielzeugland“ ist gerade einmal 14 Minuten lang und geht tief unter die Haut: Hermann und David sind „Blutsbrüder”. Sie wohnen im selben Haus und üben unter der Anleitung von Davids Vater das vierhändige Klavierspiel. David ist Jude, Hermann ist ein deutscher Junge, der bei seiner Mutter aufwächst. Eines Tages muss die jüdische Familie „verreisen”.

Den gesamten Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 2/2009

Nur knappe fünf Minuten Gebrüll

Freitag 03 April 2009 at 2:46 pm

Das neue Album von Sir Paul McCartney

Von Norbert West

Ende letzten Jahres erschien das Album „Electric Agruments“ von „The Fireman“ auf  CD und Vinyl. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich kein geringerer als Paul McCartney - zusammen mit dem Produzenten Martin Glover, genannt Youth. Richtig, jener Sir Paul McCartney, Ex-Beatle, Träger des MBE („Member of the Order of the British Empire“) und Komponist so wunderbarer Songs wie „Yesterday“, „Hey Jude“ und „Lady Madonna“, die man gut und gerne als Klassiker des 20. Jahrhunderts bezeichnen darf. Und warum die Maske „The Fireman“? Um als namenloser Künstler Freiheit zu haben! Aha. McCartney:„Das war die ursprüngliche Idee. Sie beschäftigt mich seit ‚Sgt. Pepper’, als wir uns jeder einen anderen, neuen Namen wählten. Es gibt dir einfach das Gefühl, dass alles möglich ist. Es hält dich aber auch zurück: Du nimmst dich nicht mehr allzu ernst.“
Ein halbes Jahrhundert ist der Meister mittlerweile im Musikgeschäft und man darf staunen, was er für ein frisches, kraftvolles und abwechslungsreiches Album mit seinen 66 Jahren hier präsentiert. Jeder der 13 Songs soll an einem Tag geschrieben und aufgenommen worden sein. Natürlich spielte McCartney auch alle Instrumente selbst, womit er ja schon zu Beatleszeiten, u. a. beim „White Album“  liebäugelte. Und Youth hält sich dabei dezent hinter dem Mischpult und als Produzent  zurück.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 2/2009

Mal "grottenschlecht", mal "galaktisch" gut

Freitag 03 April 2009 at 2:42 pm

Die Kirche und die Medien

Von Lutz Nehk

Gleich im ersten Monat dieses Jahres hat die katholische Weltkirche wieder unter Beweis gestellt, was sie kann: Mit Gegensätzlichkeiten umgehen. Es ging ein Ruf der Empörung durch die Welt, vor allen Dingen durch Deutschland, als bekannt wurde, dass Rom einen Antisemiten und Holocaust-Leugner wieder in die Gemeinschaft der katholischen Kirche zurückgeholt hat. Williamson wurde zusammen mit drei anderen Bischöfen der ultrakonservativen Priesterbruderschaft Pius XI. vom Bann der Exkommunikation befreit. Der Papst höchstpersönlich hob diese Kirchenstrafe auf, die sich diese Leute 1988 wegen kirchenspalterischen Ungehorsams zugezogen hatten. Das andere Ereignis machte zwar weniger Schlagzeilen in der Weltpresse, war aber nicht weniger spektakulär. Am 23. Januar eröffnete der Vatikan zusammen mit der Video-Plattform „YouTube“ einen eigenen Videokanal. Darauf zu sehen sind künftig tägliche Nachrichtensendungen über den Papst und den Vatikan.
Das eine Ereignis war grottenschlecht. Das andere war „galaktisch“. Grottenschlecht, weil hier die sinnvolle Nutzung des „World Wide Web“ (www) offensichtlich vollkommen vergessen wurde. Mit nur wenigen Mausklicken hätte man die antisemitische Hetze der Priesterbruderschaft und die wiederholte Holocaustleugnung des Williamson entdecken können. Das andere Ereignis war galaktisch, weil der Vatikan somit die erste große Religionsgemeinschaft ist, die ihre Informationen auf diesem Forum von derzeit 1,4 Milliarden Nutzern anbietet.

Den ganzen Essay lesen Sie in der Ausgabe 2/2009

Ein amerikanischer Traum

Freitag 03 April 2009 at 2:38 pm

Zum vierzigjährigen Jubiläum des Albums „Electric Ladyland“ der Jimi Hendrix Experience

Von Matthias Horwath

Das Album „Electric Ladyland“ gilt seit seinem Erscheinen Ende der sechziger Jahre bis in unsere Tage hinein als musikalische Sternstunde. Ein neuer Planet erscheint am Firmament. Ein brillantes Leuchten. Vergleichbar mit dem „White Album“ der Beatles, „Wheels Of Fire“ der Cream oder mit dem 69er Album „Bitches Brew“ von Miles Davis. Bei aller Unterschiedlichkeit haben diese Platten eine Gemeinsamkeit: Alle sind experimentierfreudige  Doppelalben geworden. Sie geben damit den Künstlern sehr viel mehr Raum zur Entfaltung, als sie zuvor auf Tonkonserve zur Verfügung hatten. Wie entsteht nun das sagenhafte „Ladyland“-Album? 

Die Beantwortung dieser Frage lesen Sie in der Ausgabe 2/2009

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